IMMOBILIEN.NET-Studie: In Salzburg ist der Traum vom Haus ist ausgeträumt

Nachfrage nach Häusern auf historischem Tief - Mietwohnung löst Eigentumswohnung als beliebteste Wohnform in Salzburg ab

Salzburg (OTS) - Die Auswirkungen der Krise auf den
Immobilienmarkt sind in den letzten Monaten deutlich geworden. Die gute Nachricht: Eine Immobilienkrise in Österreich gab es nicht. Die Nachfrage hat sich aber deutlich verschoben.

Mietwohnungen boomen

Während in Salzburg im Jahr 2008 Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Häuser im Eigentum noch Kopf an Kopf zwischen 25 und 30 % der Nachfrage lagen, hat sich das Bild nun dramatisch verändert. Die Nachfrage nach Häusern fiel von knapp 25 % Anfang 2009 auf 17 % im ersten Quartal 2010. Im Gegenzug stieg die Nachfrage nach Mietwohnungen massiv an: von knapp unter 30 % auf aktuell 42 %.

"Wir erleben derzeit eine Flucht in die Miete. Die Nachfrage nach Häusern geht zurück, obwohl Kredite jetzt günstiger sind. Der Traum vom Haus ist ausgeträumt. Mietwohnungen boomen dagegen in Salzburg", erklärt, IMMOBILIEN.NET Geschäftsführer, Alexander Ertler die Ergebnisse der aktuellen Studie.

Stabil ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen, die um die 30 % Marke pendelt. "Eigentum ist für viele Menschen in der Krise der sichere Hafen. Das drückt sich auch in der Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Salzburg aus. Wer es sich leisten kann, setzt aufs Grundbuch statt Sparbuch", so Ertler.

Stadt statt Land

Die Mozartstadt und Flachgau gelten als die beliebtesten Wohnregionen unter Immobiliensuchenden in Salzburg. Die Nachfrage im Flachgau stieg im ersten Quartal 2010 um weitere 2 %. Die verstärkte Nachfrage nach Wohnimmobilien in Salzburg und Salzburg-Umgebung geht zu Lasten ländlicher Regionen. "Der Trend Stadt statt Land wurde durch die Krise deutlich verstärkt und setzt sich auch 2010 fort. Die Nachfrage nach Wohnraum in Salzburg konzentriert sich auf die Landeshauptstadt und das unmittelbare Umland", erklärt Ertler. Pongau und Lungau haben in der Gunst der Immobiliensuchenden dagegen verloren.

Wohnungen in Salzburg teurer

Aufgrund der hohen Nachfrage in Salzburg-Stadt sind die Wohnungspreise sowohl bei Miete als auch bei Eigentum im Jahresvergleich deutlich gestiegen. In der Stadt Salzburg legten die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2010 im Vergleich zu 2009 weiter auf 2.586 Euro/m2 zu. Ebenfalls gestiegen sind die Preise im Flachgau - seit 2008 um 15 % auf 2.260 Euro/m2 im ersten Quartal 2010.

Die starke Nachfrage nach Mietwohnungen lies entsprechend auch die Preise in der Landeshauptstadt steigen. Laut Studie von www.immobilien.net verzeichnete Salzburg Stadt im Vergleich der österreichischen Landeshauptstädte mit +9 % die größte Steigerung im Vergleich seit 2008. Mit im Schnitt 9,7 Euro/m2 ist Salzburg Stadt damit hinter Innsbruck die zweitteuerste Stadt Österreichs. Dazu kommt: Die Nachfrage nach kleinen Mietwohnungen bis 80 m2 übersteigt das Angebot deutlich. Daher ist in diesem Segment auch weiterhin mit hohen Preisen zu rechnen.

Hauspreise noch nicht unter Druck

Trotz des Nachfrageeinbruchs sind die Hauspreise in Salzburg nicht unter Druck. Salzburg reiht sich mit im Schnitt 2.496 Euro/m2 auf Platz drei hinter Wien und Tirol, was den Hauskauf betrifft. Gesamt sind die Preise für Häuser im Eigentum in Salzburg im Jahresvergleich leicht um ein Prozent gestiegen. Am teuersten ist der Hauskauf in der Landeshauptstadt mit 2.992 Euro/m2 im ersten Quartal 2010, am günstigsten im Lungau mit 1.424 Euro/m2.

Die Datenbasis

IMMOBILIEN.NET veröffentlicht als größte heimische Immobilienplattform in regelmäßigen Abständen Analysen zum Immobilienmarkt. Aufgrund der hohen Datenbasis tragen diese Erhebungen maßgeblich zur Erhöhung der Markttransparenz bei. Den oben genannten Angaben lagen insgesamt rund 400.000 Suchabfragen sowie 3.559 Eigentumswohnungen, 1.531 Mietwohnungen, 2.070 Häuser und 506 Grundstücke in Salzburg zu Grunde, die 2009 und im ersten Quartal 2010 über professionelle Immobilienanbieter auf www.immobilien.net und www.salzburger-immo.at angeboten wurden. In die Ermittlung des Medians flossen gebrauchte Immobilien exkl. Erstbezug und Neubau ein. Um ein noch aussagekräftigeres Ergebnis zu erhalten, wurde in einigen Fällen eine Differenzierung nach Zustand vorgenommen.

Grafiken und Preistabellen finden Sie unter www.immobilien.net/presse!

Rückfragen & Kontakt:

IMMOBILIEN.NET, Mag. Martin Miesler
Tel.: 01-586 58 28-214
eMail: mi@immobilien.net

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ERE0001