Burgtheater: Etatkürzung im nächsten Jahr?

Wien (OTS) - "Ich habe von Georg Springer (dem Bundestheater-Chef, Anm.) für die nächste Spielzeit ein Budget vorgeschlagen bekommen, die Einigung der Direktoren steht unmittelbar bevor. Es war klar, dass Staatsoperndirektor Meyer in seiner ersten Spielzeit, so wie ich in dieser, mehr brauchen wird. Das kann bedeuten: Wir bekommen etwas weniger." So kommentiert Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann in einem Interview für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe die aktuelle Budgetsituation der Bundestheater.

Dass die derzeit stattfindende Evaluierung der Bundestheaterbudgets zu einer weiteren Kürzung führen könnte, schließt Hartmann aus: "Ich habe mit der Politik, anders als in Zürich, hier ein sehr gutes Einvernehmen und erwarte, dass sie ihr versprechen hält. (...) Wenn die Entwicklung darauf hinausliefe, dass ich Riskantes wie ,Krieg und Frieden' nicht mehr machen könnte, dann wäre ich hier falsch." Ob er dann ginge? "Ich bin ja nicht der Sachwalter eines Abwicklungsbetriebes. Das mache ich nicht. Ich habe aber das Gefühl, dass die Politik an der Notwendigkeit eines funktionierenden Theaterbetriebes nicht rütteln will."

Derzeit studiert Hartmann die Verträge von Schauspielern, die unkündbar sind, obwohl sie "seit Jahren nicht mehr gearbeitet haben. Wenn ich vom Gesetzgeber zu so etwas verpflichtet werde, kann er mir auf der anderen Seite das Geld dafür nicht wegnehmen."

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