"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Kleines Land ganz groß"

Zieht Niessls gnadenlose Verhaiderung bei der Wahl, blüht sie ganz Österreich.

Wien (OTS) - Die Grünen machten gestern todesmutig neuerlich gegen den Grenzeinsatz des Heeres mobil. Mehr als ein Achtungserfolg bei ihren Anhängern ist damit fünf Tage vor der Burgenland-Wahl nicht drin. SP-Landeschef Hans Niessl hat in dieser Streitfrage längst die überwältigende Mehrheit hinter sich geschart. Die Parole, das Burgenland müsse ein "Sicherwohlfühl-Land" bleiben, zieht - auch wenn die landauf, landab patrouillierenden Grundwehrdiener nicht mehr als ein 22 Millionen Euro teures Placebo in Uniform sind.
FPÖ-Chef Strache rückt heute noch einmal ins Südburgenland aus. Die Blauen versuchen im Windschatten von Eberau noch ein paar Stimmen zu lukrieren. Dort, wo Niessl erfolgreich seine Abwehrschlacht gegen Maria Fekters Asyl-Lager geschlagen hat, wächst aber kein Gras mehr. Niessl glaubt, mit beiden gnadenlosen Populismus-Feldzügen seine wackelnde absolute Mehrheit gerettet zu haben. Geht seine Rechnung auf, droht die Verhaiderung der Politik österreichweit wieder aufzuerstehen: Noch mehr an unüberhörbarem, aber unlauterem Populismus - nicht mehr nur aus dem kleinsten Bundesland, sondern bald aus allen Ecken der Republik.

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