- 04.06.2010, 10:59:34
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VSStÖ fordert Reform des Studienbeihilfensystems
Zugangsbeschränkungen sind nicht die Lösung
Wien (OTS/SK) - Der Verband sozialistischer StudentInnen (VSStÖ)
fordert nach der Bekanntgabe der Endergebnisse der Studierenden-
Sozialerhebung eine wirkliche soziale Absicherung von Studierenden.
"Die Studie zeigt einmal mehr, dass die Mehrheit der Studierenden an
der Armutsschwelle lebt. Auch die Anzahl der Studierenden, die
während des ganzen Semesters arbeiten, ist auf 45 Prozent gestiegen.
Das ist ein unerträglicher Zustand, dem schleunigst entgegen gewirkt
werden muss, betont Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ. ****
"Zugangsbeschränkungen sind nicht die Lösung der Hochschulmisere. Die
Sozialerhebung beweist, dass zum Beispiel das Medizin-Studium mit
Zugangsbeschränkungen die schlechteste soziale Durchmischung
aufweist.
Dass Wissenschaftsministerin Karl durch Beschränkungen noch mehr
Menschen aus sozial schwächeren Schichten vom Studieren abhalten
will, ist eine Frechheit. Nur ein offener Hochschulzugang ist ein
gerechter Hochschulzugang," sagt Sophie Wollner.
"Was es dringend braucht, ist eine Reform des maroden
Studienbeihilfensystems: Die Ausweitung des BezieherInnenkreises der
Studienbeihilfe und die Erhöhung der Studienbeihilfen wären ein
Anfang. Das VSStÖ-Modell eines Grundstipendiums - 770 Euro im Monat
für alle - würde garantieren, dass alle Menschen studieren können.
Von Ministerin Karl erwarten wir sinnvolle Lösungen statt dem ewigen
Ruf nach Beschränkungen", schließt Wollner. (Schluss) sm/zo
Rückfragehinweis:
Stefanie Grubich, VSStÖ Pressesprecherin,
Tel.: 0676/385 88 13, [email protected], www.vsstoe.at
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