ÖAMTC beobachtet Änderung der Spritpreispolitik durch Mineralölkonzerne

Pfingstreisewochenende wirft heuer möglicherweise längere Schatten voraus

Wien (OTS) - Bei den steten Auf- und Ab-Bewegungen der Spritpreise ist eine Veränderung zu beobachten. Bisher sind die Preise mit dem Herannahen des Wochenendes gestiegen und nach dem Wochenende wieder gefallen. Über das vergangene Wochenende blieben die Preise an den Tankstellen erstmals seit langem weitestgehend konstant. "Zu früh gefreut", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober. Zum einen wurden die Preise trotz niedriger Rohöl- und Spotmarktpreise nicht entsprechend gesenkt. Zum anderen haben die Preise - und das ist neu - bereits mit heutigem Dienstag angezogen. Der Preis pro Liter Diesel ist von gestern auf heute um durchschnittlich 1,2 Cent gestiegen, beim Superbenzin sogar um 1,3 Cent pro Liter. Das Pfingstwochenende wirft seine Schatten voraus.

"Bisher erfolgten die Preissteigerungen üblicherweise an Donnerstagen und Freitagen", erklärt der ÖAMTC-Experte. "Offensichtlich haben die Mineralölkonzerne ihre Strategie geändert." Das neue Preisverwirrspiel könnte mit der Ankündigung des Wirtschaftsministers zu einer Spritpreisrunde zusammenhängen. Nach dem Motto: Wöchentliche Regelmäßigkeiten bei den Preissteigerungen sind rein zufällig und werden nicht gesteuert. "Der ÖAMTC wird die Preisentwicklung an den Tankstellen jedenfalls genau beobachten und herausfinden, ob es sich um ein Ablenkmanöver handelt", erklärt der ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte.

Dass die Spritpreise auch weiterhin die Autofahrer belasten werden, zeigt die heute veröffentlichte April-Inflationsrate. Mineralölprodukte entpuppten sich erneut als wahre Preistreiber. Die Preise an den Zapfsäulen stiegen im Jahresvergleich um 22 Prozent. Die Mehrbelastung für die Kraftfahrer ist dadurch enorm. "Mit Sicherheit aber bleibt Tanken am Abend aufgrund der Spritpreisverordnung günstiger. Daran sollten sich alle Lenker orientieren und außerdem Preisvergleiche anstellen", empfiehlt der ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte abschließend.

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