- 17.05.2010, 14:08:59
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Kardinal Schönborn wertet Pfarrgemeinderats-Kongress in Mariazell überaus positiv
Dankbarkeit für ein "Gespräch auf Augenhöhe" - Kein "Sonderweg der katholischen Kirche in Österreich"
Wien (OTS) - Wien, 17.05.10 (PEW) Die österreichischen Bischöfe
sind dankbar, dass sie mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des
Pfarrgemeinderats-Kongresses in Mariazell ein "Gespräch auf
Augenhöhe" führen konnten. Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn
am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Probleme und "heiße
Eisen" seien in Mariazell genauso zur Sprache gebracht worden wie
"Erfahrungen der Befreiung von belastender Routine und des Muts zu
einer neuen Kreativität in der Verkündigung des Evangeliums". Der
Dialog mit den Pfarrgemeinderäten gehe weiter. Der Vorsitzende der
Österreichischen Bischofskonferenz machte aber auch deutlich, dass es
keinen "Sonderweg der katholischen Kirche in Österreich" geben kann.
Die Spannung zwischen Universalität und Ortskirchlichkeit müsse
bewältigt werden: So viel Einheit wie notwendig, so viel Vielfalt wie
möglich. Es sei legitim, auf ortskirchlicher Ebene über die Probleme
zu reden und sich auch mit anderen Ortskirchen auszutauschen.
Kardinal Schönborn plädierte dafür,. "gängige Argumente" kritisch
"gegen zu lesen". Komplexe Themen - wie die Zulassungsbedingungen zu
kirchlichen Ämtern - müssten auch komplex betrachtet werden. Gerade
im Hinblick auf die Ämterfrage sei es notwendig, sich auf die
"gemeinsame Berufung aller Getauften" zu besinnen: "Wenn wir das
nicht begreifen, haben wir das Zweite Vatikanische Konzil nicht
begriffen".
Auf die Frage nach der Haltung der anderen Bischöfe zu den Vorstößen
des Eisenstädter Bischofs Paul Iby sagte Kardinal Schönborn, die
Bischöfe seien in Mariazell intensiv im Gespräch gewesen. Wörtlich
meinte der Wiener Erzbischof: "Die Sorgen von Bischof Iby um die
Gemeinden, um Ehe- und Beziehungsfragen usw. sind unser aller Sorgen,
auch wenn es Unterschiede in den Lösungsansätzen gibt". Er sei
jedenfalls froh, in einer Kirche zu sein, "in der es Rede- und
Meinungsfreiheit gibt", betonte Kardinal Schönborn. (forts)
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