Ein "lächelnder Heiliger" für die Großstadtmission

Kardinal Schönborn verweist bei der "Missionswoche" auf die Aktualität des Heiligen Philipp Neri - Viele Menschen suchten im Erzbischöflichen Palais das Gespräch mit den Bischöfen

Wien (OTS) - =

Wien, 27.05.10 (PEW) Die Aktualität des Heiligen
Philipp Neri (1515-1595) unterstrich Kardinal Christoph Schönborn bei einer Messfeier in der Andreaskapelle des Erzbischöflichen Palais im Rahmen der "Missionswoche" der Initiative "Apostelgeschichte 2010". Philipp Neri, der "lächelnde Heilige" - und der "Lieblingsheilige" Goethes - habe eine unglaubliche Kreativität entwickelt, was die Großstadtmission betrifft, sagte Kardinal Schönborn. Auf den Heiligen gehe die vor allem für Italien typische Einrichtung des "Oratorio" zurück, wo Jugendlichen nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten wird, sondern auch ein Zugang zum christlichen Glauben.

Philipp Neri habe in einer schwierigen Zeit wesentliche Impulse für die Seelsorge gesetzt und das korrupte Rom des 16. Jahrhunderts von innen her reformiert, so der Wiener Erzbischof. Dieser Heilige könne auch heute den Christen helfen, ein Gespür für das zu entwickeln, was für die Zeit wichtig ist. Philipp Neri habe viel vorweg genommen, was heute aktuell sei, etwa die "Straßenmissionen". Kardinal Schönborn betonte neuerlich - wie zu Pfingsten -, dass man in der Kirche nach den Problemen der letzten Monate "nicht zur Tagesordnung" übergehen könne. Es gehe um die "innere Erneuerung" der Kirche, worauf auch die "äußere Erneuerung" folgen könne. Der Heilige Philipp Neri mit seinem Humor sei ein Wegweiser für diesen Erneuerungsprozess.

In den Tagen der "Missionswoche" stand Kardinal Schönborn - gemeinsam mit anderen Vertretern der Diözesanleitung - am Tor des Erzbischöflichen Palais in der Rotenturmstraße, gab jedem die Hand und geleitete die Menschen in den Brunnenhof des Palais. Das Publikum im Erzbischöflichen Palais war "gemischt" - von italienischen und japanischen Touristen über Jugendliche bis zu Senioren. Viele Menschen suchten das Gespräch mit Kardinal Schönborn, Weihbischof Stephan Turnovszky und Generalvikar Msgr. Franz Schuster.

Ein besonderer Anziehungspunkt war die Andreaskapelle mit ihrer für Wien seltenen Renaissance-Gestaltung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Missionswoche" hatten "Himmelsbriefe von Gott" verteilt, in denen u.a. zu lesen war: "Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Und ich biete dir meine Freundschaft an.Mit großer Leidenschaft kämpfe ich um dich "Deine Freiheit ist mir alles wert". In der von leiser Musik erfüllten Kapelle kamen viele zum "Date mit Gott". Die "Joy and Worry-Box", in der Zettel mit Freuden und Sorgen deponiert werden konnten, war bald gefüllt.

Am Donnerstagvormittag tummelten sich hunderte Kinder im Hof des Erzbischöflichen Palais: Schülerinnen und Schüler des Kindergartens, der Volksschule und der Kooperativen Mittelschule, die die Herz-Maria-Schwestern in der Lacknergasse in Wien-Währing führen. Das Schulzentrum war 1885 von Mutter Franziska Lechner gegründet worden. (forts mgl)

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