- 28.05.2010, 12:48:28
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ÖVAG gelingt im 1. Quartal Turnaround
Geschäft läuft gut - Operatives Ergebnis EUR 115 Mio.
Wien (OTS) - Im 1. Quartal 2010 verzeichnet der Konzern der
Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) nunmehr ein gutes Ergebnis,
womit sich die Trendwende zum Positiven fortsetzt. Das Ergebnis vor
Steuern beträgt EUR 22 Mio., das Konzernergebnis EUR 7 Mio. und das
operative Betriebsergebnis EUR 115 Mio.
Turnaround gelingt nachhaltig
Das operative Ergebnis liegt um 69 % über dem ersten Quartal 2009.
Die operative Cost-Income-Ratio beträgt 55 %, womit der Wert des
Gesamtjahres 2009 von 57,6 % noch einmal unterschritten wurde. Damit
wird der Turnaround der ÖVAG dokumentiert.
"Die harte, konsequente Arbeit der letzten Monate wird nun mit dem
ersten positiven Quartalsergebnis seit Ausbruch der Finanz- und
Wirtschaftskrise belohnt. Die Vorschau auf das Gesamtjahr ist
deutlich positiv. Das macht uns sicher, dass der Turnaround
nachhaltig gelingt", kommentiert Generaldirektor Gerald Wenzel das
Quartalsergebnis.
Weiter ausgezeichnete Liquidität und starke Kapitalausstattung
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. März 2010 EUR 49,7 Mrd. und weist
eine Steigerung gegenüber dem 31. Dezember 2009 von EUR 1,6 Mrd. oder
3,3 % aus. Nachdem das Kreditvolumen 2009 zurückgegangen war, kehrte
sich dieser Trend im 1. Quartal 2010 um. Auch die Forderungen an
Kunden zeigen einen Anstieg von EUR 55 Mio. auf EUR 24,2 Mrd. Die
Einlagenbasis konnte stabilisiert werden. Die verbrieften
Verbindlichkeiten blieben mit EUR 17,3 Mrd. auf dem Niveau des Ultimo
2009. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden veränderten sich um +3,0
% auf EUR 7,5 Mrd. Dadurch wird die ausgezeichnete
Liquiditätssituation des ÖVAG Konzerns noch zusätzlich gestärkt.
Die bankrechtlichen Eigenmittel der ÖVAG Kreditinstitutsgruppe
betrugen zum 31. März 2010 EUR 3,6 Mrd. Die Tier I Ratio (Verhältnis
Kernkapital zur Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko) betrug 9,5
%. Die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko lag bei 11,6 %.
Die Eigenmittel überstiegen das regulatorische Erfordernis um mehr
als EUR 1,1 Mrd. oder 45 %.
Solide Basis für Zukunftslösung
Unter der neuen Führung legt die ÖVAG besonders hohes Augenmerk auf
die Versorgung mit Liquidität und Kapital. Weitere Prioritäten sind
die Risikovorsorge und die Reduktion des Verwaltungsaufwandes.
Einschneidende Maßnahmen wurden implementiert, die der ÖVAG bereits
im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 64 Mio. Ersparnis brachten.
"Diese Maßnahmen sind eine solide Grundlage, um Zukunftsoptionen für
den Konzern zu prüfen und konsequent zu realisieren. Wir stellen
damit das Spitzeninstitut der starken regionalen Volksbanken als
werthaltigen Partner auf, und zwar für Finanzinvestoren und
gleichwertige strategische Partner ebenso wie für die bestehenden
Eigentümer", hebt Volksbanken Verbandsanwalt Hans Hofinger hervor.
Ergebnis im Detail:
- Der Zinsüberschuss ist der maßgebliche Werttreiber hinter diesem
Ergebnis und beträgt EUR 207 Mio. Das entspricht einer Steigerung von
EUR 60 Mio. oder 40 % gegenüber der Vergleichsperiode 2009.
- War 2009 eine deutlich gebremste Kreditnachfrage festzustellen, so
zeigt sich im 1. Quartal 2010 erstmals eine Steigerung des
Kreditvolumens.
