Erstmals über 2 Millionen Facebook-Nutzer in Österreich - Soziale Netzwerke bieten neue Chancen zum Wechsel in die Selbständigkeit

Deutscher Bestseller-Autor Holm Friebe beschreibt die neue Arbeitswelt - Beratergruppe Neuwaldegg erwartet Verdoppelung der Ein-Personen-Unternehmen in Österreich

Wien (OTS) - Die Zahl der Nutzer von digitalen
Internet-Plattformen in Österreich steigt rasant. Facebook hat im Vormonat April zum ersten Mal über 2 Millionen aktive österreichische Benutzer registriert - exakt 2,004.020. Damit hat sich die Zahl der heimischen Facebook-User in weniger als einem Jahr mehr als verdoppelt. Weltweit haben sich bereits über 400 Millionen Menschen bei Facebook registriert.

Die Beratergruppe Neuwaldegg hat am Dienstag erstmals in Österreich unter reger Beteiligung eine Pressekonferenz auf Facebook abgehalten - gemeinsam mit dem deutschen Bestseller-Autor und bekannten Blogger Holm Friebe. In seinen Büchern "Wir nennen es Arbeit" und "Marke Eigenbau. Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion" beschreibt Friebe, wie eine neue gesellschaftliche Klasse dank Internet und der aufstrebenden sozialen Netzwerke in die berufliche Selbständigkeit wechselt und dem Traum von selbstbestimmtem Leben und Arbeiten immer näher kommt.

Gerhard Hochreiter, geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg rechnet damit, dass sich durch diesen Trend die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen in Österreich in den nächsten zehn Jahren etwa verdoppeln wird. Aktuell gibt es in Österreich rund 226.000 Ein-Personen-Unternehmen, das sind knapp 4 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. (Stand Dez. 2009)

"Früher musste man Künstler, Literat oder äußerst bescheiden sein, um anders zu leben als die Mehrheit der Bevölkerung, die Arbeiter und Angestellten. Mit Hilfe des Internet können immer mehr Leute von ihren Ideen und Talenten leben", so Holm Friebe. In Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit und unsicherer Jobs stellt die Selbständigkeit laut Friebe immer öfter "eine Alternative zum Streben nach Festanstellung dar. Das Internet lässt sich dabei zugleich für Produktion, Kommunikation und Vertrieb nützen. Statt bisher einigen wenigen Kreativen und Internet-Technikern erreichen nun auch Modedesigner, Übersetzer oder selbst eremitische Imker auf einmal Millionen potenzielle Kunden."

Immer mehr Leute, die bereits im Erwerbsleben stehen, nützen die sozialen Netzwerke schon heute zur Anbahnung von Kontakten und Geschäftsbeziehungen. Die großen Umwälzungen erwartet Neuwaldegg-Berater Gerhard Hochreiter aber in den nächsten Jahren, wenn jene Generation ins Arbeitsleben eintritt, die die digitalen Netzwerke nicht nur zur Kontaktanbahnung nutzen, sondern Beziehungen auch im Internet lebt.

Einer aktuellen Deloitte-Umfrage zufolge nutzen bereits neun von zehn Teenagern - konkret 88 Prozent - täglich soziale Netzwerke, 51 Prozent von ihnen um anderen zu helfen und 29 Prozent um Bewusstsein für diverse Anliegen zu schaffen. Diese "Digital Natives" lernen bereits in jungen Jahren, virtuelle soziale Kontakte zu knüpfen, verbindlich zu pflegen und zu nützen.

Durch die Selbständigkeit gewinnt die neue Klasse der "Digitalen Boheme" den Freiraum, ihr Arbeitsumfeld und ihre Arbeitszeit selbst zu gestalten, sich keinen Strukturen und Hierachien unterordnen zu müssen und das zu tun, was ihr Spaß macht. "Dennoch wird der Verzicht auf einen fixen Arbeitsvertrag auch in Zukunft eine Toleranz für Unsicherheit, einen ausgeprägten Innovationsgeist sowie einen extrem hohen Eigenantrieb erfordern und damit sicherlich nicht für alle ein Zukunftsmodell sein", so Neuwaldegg-Berater Gerhard Hochreiter.

Hochreiter erwartet, dass sich deshalb die unterschiedlichen Arbeitsformen in den nächsten zehn Jahren zunehmend angleichen werden: "Die heutigen Ein-Personen-Unternehmen werden verstärkt in losen Netzwerken zusammenarbeiten, große Organisationen werden sich noch stärker dezentralisieren und den Individualismus und Freiraum ihrer Leute stärker fördern müssen."

Zahlen und Fakten: Facebook-Nutzerzahlen in Österreich - Stand April 2010: Nov. 2009: 1,293.540 Dez. 2009: 1,433.360 Jän. 2010: 1,649.140 Feb. 2010: 1,702.420 Mär. 2010: 1,939.720 Apr. 2010: 2,004.020 (Quelle: Facebook/Beratergruppe Neuwaldegg) Ein-Personen-Unternehmen* in Österreich - Stand Dez. 2009 Burgenland 7.804 Kärnten 13.573 Niederösterreich 44.313 Oberösterreich 34.523 Salzburg 14.528 Steiermark 30.098 Tirol 17.483 Vorarlberg 8.817 Wien 54.453 ------------------------- Österreich 225.592 * EinzelunternehmerInnen und GmbH ohne unselbständig Beschäftigte (Quelle: WKÖ/Beratergruppe Neuwaldegg)

Über Holm Friebe

Holm Friebe, Jahrgang 1972, Diplom-Volkswirt, ist Geschäftsführer des virtuellen Think-Tanks "Zentrale Intelligenz Agentur" und des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Weblogs Riesenmaschine.de. Er unterrichtet Trendforschung an der Hochschule für Gestaltung in Zürich und schreibt eine monatliche Trendkolumne für die Berliner Zeitung.

Über die Beratergruppe Neuwaldegg

Die 1980 gegründete Beratergruppe Neuwaldegg gilt mit ihren derzeit 13 BeraterInnen und 30 eng angeknüpften NetzwerkpartnerInnen als Marktführer im Bereich der integrierten Unternehmensentwicklung. Als eine der größten Beratungsfirmen in österreichischer Hand verknüpft die Beratergruppe Neuwaldegg betriebswirtschaftliches Know-how und soziale Kompetenz. Die Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen: Top-Management Beratung, Strategie- und Strukturentwicklung, Unternehmenskultur, Teamentwicklung, Personalentwicklung, Weiterbildung (insbesondere Beraterausbildung) und Coaching. Zu den Kunden zählen nationale und internationale Top-Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugindustrie, Logistik, Telekommunikation, Energiewirtschaft, Chemie, Banken und Versicherungen, Handel sowie aus dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich.

(A V I S O - Die vollständige Dokumentation sowie Fotos des digitalen Pressegesprächs finden Sie ab ca. 13 Uhr auf der Internetseite http://www.neuwaldegg.at.)

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Nicole Rimser
Beratergruppe Neuwaldegg
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