• 28.05.2010, 12:29:38
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Diabetes während der Schwangerschaft: jede 10. Frau betroffen

Diabetes Initiative Österreich (DIÖ) präsentiert in Kooperation mit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) Informationsfolder zu Schwangerschaftsdiabetes

Wien (OTS) - In Österreich leben rund 600.000 Personen, die von
Diabetes betroffen sind - bei 420.000 Personen wurde Diabetes bereits
diagnostiziert. Unter den an Diabetes erkrankten Personen befinden
sich auch immer häufiger Frauen, die während der Schwangerschaft an
so genanntem Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) erkranken.
Schätzungen zufolge ist bereits jede 10. Frau davon betroffen. Genaue
Zahlen über die erkrankten Patientinnen liegen noch nicht vor, da die
notwendige Blutzuckerbestimmung erst seit Anfang 2010 im
Mutter-Kind-Pass vorgeschrieben ist. Schwangerschaftsdiabetes ist
eine Form der Zuckerkrankheit. Er tritt während der Schwangerschaft
auf und klingt danach meist wieder ab, jedoch besteht für die Frau
ein hohes Risiko, im Lauf ihres Lebens an Diabetes zu erkranken. Ein
unerkannter oder unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes kann auch für
das ungeborene Kind gefährlich sein.

Die Diabetes Initiative Österreich legt nun eine Information für
werdende Mütter zum Thema auf. Diese wird dem Format des
Mutter-Kind-Passes entsprechen und ist in 11 Sprachen übersetzt. Die
Broschüre soll einen kompakten Überblick über Gestationsdiabetes,
seine Diagnose durch den oralen Glukosetoleranztest und über
Maßnahmen zur Behandlung geben und Ärztinnen und Ärzten eine
praktische Hilfestellung für das Gespräch mit ihren Patientinnen
bieten.

"Diese handliche Broschüre soll einen Beitrag dazu leisten, dass
diesem speziellen, aber wichtigen Problem mehr Aufmerksamkeit
geschenkt wird. Schließlich kann man durch eine gute Behandlung des
Gestationsdiabetes das ungeborene Kind schützen und auch das Risiko
der werdenden Mutter in Bezug auf die Entwicklung eines Diabetes
erkennen", so Prof. Bernhard Ludvik, Präsident der Diabetes
Initiative Österreich. "Wir hoffen nun auf rege Nachfrage und danken
den Kolleginnen und Kollegen der ÖDG für die Unterstützung bei der
Projektrealisierung und im Vertrieb der Broschüre", so Ludvik weiter.

So kann die Broschüre bestellt werden

Der vorliegende Folder wurde von der Diabetes Initiative
Österreich in Kooperation mit der Österreichischen Diabetes
Gesellschaft und mit freundlicher Unterstützung von sanofi-aventis
produziert. Er liegt ab Mitte Juni in allen österreichischen
Diabetesambulanzen auf und kann auch über www.oedg.at online
abgerufen werden.

Details über Gestationsdiabetes

Grund für Gestationsdiabetes sind eine verminderte
Insulinempfindlichkeit und ein dadurch erhöhter Insulinbedarf während
der Schwangerschaft. Das körpereigene Hormon Insulin fördert die
Aufnahme von Zucker in die Zellen und wird in der Bauchspeicheldrüse
produziert. Kann der Mehrbedarf nicht ausgeglichen werden, steigt der
Zuckerspiegel im Blut und Diabetes entsteht.

Der so genannte orale Glucosetoleranztest (oGTT) wird zwischen der
24. Und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Durch rechtzeitige
Diagnose und Therapie können so Komplikationen für Mutter und Kind in
der Schwangerschaft und bei der Geburt vermieden werden.

Die Behandlung erfolgt individuell. Ein Diätplan sowie eine
Schulung, den Blutzucker selbst zu messen und kontrollieren zu
können, stehen im Zentrum der Therapie. Bei unkomplizierten
Schwangerschaften ist körperliche Aktivität Teil des Therapieplans.
Wenn diese Maßnahmen nicht greifen und die Blutzuckerwerte regelmäßig
überhöht sind, wird eine individuell angepasste Insulintherapie
begonnen.

Über die Diabetes Initiative Österreich

Die "Diabetes Initiative Österreich" ist ein junger,
gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, eine führende
Rolle im Kampf gegen Diabetes in Österreich einzunehmen.

Seine wichtigsten Ziele gemäß Statut sind:

- Erhöhte Bewusstseinsbildung für die Volkskrankheit Diabetes in der
Allgemeinheit und bei in besonderer Weise vom Krankheitsbild
betroffenen Personengruppen.

- Erhöhte Bewusstseinsbildung bei FachexpertInnen, öffentlichen
Institutionen und Politik.

- Erhöhung des Wissensstandes über Diabetes in unterschiedlichen
wissenschaftlichen Disziplinen.

- Stärkung präventiver Maßnahmen im Bereich der primären, sekundären
und tertiären Prävention.

- Verbesserung der Behandlungsqualität und der Versorgungsqualität
im Kampf gegen Diabetes auf Basis des aktuellen internationalen
Wissensstandes.

Unter dem Dach der Diabetes Initiative Österreich sind im
Vereinsvorstand Personen tätig, die in ihren beruflichen Funktionen
federführend im Kampf gegen Diabetes in Österreich auftreten.

Dem Verein steht ein hochrangiges Präsidium vor:

- Präsident: Univ.-Prof. Dr. Bernhard Ludvik
- 1. Vizepräsident: Dr. Martin Gleitsmann
- 2. Vizepräsidentin: Dr. Doris Langeder

Die vier inhaltlichen Säulen der Initiative bilden vier
Arbeitskreise, die ebenfalls von hochrangigen
Proponenten geleitet werden:

- Leiter AK-Bewegung: Mag. Christian Lackinger
- Leiter AK-Therapie: Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser
- Leiter AK-Ernährung: Univ. Doz. Dr. Ingrid Kiefer
- Leiter AK-Public Health: Univ. Prof. Dr. Anita Rieder

Die Diabetes Initiative Österreich wird bereits von einer Vielzahl
an Partnern und Unternehmen unterstützt: Caritas Österreich,
Sportunion, Ströck, Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen
Wirtschaft, Gourmet, Österreichischer Seniorenbund, Plattform
Gesundheitswirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich,
Pensionistenverband Österreich, Österreichischer Seniorenrat,
sanofi-aventis.

Rückfragehinweis:

Diabetes Initiative Österreich
   c/o Vereint Vereins- und Konferenzmanagement
   Hollandstraße 14
   1020 Wien
   Tel : +43/1/533 35 42
   Email : [email protected]
   www.diabetesinitiative.at

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