- 27.05.2010, 18:21:16
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Ein "lächelnder Heiliger" für die Großstadtmission
Kardinal Schönborn verweist bei der "Missionswoche" auf die Aktualität des Heiligen Philipp Neri - Viele Menschen suchten im Erzbischöflichen Palais das Gespräch mit den Bischöfen
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Wien (OTS) - Wien, 27.05.10 (PEW) Die Aktualität des Heiligen
Philipp Neri (1515-1595) unterstrich Kardinal Christoph Schönborn bei
einer Messfeier in der Andreaskapelle des Erzbischöflichen Palais im
Rahmen der "Missionswoche" der Initiative "Apostelgeschichte 2010".
Philipp Neri, der "lächelnde Heilige" - und der "Lieblingsheilige"
Goethes - habe eine unglaubliche Kreativität entwickelt, was die
Großstadtmission betrifft, sagte Kardinal Schönborn. Auf den Heiligen
gehe die vor allem für Italien typische Einrichtung des "Oratorio"
zurück, wo Jugendlichen nicht nur eine sinnvolle
Freizeitbeschäftigung geboten wird, sondern auch ein Zugang zum
christlichen Glauben.
Philipp Neri habe in einer schwierigen Zeit wesentliche Impulse für
die Seelsorge gesetzt und das korrupte Rom des 16. Jahrhunderts von
innen her reformiert, so der Wiener Erzbischof. Dieser Heilige könne
auch heute den Christen helfen, ein Gespür für das zu entwickeln, was
für die Zeit wichtig ist. Philipp Neri habe viel vorweg genommen, was
heute aktuell sei, etwa die "Straßenmissionen". Kardinal Schönborn
betonte neuerlich - wie zu Pfingsten -, dass man in der Kirche nach
den Problemen der letzten Monate "nicht zur Tagesordnung" übergehen
könne. Es gehe um die "innere Erneuerung" der Kirche, worauf auch die
"äußere Erneuerung" folgen könne. Der Heilige Philipp Neri mit seinem
Humor sei ein Wegweiser für diesen Erneuerungsprozess.
In den Tagen der "Missionswoche" stand Kardinal Schönborn - gemeinsam
mit anderen Vertretern der Diözesanleitung - am Tor des
Erzbischöflichen Palais in der Rotenturmstraße, gab jedem die Hand
und geleitete die Menschen in den Brunnenhof des Palais. Das Publikum
im Erzbischöflichen Palais war "gemischt" - von italienischen und
japanischen Touristen über Jugendliche bis zu Senioren. Viele
Menschen suchten das Gespräch mit Kardinal Schönborn, Weihbischof
Stephan Turnovszky und Generalvikar Msgr. Franz Schuster.
Ein besonderer Anziehungspunkt war die Andreaskapelle mit ihrer für
Wien seltenen Renaissance-Gestaltung. Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der "Missionswoche" hatten "Himmelsbriefe von Gott"
verteilt, in denen u.a. zu lesen war: "Hab keine Angst, denn ich bin
dein Gott. Und ich biete dir meine Freundschaft an.Mit großer
Leidenschaft kämpfe ich um dich "Deine Freiheit ist mir alles wert".
In der von leiser Musik erfüllten Kapelle kamen viele zum "Date mit
Gott". Die "Joy and Worry-Box", in der Zettel mit Freuden und Sorgen
deponiert werden konnten, war bald gefüllt.
Am Donnerstagvormittag tummelten sich hunderte Kinder im Hof des
Erzbischöflichen Palais: Schülerinnen und Schüler des Kindergartens,
der Volksschule und der Kooperativen Mittelschule, die die
Herz-Maria-Schwestern in der Lacknergasse in Wien-Währing führen. Das
Schulzentrum war 1885 von Mutter Franziska Lechner gegründet worden.
(forts mgl)
Rückfragehinweis:
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