- Das bereinigte Zinsergebnis (ohne Ergebnis aus Wertveränderungen
von Immobilien gem. IAS 40 und aus der Equity-Bewertung) zeigt mit
EUR 208 Mio. den höchsten Wert der vergangenen 5 Quartale. Auch hier
dokumentiert sich der Umkehrtrend, den der ÖVAG Konzern nunmehr
erreicht hat.
- Der Provisionsüberschuss konnte mit EUR 36 Mio. auf dem Niveau des
Vorjahres gehalten werden. Die Detailanalyse zeigt, dass das
Provisionsergebnis aus dem Kreditgeschäft um knapp EUR 2 Mio. unter
der Vergleichsperiode 2009 liegt.
- Die bewusste Reduktion von Krediten in fremder Währung führte als
Teil einer den Märkten angepassten Risikostrategie zu einem Absinken
des Überschusses aus dem Wechselkursgeschäft.
- Dank gestiegener Kundennachfrage konnte der ÖVAG Konzern im
Provisionsergebnis aus Wertpapierdienstleistungen deutlich zulegen.
- Auch im Zahlungsverkehr konnten höhere Ergebnisse erzielt werden.
- Das Handelsergebnis lag unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Dies ist aber in erster Linie auf die ausgezeichnete Performance im
Jahr 2009 zurückzuführen, wo im ÖVAG Konzern ein Rekord im
Handelsergebnis erzielt werden konnte.
- Die Verwaltungsaufwendungen von EUR 140 Mio. weisen im
Jahresabstand einen weiteren Rückgang auf, was die Effizienz der 2009
gestarteten Kostensenkungsprogramme belegt. Im Bereich der Sachkosten
sowie im Bereich der Personalkosten wurden EUR 5 Mio. bzw. 1 Mio.
gegenüber dem Vorjahr eingespart.
- Der Personalstand in Österreich (bereinigt um die Mitarbeiter der
VB Linz+Mühlviertel) verringerte sich seit dem Jahresultimo von 1.467
auf 1.453 Mitarbeiter.
- In CEE findet weiter eine Optimierung des Vertriebsnetzes statt,
was von einem Rückgang der Beschäftigten von 6.390 auf 6.340
begleitet ist. Insgesamt betreuten zum Ende des 1. Quartals 2010
(ohne Mitarbeiter der VB Linz+Mühlviertel) 7.793 Mitarbeiter über 581
Vertriebsstellen im In- und Ausland die Kunden des ÖVAG Konzerns.
- Eine Trendumkehr zeichnet sich auch bei den Risikovorsorgen ab.
Diese betrugen im 1. Quartal 2010 EUR 107 Mio. Damit liegen die
Risikovorsorgen zwar noch immer über den Werten vor der Krise, aber
dennoch bereits deutlich unter den letzten beiden Quartalen. Vgl.:
EUR 270 Mio. im 3. Quartal und EUR 306 Mio. im 4. Quartal 2009.
- Das sonstige betriebliche Ergebnis mit EUR 4 Mio. und das Ergebnis
aus Finanzinvestitionen mit EUR 9 Mio. sind deutlich positiv.
- Der Ausblick für die Geschäftsentwicklung 2010 stellt sich
gegenüber 2009 deutlich optimistischer dar, der Turnaround zeichnet
sich schon mit den Zahlen des 1. Quartales 2010 ab. Aus diesem Grund
rechnet die ÖVAG auf Konzernebene für 2010 wieder mit einem Gewinn.
- Dennoch kann eine Ausschüttung 2011 für das Geschäftsjahr 2010 auf
gewinnabhängige Kapitalinstrumente aus heutiger Sicht nicht in
Aussicht gestellt werden. Dafür wäre ein Gewinn im Einzelinstitut der
ÖVAG notwendig.
Rückfragehinweis:
Österreichische Volksbanken AG
Walter Gröblinger
Tel.: +43 (0)50 4004-3838
mailto:[email protected]
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