• 27.05.2010, 13:06:21
  • /
  • OTS0202 OTW0202

Beatrix Karl: Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die Zukunftsbereiche einer wissensbasierten Gesellschaft

Wissenschafts- und Forschungsministerin bei Podiumsdiskussion am Management Center Innsbruck

Innsbruck (OTS) - "Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die
Zukunftsbereiche einer wissensbasierten Gesellschaft", so
Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl in ihrer
heutigen Rede am Management Center Innsbruck (MCI). Das
Wissensdreieck Bildung, Forschung und Innovation sei die "Basis für
Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Wachstum. Wissen ist unsere
wichtigste Ressource."

"Wie können wir die vorhandenen Talente und Potentiale frühzeitig
erkennen sowie optimal und nachhaltig fördern? Und wo entstehen die
Arbeitsplätze der Zukunft in Österreich?" Dies seien zwei Kernfragen
für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich. Besondere
Bedeutung komme dabei der Vernetzung zu - regional, national sowie
international. "Wissenspartnerschaft bedeutet Innovation durch
Kooperation", unterstrich die Ministerin.

Beatrix Karl ging weiters auf den "Dialog Hochschulpartnerschaft"
ein, der im November des Vorjahres gestartet wurde. "Der Ausstieg
mancher Dialogpartner ist bedauerlich, der Dialog geht aber natürlich
weiter. Die Arbeit in den fünf Arbeitsforen verläuft sehr
konstruktiv", so die Ministerin. Jüngst wurde ein Zwischenbericht
vorgelegt, mit Ende Juni wird es den Endbericht geben, von dem sich
die Ministerin wichtige Empfehlungen erwartet. Bei der
Bologna-Umsetzung sieht die Ministerin teilweise Verbesserungsbedarf,
sie habe daher im Rahmen der Bologna-Konferenz das Maßnahmenpaket
"Bologna reloaded" vorgelegt, an dessen Umsetzung zügig gearbeitet
wird. "Denn: Bologna kann nur so gut sein wie seine Umsetzung."

Beim Thema Hochschulzugang verwies die Ministerin auf die kürzlich
beschlossenen "Notverordnungen" (Stichwort § 124b), die den
Universitäten Wien, Salzburg und Klagenfurt eine begrenzte
Platzanzahl in Publizistik ermöglichen. "Das kann aber nur eine
kurzfristige Lösung sein", so die Ministerin. Sie habe daher mit dem
Koalitionspartner vereinbart, die Studieneingangsphase neu zu
gestalten, die offen ist für faire und qualitative Aufnahmeverfahren.
Dazu laufen die Gespräche. Ihr gehe es vor allem darum, die Qualität
für Studierende und Lehrende sicherzustellen und weiter auszubauen.

Die Ministerin setzt sich u.a. für eine bessere Studienwahlberatung
ein, denn derzeit beginnen 60 Prozent der Studienbeginner/innen in
nur zehn Prozent der Fächer. "Wir müssen die jungen Menschen besser
über die breite Palette an Studienmöglichkeiten informieren", so ein
zentrales Anliegen der Ministerin. Es zeige sich auch, dass es in den
MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und
Technik) Kapazitäten gebe, daher das Motto: "MINT statt Masse".

Beatrix Karl ging weiters auf die Novelle zum
Fachhochschulstudiengesetz ein. "Ziel ist es, rechtliche
Rahmenbedingungen zu erarbeiten, um veränderten Herausforderungen
gerecht zu werden", so die Ministerin zu den laufenden Gesprächen, in
die sämtliche Betroffene eingebunden sind.

Ein zentrales Anliegen ist der Wissenschaftsministerin der Ausbau von
Kooperation zwischen Universitäten, zwischen Universitäten und
Fachhochschulen sowie zwischen Universitäten und Pädagogischen
Hochschulen. Auch gehe es darum, die Kooperation zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft mit "Wissenspartnerschaften" zu
intensivieren sowie die Innovation als dritte Säule an den
Universitäten (neben Lehre & Forschung) weiter zu stärken.

"Als Wissenschaftsministerin ist mir die Weiterentwicklung des
gesamten Bildungssystems ein großes Anliegen", so Beatrix Karl
weiter. Sie verwies auf die Lehrer/innenbildung NEU, ein gemeinsames
Projekt des Wissenschaftsministeriums mit dem Unterrichtsministerium.
Die Hochschulen seien gewissermaßen die "Abnehmer der Absolventinnen
und Absolventen unserer Schulen". Bei der Bildungsreform müsse man
besonders Qualität und Leistung berücksichtigen. "Ich sehe den
Kindergarten als Bildungsgarten und die Schule als Ort des Wissens
und der Kreativität", sagte Karl. Die Hochschuleinrichtungen seien
"Innovationstreiber", weiters unterstrich die Ministerin die
Bedeutung des Lebenslangen Lernens zur Vertiefung und
Weiterentwicklung.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung 
   Minoritenplatz 5, 1014 Wien 
   Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
   Tel.: +43 1 531 20-9014
   mailto:[email protected]
   www.bmwf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel