ÖAMTC: Lückenschluss der S35 schafft Alternative zum einröhrigen Gleinalmtunnel auf A9 (+GRAFIK)

Höchste Sicherheitsstandards bei neuen Röhren

Wien (OTS) - Am Freitag, 28. Mai 2010, wird der Lückenschluss
der Brucker Schnellstraße (S35) zwischen Bruck an der Mur und Peggau nördlich von Graz vollzogen. 40 Jahre nach Beginn der Bauarbeiten steht den Autofahrern damit endlich eine leistungsfähige Alternative ohne Gegenverkehr zur Pyhrn Autobahn (A9) zur Verfügung.

"Szenen, wie sie sich genau eine Woche zuvor, am 21. Mai, abgespielt haben, gehören damit der Vergangenheit an", freut sich ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke. Eine Kollision von mehreren Pkw hatte eine rund einstündige Sperre des Gleinalmtunnels auf der A9 erforderlich gemacht. In der Folge kam der Verkehr im Dreieck St. Michael - Bruck an der Mur - Deutschfeistritz fast vollständig zum Erliegen.

ÖAMTC arbeitete am Sicherheitskonzept der neuen Tunnel mit

Die neuen Tunnelanlagen sind alle doppelröhrig ausgebaut. Von der Planung bis zu den Notfallübungen war das ÖAMTC-Verkehrsmanagement durchgehend eingebunden. Sowohl der 2,7 km lange Kirchdorftunnel als auch der 1,1 km lange Kaltenbachtunnel zählen zu den modernsten und sichersten Tunnel im Alpenraum. Besonders die vorbildhafte Beleuchtung und die kurzen Fluchtwege schaffen ein gutes Sicherheitsgefühl. Sie werden wie auch alle anderen Tunnel auf der Semmeringroute (S6) und die künftigen Tunnel der Murtal Schnellstraße (S36) in der neuen Tunnelwarte in Bruck an der Mur überwacht. Der ÖAMTC hat laufend die lückenlose Überwachung und auch die tadellose Einsatzbereitschaft der zuständigen Einsatzkräfte von Feuerwehren und Sanitätskräften überprüft und sehr positiv bewertet.

Alternative zum Gleinalmtunnel - weitere Anstrengungen nötig

In den vergangenen Jahren gab es zwar keinen tödlichen Unfall im Gleinalmtunnel, dennoch steht er auf der schwarzen Liste von EuroTap, dem europäischen Tunnelprüfprogramm des ÖAMTC. 8,3 km Gegenverkehr und kein einziger Fluchtweg - das kann leicht zur Katastrophe führen. Sowohl die EU-Tunnelrichtlinie als auch das Österreichische Straßentunnelsicherheitsgesetz fordern Gegenmaßnahmen. Minimalanforderung für mehr Sicherheit der Autofahrer ist der Bau eines durchgehenden Rettungsstollens im Gleinalmtunnel. Der ÖAMTC hat von Verkehrsministerin Bures das Versprechen erhalten, dass trotz Sparzwanges die Tunnelsicherheit nicht auf der Strecke bleiben darf.

Bis der Gleinalmtunnel allen Sicherheitsrichtlinien entspricht, stellt der vollständige Ausbau der S35 eine leistungsfähige Umfahrungsmöglichkeit dar. "Wermutstropfen ist aber, dass es um den Zustand der alten Tunnel auf der S 6 zwischen St. Michael und Bruck an der Mur weniger gut bestellt ist", stellt der ÖAMTC-Experte klar. Sie zählen wie der Gleinalmtunnel zu den Problemtunnel in Europa. Die Sanierung auf der S 6 ist bereits angelaufen, der Massenbergtunnel bei Leoben ist schon fertig , aber die Generalsanierung der übrigen Tunnel bei Niklasdorf, St. Ruprecht und Bruck an der Mur wird noch gut drei Jahre in Anspruch nehmen.

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