"profil": ÖVP-Landesparteichef Josef Martinz traf geheime Vorabsprachen mit Bayerischer Landesbank

Landesrat droht Anzeige wegen Falschaussage vor Hypo-Untersuchungsausschuss 2007

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wusste Kärntens ÖVP-Chef Josef Martinz frühzeitig vom Interesse der Bayern an der Hypo. Entgegen seinen Aussagen im Kärntner Untersuchungsausschuss 2007 hatte Martinz nicht erst im März 2007 vom Interesse der Bayerischen Landesbank an der Hypo Alpe-Adria International erfahren, sondern bereits Mitte Februar bei einem geheimen Treffen auf dem Ulrichsberg. Das gab der frühere Vorstandschef der BayernLB, Werner Schmidt, gegenüber der Staatsanwaltschaft in München zu Protokoll. Demnach habe es im Februar 2007 zwei Treffen in Kärnten gegeben, bei einem sei Martinz, damals Aufsichtsratsvorsitzender der Kärntner Landesholding, dabei gewesen. Schmidt gegenüber der Justiz: "Anwesend waren Dr. Berlin, Haider und Martinz von der Kärnter Landesholding, Dr. Kulterer von der HGAA. Es ging wiederum um die Frage, ob ein Mehrheitserwerb für die BayernLB machbar ist ... Bei diesem ... Gespräch signalisierten Haider und Martinz dann erstmals eine Zustimmung der Kärntner Landesholding. Die beiden meinten: "Das kriegen wir hin."

Martinz weist gegenüber "profil" diese Aussage als "Terminverwechslung" zurück. SPÖ-Landtagsabgeordneter Herwig Seiser kündigt nun eine Sachverhaltsdarstellung des Ausschusses bzw. der SPÖ bei der Staatsanwaltschaft an, sollte diese nicht von sich aus tätig werden.

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