• 29.05.2010, 08:00:47
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"profil": ÖVP-Landesparteichef Josef Martinz traf geheime Vorabsprachen mit Bayerischer Landesbank

Landesrat droht Anzeige wegen Falschaussage vor Hypo-Untersuchungsausschuss 2007

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wusste Kärntens ÖVP-Chef Josef
Martinz frühzeitig vom Interesse der Bayern an der Hypo. Entgegen
seinen Aussagen im Kärntner Untersuchungsausschuss 2007 hatte Martinz
nicht erst im März 2007 vom Interesse der Bayerischen Landesbank an
der Hypo Alpe-Adria International erfahren, sondern bereits Mitte
Februar bei einem geheimen Treffen auf dem Ulrichsberg. Das gab der
frühere Vorstandschef der BayernLB, Werner Schmidt, gegenüber der
Staatsanwaltschaft in München zu Protokoll. Demnach habe es im
Februar 2007 zwei Treffen in Kärnten gegeben, bei einem sei Martinz,
damals Aufsichtsratsvorsitzender der Kärntner Landesholding, dabei
gewesen. Schmidt gegenüber der Justiz: "Anwesend waren Dr. Berlin,
Haider und Martinz von der Kärnter Landesholding, Dr. Kulterer von
der HGAA. Es ging wiederum um die Frage, ob ein Mehrheitserwerb für
die BayernLB machbar ist ... Bei diesem ... Gespräch signalisierten
Haider und Martinz dann erstmals eine Zustimmung der Kärntner
Landesholding. Die beiden meinten: "Das kriegen wir hin."

Martinz weist gegenüber "profil" diese Aussage als
"Terminverwechslung" zurück. SPÖ-Landtagsabgeordneter Herwig Seiser
kündigt nun eine Sachverhaltsdarstellung des Ausschusses bzw. der SPÖ
bei der Staatsanwaltschaft an, sollte diese nicht von sich aus tätig
werden.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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