KOBV Schulungs-GmbH kämpft mit Petition gegen Baustopp

Wien (OTS) - Um eine rasche Aufhebung des Baustopps der Trafik, betrieben von der Kriegsopfer- und Behindertenverband Schulungs GmbH, am Wiener Graben 31 werden seit letztem Dienstag Unterschriften für eine Petition an den Wiener Bürgermeister Häupl gesammelt. Ziel ist es, die geplanten Umbauarbeiten fortzuführen und die Trafik fertig zu stellen, damit der KOBV Schulungs-GmbH nicht weitere Umsätze entgehen und 6 Mitarbeiter ihren Job behalten können.

Die Ausgangssituation

Die KOBV Schulungs-GmbH betreibt am oben genannten Standort seit vielen Jahren eine Schulungstrafik für behinderte Mitmenschen und beabsichtigte, in Einverständnis mit dem Eigentümer Austria Tabak, diese zu einem modernen und vor allem behindertengerechten Geschäftslokal umzubauen. In dem nur rund 20 m2 kleinem Geschäftslokal gab es auf Grund der Fassadenkonstruktion kaum Tageslicht, keine adäquate Heizung bzw. Klimaanlage und die Nutzung durch Rollstuhlfahrer war schlichtweg unmöglich.

Daher wurde im September 2009 bei der zuständigen Baubehörde das Umbauprojekt eingereicht, die dieses inhaltlich nicht beanstandet hat. Um schließungsbedingt den Umsatzverlust der KOBV Schulungs-GmbH so gering wie möglich zu halten, wurden die Bauarbeiten am Freitag den 29.01.2010 begonnen, um bewusst die etwas umsatzschwächere Woche der Semesterferien zu nutzen.

Seitens des Denkmalamtes wurde überraschend, während die Umbauarbeiten jedoch bereits im Gange waren, der Denkmalschutz verhängt. Am 2. Februar, als die Abbrucharbeiten im Innenraum vollständig vollendet sowie an der Fassade bereits mehrheitlich abgeschlossen waren, ging postalisch der Bescheid des Denkmalschutzamtes zu.

Gegen diesen Bescheid wurde natürlich Einspruch erhoben. Jedoch ist mit einem mehrjährigen Verfahren bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung zu rechnen.

Die Auswirkungen des Baustopps

Das bedeutet, dass nunmehr die Baustelle seit 4 Monaten mit einem Baustopp versehen ist und wegen des anstehenden Verfahrens kein Ende absehbar ist. Dem Wunsch der KOBV Schulungs-GmbH nach einer hellen und behindertengerechten Lösung wurde bisher von Stadt Wien und Bundesdenkmalamt ein Riegel vorgeschoben.

Die zahlreichen Versuche, eine Konsenslösung zu erzielen, scheiterten bisher, da sämtliche Kompromissvorschläge kategorisch abgelehnt wurden.

Der Geschäftsführer der KOBV SchulungsGmbH, Mag. Svoboda dazu:" Wir erleiden auf Grund der Schließung jede Woche rund 55.000 Euro Umsatzeinbussen und müssen, wenn dieser Stillstand noch länger andauert, auch die Kündigung von 6 Mitarbeitern konkret in Betracht ziehen. Das einzige Angebot, das wir bis dato von der Stadt erhielten, war eine Glasfassade vor den Resten des alten Stahlbetonportals."

Lösung via Petition!?

Unverständlich ist die derzeitige Situation auch deshalb, weil die vom Bundesdenkmalamt verlangte Wiederherstellung nur für den Status quo bestehen würde, wie er zum Zeitpunkt der Bescheiderlassung vom Bundesdenkmalamt bestand. Das bedeutet, man soll mitten in der Wiener Innenstadt am Graben eine halbzerstörte "Bauruine" - bestehend aus einem nahezu vollständig zerstörten, 15 Jahre alten Stahlbetonportal - herstellen.
Leider waren in dieser Angelegenheit nach zahlreichen Besprechungen keine Fortschritte zu erzielen. Daher wird nun seitens der KOBV Schulungs-GmbH mittels Petition versucht, Unterschriften zu sammeln, um die Stadt Wien zu einer rascheren Lösung zu bewegen, im Sinne des KOBV Schulungs-GmbH und deren Mitarbeiter.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Svoboda
Geschäftsführer
KOBV Schulungs-GmbH
Lange Gasse 53
A-1080 Wien
tel.: 01 406 15 80
email: kobv@kobv.at

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