Kirche: "Es geht um die Freundschaft mit den Kleinen und den Armen"

Kardinal Schönborn eröffnete bei Pfingstvesper im Stephansdom die große "Missionswoche" der Erzdiözese Wien

Wien (OTS) - Wien, 24.05.10 (PEW) Die große "Missionswoche" in der Erzdiözese Wien ist eine "Einladung zur Freundschaft mit den Freunden Jesu, den Kleinen, den Kindern, den Armen, den ?Sündern?": Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Montagabend bei der feierlichen Pfingstvesper im Wiener Stephansdom, mit der die "Missionswoche" eröffnet wurde. Diese Hinwendung zu den "Freunden Jesu" bedeute eine
"Änderung der Wertvorstellungen". Es gehe darum, in der Begegnung mit Jesus und dessen Freunden so "einfach" zu werden wie es die Apostel als "einfache Leute" waren. "Österreich braucht das", unterstrich der Wiener Erzbischof den gesellschaftspolitischen Aspekt der "Missionswoche", die einen Höhepunkt der Initiative "Apostelgeschichte 2010" darstellt.

In Österreich sei zwar die Meinung selbstverständlich, dass es "etwas Höheres geben muss". Aber zugleich gebe es eine große Scheu, den Namen Jesu zu nennen, obwohl es in einem traditionell christlichen Land wie Österreich so viele Hinweise auf ihn gebe, angefangen vom Stephansdom und vielen anderen Gotteshäusern. Möglicherweise liege das Motiv für diese Scheu darin, dass Jesus "jemand Konkreter" ist, "mit einem Gesicht, einem Namen, jemand, der gelebt, gesprochen und zur Freundschaft mit ihm eingeladen hat". Wer heute die Freundschaft mit Jesus wolle, müsse zuerst ein "Freund der Freunde Jesu" sein.

Im Rahmen der großen "Missionswoche" gibt es in vielen der 660 Pfarrgemeinden der Erzdiözese Wien, in kirchlichen Gemeinschaften und Einrichtungen besondere Initiativen. Wie das ganze Projekt "Apostelgeschichte 2010" steht auch die "Missionswoche" unter einem Motto aus der Apostelgeschichte des Neuen Testaments: "Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben". Die "Missionswoche" ist nicht zentral organisiert; die Pfarrgemeinden und kirchlichen Gemeinschaften sind eingeladen, Missionsprojekte zu verwirklichen, die auf ihre jeweilige Situation zugeschnitten sind. Bei allen Projekten geht es um das Gespräch mit den Menschen "face to face" - auf Augenhöhe und in Herzensnähe. (forts)

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