Telekom Austria Group: Strikte Kostenkontrolle kompensiert Umsatzdruck und dämpft EBITDA Rückgang im ersten Quartal 2010

Wien (OTS) - Stabilisierung der Kundenbasis im Segment Festnetz
mit einem Rückgang der Anschlüsse um nur 0,8%
- Weiteres Kundenwachstum in der Mobilkommunikation um 6,0% auf 19,0 Mio. Kunden
- 5,9% Umsatzrückgang auf 1.126,0 Mio. EUR vor allem aufgrund von geringeren Erlösen aus dem Heimmarkt sowie Bulgarien
- Umsatzdruck durch Kostensenkung teilweise kompensiert und EBITDA-Rückgang auf 6,4% gedämpft
- Anstieg des Free-Cashflows um beinahe 26% auf 165,7 Mio. EUR
- Ausblick für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt; ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten
- Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie für den Zeitraum 2010-2012 bestätigt

in Mio. EUR 1. Qu. 10 1. Qu. 09 Veränd. in % Umsatzerlöse 1.126,0 1.197,1 -5,9% EBITDA 425,9 454,8 -6,4% Betriebsergebnis 166,3 180,1 -7,7% Nettoüberschuss 91,2 85,3 6,9% Gewinn je Aktie (in EUR) 0,21 0,19 6,7% Free Cashflow/Aktie (in EUR) 0,37 0,30 25,8% Anlagenzugänge 136,4 116,0 17,6% in Mio. EUR 31. März 10 31. Dez. 09 Nettoverschuldung 3.450,2 3.614,8 -4,6% Nettoverschuldung/ EBITDA (12 Monate) 2,0x 2,0x

Anmerkung: Alle Finanzzahlen nach IFRS; wenn nicht anders angegeben, werden diese im Jahresvergleich dargestellt. Das EBITDA ist als Nettoüberschuss exklusive Finanzergebnis, Steuern vom Einkommen und Abschreibungen dargestellt. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Konzernübersicht

Wien, am 12. Mai 2010 - Die Telekom Austria Group (VSE: TKA, OTC US: TKAGY) verlautbarte heute das Ergebnis für das 1. Quartal 2010 mit Ende 31. März 2010.

"Die Ergebnisse des ersten Quartals 2010 zeigen, dass die ergriffenen Maßnahmen in den Segmenten Festnetz und Mobilkommunikation bereits zu spürbaren Resultaten geführt haben und sowohl dem Wettbewerbsdruck als auch einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich entgegenwirken konnten. Im Festnetz-Segment setzt sich der bisherige Trend fort, die Mobilkommunikation ist durch weiteres Wachstum auf insgesamt 19 Mio. Kunden gekennzeichnet. Außerdem bin ich erfreut, dass die Zusammenführung der heimischen Geschäftstätigkeiten im Festnetz und Mobilfunk zum konvergenten Marktplayer A1 Telekom Austria nach Plan verläuft. Wir haben konzernweit unsere strikte Kostenkontrolle erneut unter Beweis gestellt und dadurch konnten wir die Entwicklung der EBITDA Marge stabil halten. Daher sind wir zuversichtlich und können eine Dividendenuntergrenze von 0,75 EUR je Aktie weiterhin bestätigen", kommentiert Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender Telekom Austria Group, die Performance des Unternehmens.

Zusammenfassung

Im 1. Quartal 2010 sanken die Umsatzerlöse um 5,9% auf 1.126,0 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse aus den heimischen Geschäftstätigkeiten und Bulgarien. Kostensenkungsmaßnahmen im Segment Mobilkommunikation konnten die Auswirkungen der niedrigen Umsatzerlöse zur Hälfte dämpfen und den EBITDA-Rückgang auf 6,4% reduzieren. Das EBITDA betrug 425,9 Mio. EUR im 1. Qu. 10. Das Betriebsergebnis ging um 7,7% auf 166,3 Mio. EUR zurück. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 6,9% von 85,3 Mio. EUR auf 91,2 Mio. EUR vor allem aufgrund niedrigerer Abschreibungen sowie geringeren Zinsaufwendungen. Während die laufende Verlangsamung des Anschlussrückgangs zu einer Stabilisierung des operativen Trends im Segment Festnetz führte, ist die Mobilkommunikation nach wie vor durch verschärften Wettbewerb und einschneidende regulatorische Eingriffe geprägt.

