Diabetes während der Schwangerschaft: jede 10. Frau betroffen

Diabetes Initiative Österreich (DIÖ) präsentiert in Kooperation mit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) Informationsfolder zu Schwangerschaftsdiabetes

Wien (OTS) - In Österreich leben rund 600.000 Personen, die von Diabetes betroffen sind - bei 420.000 Personen wurde Diabetes bereits diagnostiziert. Unter den an Diabetes erkrankten Personen befinden sich auch immer häufiger Frauen, die während der Schwangerschaft an so genanntem Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) erkranken. Schätzungen zufolge ist bereits jede 10. Frau davon betroffen. Genaue Zahlen über die erkrankten Patientinnen liegen noch nicht vor, da die notwendige Blutzuckerbestimmung erst seit Anfang 2010 im Mutter-Kind-Pass vorgeschrieben ist. Schwangerschaftsdiabetes ist eine Form der Zuckerkrankheit. Er tritt während der Schwangerschaft auf und klingt danach meist wieder ab, jedoch besteht für die Frau ein hohes Risiko, im Lauf ihres Lebens an Diabetes zu erkranken. Ein unerkannter oder unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes kann auch für das ungeborene Kind gefährlich sein.

Die Diabetes Initiative Österreich legt nun eine Information für werdende Mütter zum Thema auf. Diese wird dem Format des Mutter-Kind-Passes entsprechen und ist in 11 Sprachen übersetzt. Die Broschüre soll einen kompakten Überblick über Gestationsdiabetes, seine Diagnose durch den oralen Glukosetoleranztest und über Maßnahmen zur Behandlung geben und Ärztinnen und Ärzten eine praktische Hilfestellung für das Gespräch mit ihren Patientinnen bieten.

"Diese handliche Broschüre soll einen Beitrag dazu leisten, dass diesem speziellen, aber wichtigen Problem mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Schließlich kann man durch eine gute Behandlung des Gestationsdiabetes das ungeborene Kind schützen und auch das Risiko der werdenden Mutter in Bezug auf die Entwicklung eines Diabetes erkennen", so Prof. Bernhard Ludvik, Präsident der Diabetes Initiative Österreich. "Wir hoffen nun auf rege Nachfrage und danken den Kolleginnen und Kollegen der ÖDG für die Unterstützung bei der Projektrealisierung und im Vertrieb der Broschüre", so Ludvik weiter.

So kann die Broschüre bestellt werden

Der vorliegende Folder wurde von der Diabetes Initiative Österreich in Kooperation mit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und mit freundlicher Unterstützung von sanofi-aventis produziert. Er liegt ab Mitte Juni in allen österreichischen Diabetesambulanzen auf und kann auch über www.oedg.at online abgerufen werden.

Details über Gestationsdiabetes

Grund für Gestationsdiabetes sind eine verminderte Insulinempfindlichkeit und ein dadurch erhöhter Insulinbedarf während der Schwangerschaft. Das körpereigene Hormon Insulin fördert die Aufnahme von Zucker in die Zellen und wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Kann der Mehrbedarf nicht ausgeglichen werden, steigt der Zuckerspiegel im Blut und Diabetes entsteht.

Der so genannte orale Glucosetoleranztest (oGTT) wird zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Durch rechtzeitige Diagnose und Therapie können so Komplikationen für Mutter und Kind in der Schwangerschaft und bei der Geburt vermieden werden.

Die Behandlung erfolgt individuell. Ein Diätplan sowie eine Schulung, den Blutzucker selbst zu messen und kontrollieren zu können, stehen im Zentrum der Therapie. Bei unkomplizierten Schwangerschaften ist körperliche Aktivität Teil des Therapieplans. Wenn diese Maßnahmen nicht greifen und die Blutzuckerwerte regelmäßig überhöht sind, wird eine individuell angepasste Insulintherapie begonnen.

Über die Diabetes Initiative Österreich

Die "Diabetes Initiative Österreich" ist ein junger, gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, eine führende Rolle im Kampf gegen Diabetes in Österreich einzunehmen.

Seine wichtigsten Ziele gemäß Statut sind:

- Erhöhte Bewusstseinsbildung für die Volkskrankheit Diabetes in der Allgemeinheit und bei in besonderer Weise vom Krankheitsbild betroffenen Personengruppen.

- Erhöhte Bewusstseinsbildung bei FachexpertInnen, öffentlichen Institutionen und Politik.

- Erhöhung des Wissensstandes über Diabetes in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.

- Stärkung präventiver Maßnahmen im Bereich der primären, sekundären und tertiären Prävention.

- Verbesserung der Behandlungsqualität und der Versorgungsqualität im Kampf gegen Diabetes auf Basis des aktuellen internationalen Wissensstandes.

Unter dem Dach der Diabetes Initiative Österreich sind im Vereinsvorstand Personen tätig, die in ihren beruflichen Funktionen federführend im Kampf gegen Diabetes in Österreich auftreten.

Dem Verein steht ein hochrangiges Präsidium vor:

  • Präsident: Univ.-Prof. Dr. Bernhard Ludvik
  • 1. Vizepräsident: Dr. Martin Gleitsmann
  • 2. Vizepräsidentin: Dr. Doris Langeder

Die vier inhaltlichen Säulen der Initiative bilden vier Arbeitskreise, die ebenfalls von hochrangigen
Proponenten geleitet werden:

  • Leiter AK-Bewegung: Mag. Christian Lackinger
  • Leiter AK-Therapie: Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser
  • Leiter AK-Ernährung: Univ. Doz. Dr. Ingrid Kiefer
  • Leiter AK-Public Health: Univ. Prof. Dr. Anita Rieder

Die Diabetes Initiative Österreich wird bereits von einer Vielzahl an Partnern und Unternehmen unterstützt: Caritas Österreich, Sportunion, Ströck, Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, Gourmet, Österreichischer Seniorenbund, Plattform Gesundheitswirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich, Pensionistenverband Österreich, Österreichischer Seniorenrat, sanofi-aventis.

Rückfragen & Kontakt:

Diabetes Initiative Österreich
c/o Vereint Vereins- und Konferenzmanagement
Hollandstraße 14
1020 Wien
Tel : +43/1/533 35 42
Email : office@diabetesinitiative.at
www.diabetesinitiative.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0011