• 20.05.2010, 13:09:04
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FORMAT: BayernLB wusste vor dem Kauf über die Probleme der Hypo Group

Geheimer Due Dilligence-Report aus Mai 2007 warnte vor einem Einstieg

Wien (OTS) - Die Bayerische Landesbank (BayernLB) kannte vor dem
Erwerb der Hypo Group Alpe-Adria (HGAA) alle Missstände in der Bank.
Ein streng vertraulicher Due-Dilligence-Report aus dem Mai 2007 hatte
die BayernLB vor dem Einstieg gewarnt. Dies berichtet das
Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Konkret waren Mitarbeiter der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Dorda
Brugger Jordis zwischen 10. und 19. April sowie vom 2. bis 11. Mai
2007 im Datenraum der HGAA. Ihr "Bericht über die
Due-Dilligence-Prüfung von Dokumenten zu einzelnen Gesellschaften der
Hypo Group Alpe-Adria für die Bayerische Landesbank" fasste alle
Gefahrenquellen detailliert zusammen. Das juristische Expertenpapier,
das FORMAT exklusiv vorliegt, kommt auf rund 220 Seiten zu einen
haarsträubenden Befund: "Die bankaufsichtlichen Prüfungsberichte 2005
und 2006 enthalten eine Vielzahl von Beanstandungen." Das Fazit der
Advokaten laut FORMAT: Hände weg von der Skandalbank.

Die Mängelliste der Advokaten ist laut FORMAT sehr lang. Die
mangelhafte "Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierungen"
und "problematischen Kreditengagements" wurde genauso kritisiert, wie
Projekte, die nun die Soko Hypo des Innenministeriums beschäftigen.
So heißt es etwa zum Skandalprojekt Rezidencija Skiper im Report:
"Das Projekt hatte ein bewilligtes Finanzierungsvolumen von rund 150
Millionen Euro. 30 bis 40 Millionen Euro des Gesamtobligos wurden
nicht widmungsgemäß verwendet."

Der brisante Due-Dilligence-Report wurde Vorstand und Verwaltungsrat
der BayernLB vorgelegt. Auf die Kaufentscheidung hatten die brisanten
Inhalte keinen Einfluss. Das Geheimpapier verschwand laut FORMAT in
der Schublade.

www.format.at

Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126

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