• 04.06.2010, 13:22:35
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  • OTS0145 OTW0145

Grüne Wien: Neue "Stadt der kurzen Wege" auf WU-Areal errichten

Grüne fordern transparenten Beteiligungs- und Planungsprozess

Wien (OTS) - Die Grünen Wien und Alsergrund setzen sich weiter
dafür ein, dass das Areal der WU Wien, die ja 2011/12 an ihren neuen
Standort im Prater übersiedeln wird, sinnvoll genutzt wird. "Dieses
Planungsgebiet liegt in einer städtebaulich hochinteressanten Lage -
hier kann eine "Stadt der kurzen Wege" auf anderem Niveau entstehen,
die vom rundum vorbeirasenden Autoverkehr "entkoppelt" wäre. Durch
die Institutsgebäude der Uni Wien wird das Areal auch in Zukunft zu
Studienzeiten sehr frequentiert sein", so die Planungssprecherin der
Grünen Wien, Sabine Gretner. Natürlich stellt das Gebiet die
Stadtplanung auch vor besondere Herausforderungen: ein kompliziertes
Geflecht von EigentümerInnen und NutzerInnen, technische
Einschränkungen durch die statischen Gegebenheiten der Bahnhofs- und
Garagenüberdachung. "Andererseits wäre hier die ideale Gelegenheit,
einen neuen grünen Stadteil zu entwickeln und damit ein Modell einer
nachhaltigen Stadtentwicklung mit verschiedensten Ansprüchen zu
realisieren", so Gretner.

Die Grünen Wien sehen in dem Gebiet die Chance für eine gute
Durchmischung von Generationen. Hier wäre auch Platz für Bauten mit
sozialer Infrastruktur nach den heutigen Bedürfnissen (z.B. Schulen
mit ausreichend Bewegungsraum). Der Stadtteil soll über barrierfreie
Querungs- und Zugangmöglichkeiten, ausgedehnte, für alle zugängliche
Freiräume über den Dächern des Alsergrunds, Photovoltaik auf den
Dächern/Fassaden und Möglichkeiten zur Regenwassersammlung verfügen.
"Das Areal ist heute wichtig für die lokale Wirtschaft und soll es
auch in Zukunft sein", ergänzt der Bezirksvorsteherin-Stellvertreter
im Alsergrund, Stefan Freytag.

"Es ist zu befürchten, dass nach der Absiedlung der WU Wien die Stadt
Wien dem Investorendruck erliegen wird - so wie in allen
Stadtentwicklungsgebieten. Für eine ernstgemeinte
Bürgerinnenbeteiligung hätte die Stadt Wien jetzt 4 Jahre Zeit
gehabt. Wir fordern eine ehestmögliche Diskussion in den
Bezirksgremien und Präsentation eines ausgereiften Konzeptes des
geplanten Beteiligungs- und Planungsprozesses - nicht nur eine
Pseudobeteiligung in Vorwahlzeiten, wie wir es von der Wiener SPÖ
gewohnt sind", so Freytag abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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