Faymann zu 10 Jahre Seniorenrat: Zur Krisenbewältigung brauchen wir den Geist der Sozialpartnerschaft und der Solidarität

Seniorenrat sucht das Gemeinsame in der Gesellschaft

Wien (OTS/SK) - "Nicht die Senioren, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder junge Familien mit Kindern haben die Krise verursacht, sondern Spekulanten, die dafür gesorgt haben, dass die Realwirtschaft in den Hintergrund und die Spekulation in den Vordergrund getreten sind", betonte Bundeskanzler Werner Faymann während seiner Rede im Rahmen der Festveranstaltung zu Ehren "Zehn Jahre Sozialpartner Seniorenrat" am Dienstag im Parlament. Die Wirtschaftskrise habe europaweit einen Budgetkonsolidierungsbedarf von 800 Milliarden Euro ausgelöst. "Wir sind mit dem Beseitigen der Trümmer der Krise beschäftigt. Wir brauchen hierfür den Geist der Sozialpartnerschaft und der Solidarität. Denn nur so sind wir in der Lage, Gerechtigkeit einzufordern", betonte Faymann. ****

Gegenwärtig seien in Europa 80 Millionen Menschen von Armut bedroht, wobei vor allem ältere Menschen sowie junge Familien mit Kindern am häufigsten armutsgefährdet seien. In Österreich gebe es Pensionen, die dafür sorgen, dass die älteren Menschen nicht zu den Hauptbetroffenen der Armutsgefährdung zählen. Reichtum sei nicht, wenn es ein paar Wenigen gut gehe, sondern der gesamten Bevölkerung, so Faymann der wie schon zuvor im Pressefoyer nach dem Ministerrat forderte: "Wir müssen uns die Mindestsicherung leisten. Diese ist eine wesentliche Voraussetzung, um dafür zu sorgen, dass diese Wirtschaftskrise nicht die Schwächsten trifft."

Gesellschaft nicht in Alt und Jung einteilen

"Ich sehe den Seniorenrat nicht als Lobbyisten einer ganz bestimmten Gruppe, sondern ich sehe den Seniorenrat im Sinne der Sozialpartnerschaft, als eine Gruppe, die das Gemeinsame in der Gesellschaft sucht", betonte Faymann und unterstrich: "Ich lasse nicht zu, dass die Gesellschaft in Alt und Jung aufgeteilt wird." (Schluss) ab

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