ÖSTERREICH: Jungwirth: "Schaden und Wallner waren über alles informiert"

ÖOC-Generalsekretär: "Ja, es hat beim ÖOC eine schwarze Kasse gegeben. Das war nicht in Ordnung, dazu bekenne ich mich."

Wien (OTS) - Ex-ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth fährt vor seinem heutigen Auftritt vor dem Salzburger Untersuchungsausschuss neue Geschütze in der Olympia-Affäre auf. In einem Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH belastet er Ex-ÖOC-Präsident Leo Wallner und den Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden: "Wir haben uns damals gemeinsam für eine Sache beworben, jetzt wird alles mir in die Schuhe geschoben. Es kann nicht sein, dass Herrr Dr. Wallner sagt, das hat alles der Jungwirth gemacht. Dann war er ein schlechter Präsident oder er hat 19 Jahre lang geschlafen. Wallner war sehr wohl immer dabei."
Und Jungwirth beteuert, dass auch Schaden über sämtliche Vorgänge im Olympia-Förderverein informiert war: "Es ist doch kein Geheimnis, dass Schaden der Urheber des Vereins war. Er war es, der mit der Bitte an Wallner herangetreten ist, den Verein einzurichten. Die vielen Sponsoren wurden gemeinsam akquiriert, sie wurden sogar von Wallner und Schaden zum Bundeskanzler eingeladen. Jeder wusste, was er zu zahlen hatte und was er dafür kriegt. Wenn Schaden behauptet, dass war "Sache der Wiener", dann ist das lächerlich."
Jungwirth bestätigt auch, dass es beim ÖOC eine schwarze Kassa gegeben hat: "Ja. Es hat ein Verrechnungskonto gegeben, über das wir Dinge laufen ließen, die nicht in der Buchhaltung gestanden sind. Das war nicht in Ordnung, dazu bekenne ich mich."
Vorwürfe, wonach er sich persönlich bereichert hätte, weist der ehemalige ÖOC-Generalsekretär scharf zurück.

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