• 14.05.2010, 12:17:14
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Penz: "Rote Karte" für künstlich geschürte Neiddebatte

80% stufen Leistungen der Landwirtschaft als förderungswürdig ein

St. Pölten (OTS) - Neun von zehn Österreicherinnen und
Österreichern schätzen laut einer aktuellen Eurobarometer-Erhebung
die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern als wichtig oder gar sehr
wichtig für unsere Zukunft ein. Gleichzeitig sehen beachtliche 80%
der Bevölkerung die Zuschüsse für die heimische Landwirtschaft als
angemessen und gerechtfertigt an. Und das zu Recht, wie NÖ
Bauernbunddirektor Hans Penz meint: "Die öffentliche Meinung
bestätigt uns, dass die (von Arbeiterkammer und SPÖ) parteipolitisch
und künstlich geschürten Neiddebatten auf Kosten der Bäuerinnen und
Bauern sowie ein ständig genährter Mythos der hohen
landwirtschaftlichen Förderungen als völlig überholt anzusehen sind."

Als "Heuchelei" bezeichnet der NÖ Bauernbunddirektor auch die
ständige Kritik am Agrarsektor, dass dieser den Großteil des
EU-Haushalts beanspruche. Dabei werde geflissentlich übersehen, so
Penz, dass überhaupt nur die Bereiche Landwirtschaft und Regionales
vergemeinschaftet sind. "Das bedeutet aber in der ehrlichen Rechnung,
dass nur jeweils 1% der kumulierten Gesamtbudgets der EU-Staaten für
die Landwirtschaft ausgegeben werden", betont der NÖ
Bauernbunddirektor. Die Landwirtschaft in Europa leiste viel und
koste wenig.

Der Bauernbunddirektor verweist in diesem Zusammenhang auch auf
die Förderausgaben des Bundes, die kürzlich in der Studie
"Konsolidierung der öffentlichen Haushalte Österreichs" des WIFO
aufgelistet worden sind. In Summe werden hier rund EUR 15,8 Mrd. an
Bundesmitteln ausbezahlt, wobei nur 4,6% oder EUR 700 Mio. auf die
Land- und Forstwirtschaft entfallen. Im Vergleich dazu werden etwa
die allgemeine Wirtschaft und der Arbeitsmarkt mit 10,5% und auch die
ÖBB mit 11,8% der Fördermittel und folglich mit weit mehr als doppelt
so hohen Beträgen unterstützt.

Zudem erbringen die Landwirte wesentliche Leistungen für die
Allgemeinheit. "Jeder Euro, der an unsere Bauern geht, ist verdient,
weil die Leistung stimmt. Unsere Landwirte sorgen für eine gepflegte
Landschaft, für hochwertige Lebensmittel, sauberes Wasser, für
Energie aus der Natur und für Arbeitsplätze im ländlichen Raum",
erklärt Penz. Das sehen auch 81% der Österreicherinnen und
Österreicher so, für die laut einer OGM-Umfrage der Begriff "vom
österreichischen Bauern" den größten Vertrauensvorschuss besitzt.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Mag. Michael Kostiha
   NÖ Bauernbund
   Ferstlergasse 4
   3100 St. Pölten
   Tel. 02742/9020 DW 233
   [email protected]

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