"profil": Vorstand der Bayerische Landesbank prüfte Einstieg bei Hypo Alpe-Adria bereits im Oktober 2006

Noch vor seinem Hypo-Engagement stellte Investor Tilo Berlin Vorstandschef Werner Schmidt die Mehrheitsbeteiligung in Aussicht

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazn "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hatte der Hamburger Investmentberater Tilo Berlin hartnäckig versucht, der bayerischen Landesbank den Einstieg in die Hypo Alpe-Adria International schmackhaft zu machen. Ein Treffen im August 2006 in Kärnten zwischen Berlin und Schmidt hatte zur Folge, dass die Vorstandsebene der BayernLB schon im Herbst 2006 den Einstig in die Kärntner Landesbank evaluierte - Projektname "Sissi". Das geht aus den Einvernahmeprotokollen des früheren Vorstandschefs der BayernLB Werner Schmidt gegenüber der Staatsanwaltschaft München hervor, die "profil" vorliegen. Schmidt gegenüber der Justiz: "Richtig ist, dass am 9.10.2006 ein Gespräch über das Projekt Sissi stattfand. Auf der Sitzung ... müsste der Name Tilo Berlin gefallen sein, ... denn mit größter Sicherheit habe ich von dem Gespräch Ende August berichtet." Berlin hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht in die Hypo investiert. Die Bayern hingegen waren damals im Rennen um die Gewerkschaftsbank Bawag engagiert, das sie am 14. Dezember gegen den US-Fonds Cerberus verloren. Berlin habe noch am selben Tag Schmidt angerufen und ihm eine Mehrheitsbeteiligung an der Hypo in Aussicht gestellt - also zu einem Zeitpunkt, als Berlins Investorengruppe noch nicht einmal an der Hypo beteiligt war. Schmidt: "Am 14.12. war klar, dass Dr. Berlin seine Anteile abgeben würde, wenn die BayernLB die Mehrheit übernehmen könne."

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