"profil": Öffnung von Grassers Konten beantragt

Richter in Verfahren wegen übler Nachrede entscheidet

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte ein juristischer Nebenschauplatz Karl-Heinz Grasser in der Buwog-Affäre in Bedrängnis bringen. In einem von Grasser gegen dessen ehemaligen Mitarbeiter Michael Ramprecht angestrengten Verfahren wegen übler Nachrede wurde nun ein Antrag auf Öffnung von Grassers Bankkonten eingebracht. In einer mit 26. Mai datierten Eingabe an das Landesgericht für Strafsachen beantragt Ramprecht-Anwalt Michael Pilz, ",zu Gunsten des Privatanklägers (Karl-Heinz Grasser, Anm.) geführte Konten und Geschäftsverbindungen offenzulegen und Auszüge der Kontenbewegungen auf diesen Konten für die Jahre 2006 bis 2009 dem Gericht vorzulegen oder dem Gericht und dem Privatangeklagten Einsicht in diese Unterlagen zu gewähren; dies zum Beweis dafür, ob der Privatankläger Zahlungen aus der Millionenprovision anlässlich des Buwog-Verkaufes direkt oder indirekt erhalten hat." Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft Wien ist der zuständige Richter Gerald Wagner nicht weisungsgebunden und kann über den Antrag ohne Rücksprache mit dem Justizministerium entscheiden.

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