- 29.05.2010, 08:00:21
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"profil": Vorstand der Bayerische Landesbank prüfte Einstieg bei Hypo Alpe-Adria bereits im Oktober 2006
Noch vor seinem Hypo-Engagement stellte Investor Tilo Berlin Vorstandschef Werner Schmidt die Mehrheitsbeteiligung in Aussicht
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazn "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hatte der Hamburger
Investmentberater Tilo Berlin hartnäckig versucht, der bayerischen
Landesbank den Einstieg in die Hypo Alpe-Adria International
schmackhaft zu machen. Ein Treffen im August 2006 in Kärnten zwischen
Berlin und Schmidt hatte zur Folge, dass die Vorstandsebene der
BayernLB schon im Herbst 2006 den Einstig in die Kärntner Landesbank
evaluierte - Projektname "Sissi". Das geht aus den
Einvernahmeprotokollen des früheren Vorstandschefs der BayernLB
Werner Schmidt gegenüber der Staatsanwaltschaft München hervor, die
"profil" vorliegen. Schmidt gegenüber der Justiz: "Richtig ist, dass
am 9.10.2006 ein Gespräch über das Projekt Sissi stattfand. Auf der
Sitzung ... müsste der Name Tilo Berlin gefallen sein, ... denn mit
größter Sicherheit habe ich von dem Gespräch Ende August berichtet."
Berlin hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht in die Hypo investiert.
Die Bayern hingegen waren damals im Rennen um die Gewerkschaftsbank
Bawag engagiert, das sie am 14. Dezember gegen den US-Fonds Cerberus
verloren. Berlin habe noch am selben Tag Schmidt angerufen und ihm
eine Mehrheitsbeteiligung an der Hypo in Aussicht gestellt - also zu
einem Zeitpunkt, als Berlins Investorengruppe noch nicht einmal an
der Hypo beteiligt war. Schmidt: "Am 14.12. war klar, dass Dr. Berlin
seine Anteile abgeben würde, wenn die BayernLB die Mehrheit
übernehmen könne."
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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