• 08.06.2010, 14:33:50
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  • OTS0248 OTW0248

Krankenhausschließungen kommen nicht in Frage

Linz (OTS) - Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 - Gesundheits-
und Sozialberufe in der GÖD - Johann Hable weist die Aussagen des
Staatssekretärs Andreas Schieder auf das Entschiedenste zurück.
Schieder schlägt vor, Krankenanstalten bis zu 300 Betten zu schließen
und den niedergelassenen Bereich auszubauen.

Ersatzlose Schließungen von Krankenanstalten und Abteilungen sind
kein Gesundheitskonzept. Im Gegenteil: Die Bevölkerung schätzt die
kleinen und mittleren Krankenanstalten besonders wegen ihrer
familiären Atmosphäre, wo der Patient nicht nur eine Nummer, sondern
individuelle Betreuung Standard ist.

Es ist nicht verständlich, dass Herr Staatssekretär Schieder im
Namen der SPÖ ein Zusperrkonzept andiskutiert. Er müsste doch wissen,
dass sich österreichweit Gewerkschafter gegen Schließungen
aussprechen.

Hable: Eine weitere Ausdünnung der Regionen kommt nicht in Frage.
Nach Schließungen von Polizeidienststellen, nach Schließungen von
Postämtern würde es nunmehr mit der Schließung von Krankenanstalten
und einer Auszehrung des ländlichen Raumes kommen.

Das regionale Krankenhaus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Viele Arbeitsplätze würden durch das Zusperren verloren gehen und im
Zentralraum angesiedelt werden. Das Einpendeln in den Zentralraum ist
dem Krankenhauspersonal bei den hohen Benzinpreisen nicht zuzumuten.

Abgesehen von der unnotwendigen Belastung der Umwelt. Auch für
Besucher würde der Spitalsbesuch erschwert. Der für die Patienten
notwendige Kontakt mit den Angehörigen wäre eingeschränkt.

Die Erweiterung der Öffnungszeiten im niedergelassenen Bereich
verursacht zusätzliche Kosten für den Gesundheitsbereich. Der
Bevölkerung darf die Wahlmöglichkeit zwischen Spitalsambulanz und
niedergelassenen Ärzten nicht genommen werden.
Der Hinweis, dass die Österreicher das Spital zu sehr bevorzugen, ist
zwar richtig, jedoch der Kostenvergleich mit anderen europäischen
Staaten spricht zu Gunsten Österreichs.
Die Ausgaben für das österreichische Gesundheitssystem sind, trotz
hoher Qualität, niedriger. Daran darf nicht gerüttelt werden.

Vorsitzender Johann Hable fordert den Finanzstaatssekretär Andreas
Schieder auf, die Verunsicherung des Personals, der Patienten und
deren Angehörigen zu unterlassen.

Die Bundesvertretung Gesundheit und Soziales möchte Herrn
Finanzstaatssekretär Peter Schieder einladen, gemeinsam an einer
erfolgsorientierten Gesundheitsreform zu arbeiten.

Johann Hable

Rückfragehinweis:
Johann Hable
Telefon: 0664 24 35 335

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