LR Ragger: AUVA muss Asbest-Opfer helfen!

Nicht Pflichtleistungen auf Länder abschieben!

Klagenfurt (OTS) - Kritik übt der Kärntner Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger an der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt. "Sie erteilt zuerst einen Auftrag an das Berufliche Beratungszentrum (BBRZ), Kärntner Beschäftigten, die Asbest ausgesetzt waren und dabei gesundheitliche Schäden davontrugen, intensiver zu helfen. Doch die anfallenden Kosten will die AUVA nur teilweise übernehmen. Den größten Teil soll sich das BBRZ vom Land holen." Ragger wehrt sich dagegen und verweist darauf, dass auch seine Vorgängerin Nicole Cernic diesem Ansinnen eine Absage erteilt hat.

Für Ragger ist es aber merkwürdig, warum Kärntens Gesundheitsreferent, Peter Kaiser, diesen Versuch der AUVA noch unterstützt. "Er genehmigt nicht nur 100.000 Euro für dieses Projekt aus seinem Gesundheitsreferat, sondern fordert auch noch in polemischer Weise, dass das Sozialreferat weitere Mittel beisteuert." Jene Beratungen, welche das Sozialreferat laut Kaiser extra finanzieren sollte, fielen eindeutig in den Verantwortungsbereich der AUVA, der PVA und des Bundessozialamtes.

Ähnliche Tendenzen, dem Land Aufgaben von Bundesstellen bzw. Sozialversicherungsträgern aufzubürden, stellt Ragger auch in anderen Bereichen fest. "Ich würde mir von Kaiser erwarten, dass er nicht willfährig gegenüber solchen Forderungen von Bundesstellen auftritt, sondern die Interessen Kärntens vertritt und darauf pocht, dass die Sozialversicherungsträger ihrer Verantwortung gegenüber den Kärntner Versicherten nachkommen", betonte Ragger abschließend.

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