- 01.06.2010, 04:00:21
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ÖSTERREICH: Jungwirth: "Schaden und Wallner waren über alles informiert"
ÖOC-Generalsekretär: "Ja, es hat beim ÖOC eine schwarze Kasse gegeben. Das war nicht in Ordnung, dazu bekenne ich mich."
Wien (OTS) - Ex-ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth fährt vor
seinem heutigen Auftritt vor dem Salzburger Untersuchungsausschuss
neue Geschütze in der Olympia-Affäre auf. In einem Interview mit der
Tageszeitung ÖSTERREICH belastet er Ex-ÖOC-Präsident Leo Wallner und
den Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden: "Wir haben uns damals
gemeinsam für eine Sache beworben, jetzt wird alles mir in die Schuhe
geschoben. Es kann nicht sein, dass Herrr Dr. Wallner sagt, das hat
alles der Jungwirth gemacht. Dann war er ein schlechter Präsident
oder er hat 19 Jahre lang geschlafen. Wallner war sehr wohl immer
dabei."
Und Jungwirth beteuert, dass auch Schaden über sämtliche Vorgänge
im Olympia-Förderverein informiert war: "Es ist doch kein Geheimnis,
dass Schaden der Urheber des Vereins war. Er war es, der mit der
Bitte an Wallner herangetreten ist, den Verein einzurichten. Die
vielen Sponsoren wurden gemeinsam akquiriert, sie wurden sogar von
Wallner und Schaden zum Bundeskanzler eingeladen. Jeder wusste, was
er zu zahlen hatte und was er dafür kriegt. Wenn Schaden behauptet,
dass war "Sache der Wiener", dann ist das lächerlich."
Jungwirth bestätigt auch, dass es beim ÖOC eine schwarze Kassa
gegeben hat: "Ja. Es hat ein Verrechnungskonto gegeben, über das wir
Dinge laufen ließen, die nicht in der Buchhaltung gestanden sind. Das
war nicht in Ordnung, dazu bekenne ich mich."
Vorwürfe, wonach er sich persönlich bereichert hätte, weist der
ehemalige ÖOC-Generalsekretär scharf zurück.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
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