Die Anlagenzugänge stiegen im 1. Qu. 10 auf 136,4 Mio. EUR im Vergleich zu einem ungewöhnlich geringen Wert von 116,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 vor allem aufgrund von Investitionen in das Kernnetz des Segments Festnetz. Die Nettoverschuldung sank um 4,6% auf 3.450,2 Mio. EUR per Ende März 2010 gegenüber 3.614,8 Mio. EUR per Jahresende 2009. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) betrug 2,0x.

Marktumfeld

Die Telekom Austria Group agiert in einem hart umkämpften Marktumfeld sowohl im Segment Festnetz als auch in den Mobilkommunikationsmärkten. Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Preisstrukturen werden durch regulatorische Eingriffe in beiden Segmenten zusätzlich verschärft. Eine laufende Überprüfung der Kostenstrukturen sowie stetige Verbesserungen der Produktivität und der operativen Effizienz sind daher für den Erfolg der Telekom Austria Group unabdingbar.

Während im Segment Festnetz seit mehreren Jahren die anhaltende Substitution der Festnetz- Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation die größte Herausforderung darstellt, gewinnt nun auch mobiles Breitband kontinuierlich Marktanteile bei Internetverbindungen. Durch die Einführung von attraktiven Produktbündeln konnte jedoch eine signifikante Verlangsamung der Anschlussrückgänge in den vergangenen Quartalen bewirkt werden. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Segment Festnetz weiterhin die Absicherung des Cashflows. Marktkonforme Produkte sollen dies ebenso sicherstellen wie eine attraktive Preisgestaltung und ein umfangreiches Kosteneinsparungsprogramm. Der Erfolg innovativer Produkte wie aonTV und attraktiver Produktbündel wie aonKombi und aonSuperkombi konnte weiterhin fortgesetzt werden.

Das Segment Mobilkommunikation verzeichnet weiterhin ein Kundenwachstum. Der Mobilkommunikationsmarkt Österreich gilt als hoch entwickelter Markt, der durch starken Wettbewerb und anhaltenden Preisdruck gekennzeichnet ist. Bei internationalen Geschäftstätigkeiten gelang den Greenfield-Unternehmen Vip operator und Vip mobile im 1. Qu. 10 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres die Verbesserung des EBITDA und die Steigerung des ARPUs trotz des schwierigen Marktumfelds in Osteuropa. Jedoch führten der starke Wettbewerb und die schwache Konjunkturentwicklung in diesen Märkten zu Preisreduktionen und sinkenden ARPUs auf Segment-ebene. Zusammenfassend wird sich das schwierige und hart umkämpfte Marktumfeld wie oben erwähnt in allen Ländern, in denen die Telekom Austria Group tätig ist, fortsetzen. Dabei wird die Regulierung in allen Geschäftsmärkten der Gruppe weiterhin einen wichtigen belastenden Faktor aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Roaming-Tarife und Terminierungsentgelte darstellen.

Ausblick 2010: Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie bis 2012 bestätigt

Die Telekom Austria Group erwartet, dass sich die schwierigen Marktbedingungen auch 2010 fortsetzen werden. Dieses Marktumfeld ist durch das Zusammentreffen einiger negativer externer Einflussfaktoren mit den Auswirkungen der schwachen Konjunktur gekennzeichnet. Die negativen externen Effekte umfassen in erster Linie die anhaltende Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation in Österreich, den weiteren Preisdruck in allen wichtigen Märkten der Gruppe sowie die Auswirkungen der regulierungsbedingten Reduktion der Roaming-Tarife und der Zusammenschaltungsentgelte in Österreich, Bulgarien, Kroatien und Slowenien. Darüber hinaus stellt die Einführung einer Abgabe für bestimmte Mobilfunkdienste in Kroatien und der Republik Serbien eine zusätzliche Belastung dar.

