Endlos unglaubwürdig (von Claudia Grabner)

Ausgabe 1. Juni 2010

Klagenfurt (OTS) - Die Euro-Staaten müssten bei der Kontrolle
ihrer Budgetdisziplin einen Quantensprung machen - verlangt EZB-Chef Jean-Claude Trichet. Durch eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte müsse ein Wilder Westen der Spekulanten verhindert werden -appelliert Kanzler Werner Faymann. Europa müsse eine gemeinsame Wirtschaftsführung für die Euro-Zone schaffen - wünscht Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Und so weiter, and so on. Endlos reihen sich die Forderungen. Eine Endlosigkeit, die den Unglauben an das Wollen stärkt: Die Krise ist kein Kind von gestern. Seit eineinhalb Jahren wird sie besprochen - und wird gehofft, dass sie vorüberziehe, ohne eingreifen zu müssen. Die Politik ist ein Handlanger des Finanzmarktsystems. Ein ohnmächtiger Abnicker des kapitalistischen Diktates. Wenn wir aus der Krise schon keine Lehren ziehen -zumindest dieses Wissen hat sie uns bestätigt.

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