- 21.05.2010, 12:55:38
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FPÖ-Walter Rosenkranz: FPÖ einzig glaubwürdiger NMS-Gegner
Sinkende Ausbildungsniveaus und Verschärfung sozialer Ungleichheit abzusehen
Wien (OTS) - Zu den jüngsten Flügelkämpfen in der ÖVP um eine
bildungspolitische Linie ist FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz
skeptisch: "Auch wenn Ministerin Karl derzeit von ihren
Parteifreunden gescholten wird, so ist trotzdem sie es, die im Herbst
das neue Bildungskonzept der ÖVP vorlegen soll." Die Parteilinie der
ÖVP scheint also noch längst nicht festgelegt. "Die FPÖ ist und
bleibt weiterhin die einzige ernst zu nehmende Partei, die sich klar
gegen die Gesamtschule ausspricht."
Bestätigt fühlt sich Rosenkranz durch unzählige internationale
Studien und Vergleiche: "Alle, diejenigen, die der Neuen Mittelschule
das Wort reden, vergessen gerne, dass in Österreich die Bedingungen
nicht die gleichen sind, wie in den skandinavischen
Gesamtschul-Musterländern Finnland oder Schweden: Schulgrößen von
durchschnittlich 120 Schülern bzw. 18 Schülern pro Klasse, einem
Migrantenanteil von 1,2 (!) Prozent und harte Auswahlverfahren für
die Lehramtskandidaten." Auch die Ergebnisse von weniger für ihre
Gesamtschulen bekannten Ländern, etwa Mexiko und Brasilien, regten
nicht gerade zur Nachahmung an. "Und bei der so gern zitierten
PISA-Studie schneiden zum Beispiel die deutschen Gymnasien besser ab,
als die Gesamtschulen." Wie sollten auch individuelle Begabungen
gefördert werden, ohne dass eine interne Unterscheidung getroffen
wird? "Das Ausbildungsniveau wird an Gesamtschulen daher zwangsläufig
sinken." Eine Verbesserung des Schulsystems wäre andererseits bereits
durch die konsequente Schaffung kleinerer Klassen, einen
verpflichtenden Deutschunterricht vor dem Eintritt in die Regelschule
oder einfach auch eine bessere finanzielle Ausstattung der
Hauptschulen zu erzielen. "Der insgesamt miserable Ruf der
Hauptschulen geht auf die Kappe der sozialistischen Wiener
Bildungspolitik."
Befürworter der NMS würden sich vor allem dort aufhalten, wo es
bereits viele Versuchsschulen gebe. Eine flächendeckende Einführung
der Neuen Mittelschul-Gesamtschule wäre aber unfinanzierbar, habe
doch die Erfahrung aus anderen Ländern schon gezeigt, dass das
Gesamtschul-Modell das teurere und weniger effiziente sei. "Nach
einer Konsolidierung der NMS auf einem niedrigem Ausbildungsniveau
sage ich daher einen Ansturm derer, die es sich leisten können, auf
teure private Gymnasien voraus", bestreitet Rosenkranz auch den
angeblichen Effekt der NMS, soziale Ungleichheit zu verringern. "Es
ist schon paradox, dass ausgerechnet die Linken den Andrang auf teure
Privatschulen für Besserverdienende auch noch schüren. Weniger
begüterte Eltern müssen sich hingegen noch das letzte vom Mund
absparen, um ihren Kindern eine gute Bildung bieten zu können." Daran
könne man sehen, dass linke Einheitsbrei-Utopisten das Gegenteil
dessen bewirkten, was sie eigentlich zu wollen vorgeben, meint
Rosenkranz, und verweist in diesem Zusammenhang auch noch darauf,
dass gerade Politiker aus dieser Ecke ihre Kinder bevorzugt in teure
Privatschulen schicken würden.
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