Neue Studie: Wachstumsmotor Breitband braucht in Ost- und Südosteuropa gemeinsame Anstrengung

Wien (OTS) - Kluft beim Zugang zu Breitband-Internet wird zwischen Ost- und Südosteuropa und Westeuropa größer - Es bedarf verstärkter Anstrengungen, um der Region zu helfen, die digitale Kluft, wie von der EU Agenda 2020 vorgesehen, zu schließen - Neue Studie zum Thema von Frontier Economics präsentiert - Die Telekom Austria Group stellt einen lösungsorientierten Maßnahmenkatalog vor

Die von Frontier Economics (UK) erstellte Studie "Auswirkungen von Breitband in Ost- und Südosteuropa" ergab bei der Durchdringungsrate von fixem und mobilem Breitband beachtliche Differenzen im ost- und südosteuropäischen Raum im Vergleich zu Westeuropa. Aus der Arbeit gehen durchschnittliches Einkommensniveau, Ausstattung mit Hardware und Netzabdeckung als jene Parameter hervor, die die Breitbanddurchdringung wesentlich beeinflussen. Die Studie von Frontier Economics kommt zu dem Schluss, dass sich - selbst bei einer konservativen Schätzung - der gesamte volkswirtschaftliche Nutzen durch Breitband alleine in den Ländern, in denen die Telekom Austria Group in Ost- und Südosteuropa tätig ist, in den kommenden zehn Jahren auf 9,2 Mrd. Euro belaufen würde.

Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, kommentierte die Studie bei einer Pressekonferenz in Brüssel:
"Digitale Technologien, allen voran Breitband als die Basisinfrastruktur, sind die zentralen Treiber, die dem europäischen Transformationsprozess zu Grunde liegen. Deswegen unterstützt die Telekom Austria Group die Vision für die digitale Zukunft Europas, die in der Strategie 2020 formuliert ist und die die Breitbandversorgung aller EU-Bürger bis 2013 als eines der Hauptziele nennt. Ich teile diese Vision, da sie der richtige Weg ist, um die Position Europas als global wettbewerbsfähige Innovationswirtschaft langfristig zu stärken."

Die Expertise der Telekom Austria Group in Ost- und Südosteuropa spiegelt sich sowohl im tiefen Verständnis für die Chancen und Herausforderungen der Region wider, als auch in der unterschiedlichen Marktposition, die das Unternehmen in den einzelnen Ländern einnimmt:
Im Gegensatz zur Marktführerschaft der Unternehmen der Telekom Austria Group in Österreich und Bulgarien liegen die Konzerngesellschaften in Slowenien, Kroatien und Weißrussland an der zweiten Stelle und sind in den Republiken Serbien und Mazedonien als Greenfield-Unternehmen relativ neu am Markt. Ziel der Telekom Austria Group ist es, allen Kunden in der Region Breitbandservices anzubieten. Aus diesem Grund hat die Telekom Austria Group bis dato mehr als 4,15 Mrd. Euro in ihre Telekommunikationsaktivitäten in Ost-und Südosteuropa gesteckt. Trotz der derzeit schwierigen Situation in einigen Ländern Ost- und Südosteuropas wird der Konzern weiterhin in Breitbandinfrastruktur in der Region investieren.

Große Unterschiede bei der Breitbanddurchdringung

Die Studie zeigt, dass die Breitbandpenetration in Slowenien, Kroatien, in der Republik Serbien sowie in Bulgarien, also auf vier der insgesamt acht Märkte der Telekom Austria Group, im Durchschnitt geringer ist als in Ländern mit einem vergleichbaren Pro-Kopf-Einkommen. Die Penetration bei Festnetz-Breitband betrug in der Region im Schnitt 11,6 % (in Bezug auf die Bevölkerung), während sie in Westeuropa durchschnittlich bei 27,6 % lag. Freilich verdeckt der Durchschnittswert die großen Unterschiede, die bei der Breitbandpenetration innerhalb Ost- und Südosteuropas vorherrschen:
So beträgt der Wert in Slowenien 23,5 %, in Bulgarien 10,0 % und in Serbien 6,9 %.

Bei mobilem Breitband zeigt Kroatien mit 3,25 % den höchsten Wert im Vergleich zu Slowenien mit 2,5 % und Bulgarien mit 1,0 %. Österreich weist mit 13 % eine der höchsten Durchdringungsraten bei mobilem Breitband in ganz Europa auf. Während die Daten nur einen Schnappschuss für das Jahr 2009 bieten, ist der vorherrschende Trend klar: Die Schere bei mobilem Breitband ist zwischen Westeuropa und Ost- und Südosteuropa in den vergangenen Jahren weiter aufgegangen -und das trotz des großen Nachfragepotenzials nach mobilem Breitband, was mit der geringen Festnetz-Breitbandversorgung der Region zusammenhängt.

Rechtsrahmen als Schlüssel für effizienten Breitband Roll-Out

Hannes Ametsreiter schließt aus der Studie: "Es ist wichtig, die digitale Kluft zwischen Westeuropa und der Region Ost- und Südosteuropa zu schließen. Dies beinhaltet eine europaweite Allokation der Frequenzen aus der digitalen Dividende, effiziente Bedingungen für den Netzwerkausbau, die regulatorische Freiheit für die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, die Schaffung eines positiven bzw. Abschaffung eines negativen Steuerregimes sowie die Umsetzung nachfragewirksamer Maßnahmen durch die Regierungen."

Dr. George Houpis von Frontier Economics hält fest: "Trotz der Verkleinerung der Einkommensunterschiede zwischen Westeuropa und der untersuchten Region hat sich die 'Breitband-Lücke' weiter vergrößert. Das bedeutet, dass es in der Region Hindernisse für das Breitbandwachstum gibt, die die Regierungen überdenken müssen."

Unternehmen sind mit erheblichen administrativen Hürden konfrontiert, wenn es um den Ausbau von Breitband-Infrastruktur geht, stellt die Studie fest. In Bulgarien und Serbien beispielsweise kann es mehr als ein Jahr dauern, bis alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau einer neuen Basisstation vorhanden sind.

In einem abschließenden Kommentar zur Studie tritt Hannes Ametsreiter entschlossen für eine Beseitigung administrativer und regulatorischer Hürden beim Breitbandausbau ein: "Wir bleiben in der Region stark engagiert. Dennoch würden investitionsfreundliche Rahmenbedingungen unsere Anstrengungen, den digitalen Highway weiter auszubauen, beträchtlich erleichtern. Ich möchte daher alle Regierungen, Regulierungsbehörden und die gesamte Industrie dazu auffordern, enger zusammenzuarbeiten, um die digitale Kluft möglichst rasch zu schließen. Die Telekom Austria Group ist bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten."

Über die Telekom Austria Group:

Die Telekom Austria Group ist Österreichs führender Telekommunikationsanbieter. Das Unternehmen notiert seit November 2000 an der Wiener Börse und ist in zwei Geschäftsfeldern tätig: Das Festnetzsegment bietet Telefonie, Datenlösungen, Internet-Access, Sicherheitslösungen und Multimedia-Dienste, das Mobilkommunikationssegment umfasst mobile Kommunikationslösungen. Die Telekom Austria Group hat Unternehmen in Slowenien, Kroatien, den Republiken Serbien und Mazedonien, in Bulgarien, Weißrussland sowie Liechtenstein. http://www.telekomaustria.com

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Telekom Austria Group, Mag. Elisabeth Mattes, Konzernsprecherin
Tel: +43 664 331 2730, e-mail: elisabeth.mattes@telekom.at

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