• 28.05.2010, 11:22:16
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Business Intelligence: Viel Potenzial bleibt (noch) ungenutzt

Hochglanz-Ausdrucke bei Top-Managern nach wie vor beliebt - Thema wird auch für KMU interessant - Experten diskutierten über aktuelle Trends

Bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community diskutierten Experten über aktuelle Trends und Entwicklungen im Business Intelligence-Bereich.

Wien (OTS) - Das Herausfiltern von potenziell wechselwilligen
Kunden, die Minimierung des Ausschusses in der Produktion oder
einfach das aktuelle Reporting: Business Intelligence (BI), also der
Einsatz von Werkzeugen, die die Entscheidungsfindung erleichtern,
wird immer stärker zum Thema in Unternehmen. Kein Wundermittel, aber
ohne geht es dennoch kaum mehr, befanden Experten bei einer
Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community gestern,
Donnerstagabend, in Wien.

"Die theoretische Diskussion, was diese Werkzeuge können und was
dann tatsächlich in die Praxis einfließt, sind zwei Paar Schuhe",
erklärte Mirko Waniczek vom Österreichischen Controller-Institut. Die
Erwartung, dass sich alle die notwendigen Informationen "rausziehen"
würden, wenn entsprechende Tools im Einsatz seien, stimme nicht. "Im
Top-Management wird noch immer hochglänzend und 4-farbig
ausgedruckt", so Waniczek.

In den Unternehmen sei die am häufigsten eingesetzte BI-Software
nach wie vor Excel vor SAP, daran werde sich so schnell auch nichts
ändern. Das Problem sei zwar erkannt, die Gefahr aber nicht gebannt
worden. Viele Verantwortliche würden sich eine Optimierung der
IT-Unterstützung wünschen, aber dafür müsse es auch ein Budget geben,
warnte der Experte vor übertriebenem Optimismus.

Entscheidend bei BI seien nicht unzählige "hübsche" Reports,
sondern die Durchgängigkeit von der Strategie bis zur Umsetzung und
wieder zurück - "das heißt, eine gemeinsame Sichtweise von
Fachabteilungen, IT und Vorstand", so Harald Epner von SAP
Österreich. Vor allem komme es darauf an, die richtigen Fragen zu
stellen. Mobilfunker, die etwas über die potenzielle
Wechselbereitschaft der Kunden wissen wollten, würden oft daran
scheitern, das an bestimmten Modellen festzumachen.

"Das System muss gleich Alarm schlagen"

Auf die Unterschiede zwischen dem Einsatz von BI-Lösungen für
Reporting, also eher die Abbildung der Vergangenheit, und als
Echtzeit-Tool wies Christian Plaichner von UC4 Software hin. Das
generierte Wissen müsse direkt in der operativen Umsetzung
berücksichtigt und automatisch angewendet werden. "Wenn am Ende der
Woche im Report steht, dass so und so viele Auto-Türen in der
falschen Farbe gestrichen wurden, ist es zu spät. Da muss das System
gleich Alarm schlagen."

Auch Thomas Zimmer von Hewlett-Packard (HP) sieht BI mehr als
Businesstreiber, denn als "Rückblick auf das vergangene Jahr".
Historische Daten könnten beispielsweise dazu eingesetzt werden, um
festzustellen, wann bestimmte Werkzeuge brechen. Dadurch würden sich
Wartungszyklen optimieren lassen. Wichtig für den Erfolg von BI sei
allerdings die Unternehmenskultur: "Das Teilen von Daten bzw.
Informationen mit anderen Abteilungen ist nicht nur eine Frage der
technischen Machbarkeit, sondern auch eine der Abläufe und nicht
zuletzt der Unternehmensorganisation", so Zimmer.

Thema für KMU gerade in Krisenzeiten

Business Intelligence werde auch für Klein- und Mittelbetriebe
(KMU) immer wichtiger, ergänzte Wolfgang Briem von Microsoft
Österreich. Schließlich würden gerade in Krisenzeiten von den Banken
viel mehr Geschäftsdaten verlangt - auch bei kleineren Krediten.
Außerdem könnten durch den Einsatz von BI-Lösungen Daten in die
Prozesse eingebunden und nutzbar gemacht werden.

"Die Tools werden immer einfacher und kostengünstiger. Die alten
Werkzeuge waren viel zu komplex, als dass die Menschen damit arbeiten
konnten. Jetzt kann der Anwender selbst was mit den Daten machen,
ohne dass er einen Programmierer braucht", sagte Oliver Krizek von
Navax Consulting. Betriebe, die gerade erst die
"Karteikarten-Buchhaltung" hinter sich gelassen hätten, würden sich
da aber noch schwer tun.

Die Plattform

Soziale Netzwerke, mobiles Marketing und Software als
Dienstleistung: Die IT-Welt dreht sich immer schneller. Die seit neun
Jahren existierende E-Business-Community (EBC) hat es sich daher zur
Aufgabe gemacht, Wissen über aktuelle Themen aus der Branche zu
vermitteln und Geschäftskontakte zu erleichtern.

Veranstaltet von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen
Content und redaktionelles Outsourcing, bildet die EBC ein
schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business. Monatliche
Veranstaltungen, bei denen sowohl Impulsreferate als auch
Fachvorträge und Podiumsdiskussionen Platz haben, bilden die ideale
Plattform für Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

Die Partner-Unternehmen der E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com
- CELLULAR GmbH www.cellular.at
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- economyaustria http://economyaustria.at
- Hewlett-Packard www.hp.com/at
- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net
- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria
- NAVAX Consulting AG www.navax.at
- NextiraOne www.nextiraone.at
- SAP Österreich GmbH www.sap.at
- Telekom Austria www.telekom.at
- UC4 Software GmbH www.uc4.com
- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at
- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at
- APA-MultiMedia http://multimedia.apa.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
E-Business-Community
Barbara Rauchwarter
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-mail: [email protected]
http://ebc.apa.at

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