Innovation braucht Chancengleichheit

Verleihung Gender Award IV2Splus/TAKE OFF vom 10. Mai 2010

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) vergibt erstmals den Gender Award an Projekte aus den Förderungsprogrammen "Intelligente Verkehrssysteme und Services plus" (IV2Splus) und TAKE OFF mit dem Ziel, die teilweise noch geringe Beteiligung von Wissenschafterinnen in den Forschungs- und Technologieprogrammen kontinuierlich zu steigern. Durch die Vorbildwirkung der prämierten Projekte soll zudem die Bedeutung von Chancengleichheit und Gender-Aspekten in Forschung und Entwicklung (F&E) unterstrichen werden.

"Ich freue mich, dass dem BMVIT mit dem Gender Award IV2Splus/TAKE OFF in mehrfacher Hinsicht ein sehr erfolgreicher Pilotversuch, das Thema Gender in die Programme des BMVIT zu integrieren, gelungen ist. Gerade in einem so männlich dominierten Bereich, wie dem Verkehrs-und Luftfahrtsektor ist eine derartige Auszeichnung ein wichtiges Instrument zur Sensibilisierung der relevanten Akteurinnen und Akteure im Feld", so DI Martin Russ, Kabinett Bundesministerin Bures.

Menschen, die Versorgungsarbeit leisten (für sich und andere Personen, wie Kinder und ältere Menschen), haben andere Mobilitätsbedürfnisse als Menschen, die sich zur Arbeitsstätte begeben und wieder zurück. Die Entwicklung spezifischer Lösungsansätze steckt bisher allerdings noch in den Kinderschuhen. Damit es hier in Zukunft nicht zu Fehlentwicklungen und -investitionen kommt, hat das BMVIT als eine Maßnahme von mehreren, den Gender Award IV2Splus/TAKE OFF ausgeschrieben.

Für die erstmaligen Vergabe des Gender Award IV2Splus/TAKE OFF haben sich zwölf positiv bewertete Projektantragstellerinnen und -antragssteller beworben. Es konnten acht Projekte (eines davon zweifach) und eine Studie ausgezeichnet werden. Insgesamt wurden 85.000 Euro an Prämien vergeben (je Projekt 10.000 Euro je Studie 5.000 Eurol).

Zu den PreisträgerInnen des Gender Award IV2Splus/TAKE OFF gehören die Konsortien:

- BRIMATECH Services GmbH, AIT Austrian Institute of Technology -Mobility & Energy / Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal Ges.m.b.H., Netwiss GesmbH, one's own gmbH mit der Studie "Empfehlungen zur Einbindung von und zentraler Zugang zu Probandinnen und Probanden in Projekte der Mobilität der Zukunft", Projektname:
ways2data

- Salzburg Research Forschungsgesellschaft, TraffiCon - Traffic Consultants GmbH, WalkSpaceMobilität DI D. Schwab, FACTUM Chaloupka & Risser OHG mit einem Projekt, das darauf abzielt das Informationsdefizit von FußgängerInnen durch neuartige Navigationstechnologien effektiv und nachhaltig zu schließen, Projektname: ways2navigate

  • Wirtschaftsuniversität Wien - Institut für Transportwirtschaft und Logistik, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, LINZ LINIEN GmbH für öffentlichen Personennahverkehr, TSB Transdanubia Nikolai Ges.m.b.H, Blickkontakt, Universität für Bodenkultur - Institut für Verkehrswesen, Technische Universität Wien
  • Institut für Managementwissenschaften, ÖBB Personenverkehr Aktiengesellschaft, Vereinigung sehbehinderter und hörbehinderter Menschen, Österreichisches Hilfswerk für Taubblinde und hochgradig Hör- und Sehbehinderte, GRAZ AG Stadtwerke für kommunale Dienste mit dem Projekt "Mobilität seh- und hörschwacher Menschen im öffentlichen Personenverkehr", Projektname: MoViH

- JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Austro Control - Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt mit beschränkter Haftung, MeteoServe Wetterdienst GmbH mit dem Projekt "3D basierte Digitale Bildverarbeitung für Meteorologie-Services im Air Traffic Management", Projektname: DIBMETSAT-3D

- Paris Lodron Universität Salzburg - Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS), AviBit data processing GmbH, Salzburger Flughafen GmbH, Österreichische Akademie der Wissenschaften GIScience, Technische Universität Wien - Institut für Geodäsie und Geophysik -Forschungsgruppe Ingenieurgeodäsie mit dem Projekt SESAAM, das zum Ziel hat, alle Bewegungen am Flughafen so zu erfassen, dass dadurch die Effizienz am Flughafen gesteigert werden kann und Verspätungen reduziert werden.

- FH Oberösterreich Forschungs- & Entwicklungs GmbH, RISC Software GmbH, Industrielogistik Linz GmbH, Logistik Service GmbH mit dem Projekt "Integrierte Waggonversandplanung und -steuerung", Projektname: iWAVE+

- FACTUM Chaloupka & Risser OHG, Makam Market Research GmbH mit dem Projekt "nahmobil - Nahversorgung&Mobilität: Innovative Nahversorgungskonzepte im ländlichen Raum aus Genderperspektive" sowie

- FACTUM Chaloupka & Risser OHG, Research & Data Competence OG, Forschungsgesellschaft Mobilität - Austrian Mobility Research FGM-AMOR Gemeinnützige GmbH mit dem Projekt "Fem-el-bike Chancen des E-Fahrrades als umwelt-freundliche Alternative im Alltag von Frauen".

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Christine Feiner-Laner
FEMtech kompetenzzentrum
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