• 04.06.2010, 09:26:59
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Wlodkowski: Bioenergie aus Europa zerstört keine Ökosysteme

Jetzt Energiewende: Fossile Energie schadet jedenfalls Klima, Umwelt, Tierwelt

Wien (OTS) - "Die Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
zeigen auf tragische Art und Weise erneut, wie schädlich fossile
Energie ist. Die einzige Alternative zu kurz- und langfristigen
Schäden, die fossile Rohstoffe an Klima und Umwelt nach wie vor
anrichten, ist der Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe und
Bioenergie. Diese werden in Europa nachhaltig produziert, schaffen
und sichern tausende Arbeitsplätze, erzeugen zusätzliche
Wertschöpfung, entlasten die Handelsbilanz, treiben die Forschung
voran und verursachen selbst bei einem Unfall keine unmittelbaren
Schäden für die Umwelt. Mit einem Wort: Biomasse und Bioenergie sind
die gefahrlose Alternative zu Erdöl und Erdgas. Europas Landwirte
sind bereit und in der Lage, aktiv an der Energiewende mitzuarbeiten.
Nun gilt es, die richtigen Weichen für einen weiteren Ausbau dieser
nachgewiesenermaßen umweltfreundlichen Technologie zu stellen",
verlangte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich.

Vorrang für Grüne Energie

"Wir haben es heute vor der Küste der USA mit der größten
Umweltkatastrophe der Geschichte zu tun. Da hilft auch kein
technokratisches Schönreden der Ölkonzerne und kein Weg-Schweigen der
sonst auf Nebenfronten stets aktionistischen Umweltorganisationen.
Wenn jedoch Europa die richtigen Schritte setzt und in EU-weiten
beziehungsweise nationalen Regelungen den nachwachsenden Rohstoffen
und der Grünen Energie Vorrang auf allen Ebenen einräumt, können
gerade jetzt in der Krise kräftige Wachstumsimpulse entstehen. Denn
derzeit wächst kein Wirtschaftsbereich schneller als der
Umweltsektor, wie kürzlich der Umwelt- und Landwirtschaftsminister
festgestellt hat. Dieser Bereich bietet schon heute 185.000 Menschen
Arbeit", gab Wlodkowski zu bedenken.

"Wir appellieren an die Bundesregierung, die in der
'Energiestrategie Österreich' gemeinsam fixierten Schritte auch in
die Tat umzusetzen. Auf diese Weise können bis 2020 nicht nur die
Klima- und Energieziele erreicht, sondern auch zusätzlich 100.000
Arbeitsplätze geschaffen werden", ergänzte der Präsident. Bekanntlich
hat sich Österreich verpflichtet, bis zum Jahr 2020 insgesamt 34%
erneuerbare Energie am Gesamtenergieverbrauch zu erreichen und die
Treibhausgas-Emissionen, allen voran CO2, um 16% zu reduzieren.

Energiewende vorantreiben

"Österreich hat sich in den letzten Jahren erfolgreich als
internationaler Vorreiter in Sachen Umwelttechnik etabliert. Doch der
Druck der weltweiten Konkurrenz duldet keinen Stillstand. Wir müssen
zügig alle Technologien weiterentwickeln, von Biogas und
Öko-Treibstoff über feste Biomasse und Wasserkraft bis hin zur
Windkraft und Photovoltaik, um die Herausforderungen der Zukunft zu
meistern. Dazu benötigen wir den Willen aller Beteiligten, der
Bundesregierung, der Sozialpartner, der Forschung und der Wirtschaft.
Nur wenn alle an einem Strang ziehen, ist der Umstieg von fossiler
auf erneuerbare Energie möglich. Um die Energiewende entsprechend
zügig voranzutreiben, muss auch in den Budgets dafür Vorsorge
getroffen werden", appellierte Wlodkowski an die Verantwortlichen,
Zukunftsinvestitionen mutig umzusetzen.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Dr. Josef Siffert, Tel +43/1/53441-8521,
Fax +43/1/53441-8519, E-Mail [email protected]
www.lk-oe.at

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