Für das Geschäftsjahr 2010 werden Umsatzerlöse in der Höhe von rund 4,7 Mrd. EUR erwartet. Das Unternehmen hat bereits umfassende Kosteneinsparungsprogramme zur Reduktion der Personal- und Sachaufwendungen in beiden Segmenten begonnen, um den negativen Auswirkungen der geringeren Erlöse entgegenzuwirken. Unter Berücksichtigung dieser Kostensenkungsmaßnahmen sollte sich das EBITDA auf rund 1,6 Mrd. EUR belaufen. Abhängig vom Umfang der Investitionen im Segment Festnetz für die Migration zu einem All-IP-Netzwerk geht die Telekom Austria Group von Anlagezugängen in der Höhe von bis zu 800 Mio. EUR aus. Diese Summe berücksichtigt keine Investitionen für einen umfangreichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur dessen Beginn nicht für 2010 geplant ist.

Der primäre Fokus des Managements liegt nach wie vor auf dem operativen Free Cashflow, der sich auf rund 800 Mio. EUR belaufen wird. Die Telekom Austria Group bestätigt ihre Absicht, Dividenden in der Höhe von 65% des Jahresüberschusses, zumindest aber 0,75 EUR je Aktie, bis 2012 auszuschütten. Der Vorstand hält weiterhin an der Mittelverwendungsstrategie inklusive Aktienrück-käufen zur Ausschüttung nicht benötigter liquider Mittel an die Aktionäre fest. Voraussetzung dafür sind jedoch eine ausgewogene Bilanzstruktur mit einer Nettoverschuldung von 1,8x-2,0x EBITDA sowie die Stabilität der ausländischen Währungen in den wesentlichen Märkten. Vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds ist jedoch nicht mit einem Beginn des Aktienrückkaufs im Jahr 2010 zu rechnen.

In diesem Ausblick, der von einer konstanten Währungsbasis ausgeht, sind die Auswirkungen der angekündigten Integration der österreichischen Geschäftstätigkeiten vom Segment Festnetz und Mobilkommunikation noch nicht berücksichtigt.

Ausblick 2010* Ausblick 2010* per 12. Mai per 24. Feb. Telekom Austria Group Umsatzerlöse Rd. 4,7 Mrd. EUR Rd. 4,7 Mrd. EUR EBITDA Rd. 1,6 Mrd. EUR Rd. 1,6 Mrd. EUR Anlagenzugänge Rd. 0,8 Mrd. EUR Rd. 0,8 Mrd. EUR Operativer Free Cashflow Rd. 0,8 Mrd. EUR Rd. 0,8 Mrd. EUR Dividende 65% des 65% des Jahresüberschusses, Jahresüberschusses, Dividende je Aktie Dividende je Aktie von mind. 75 Cent von mind. 75 Cent

*ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten

Quartalsvergleich Festnetz Festnetz in Mio. EUR 1. Qu. 10 1. Qu. 09 Veränd. in % Umsatzerlöse 452,1 469,5 -3,7% EBITDA 146,4 157,8 -7,2% Betriebsergebnis 39,5 45,0 -12,2%

Das Segment Festnetz konnte im 1. Qu. 10 den Anschlussrückgang auf 3.200 Anschlüsse gegenüber einem Rückgang von 8.000 Anschlüssen im Vergleichszeitraum des Vorjahres durch erfolgreiche Kundebindungsmaßnahmen mehr als halbieren. Eine höhere Anzahl an Privatkunden-Breitband-Anschlüssen führte zu einem Anstieg der gesamten Festnetz-Breitband-Anschlüsse um 13,8% auf 1,1 Mio. per Ende März 2010.

Der Rückgang der durchschnittlichen Erlöse pro Festnetzanschluss (ARPL) wurde im 1. Qu. 10 um 3,9% auf 34,3 EUR gegenüber 35,7 EUR im 1. Qu. 09 verringert und ist vor allem auf geringere Sprachminuten zurückzuführen. Die Substitution der Festnetz-Minuten durch die Mobilkommunikation ist weiterhin der Haupttreiber für den Rückgang der Sprachminuten im 1. Qu. 10 um 14,1% auf 784,0 Mio. Minuten. Der Festnetz-Sprachminuten-Marktanteil an den Gesamtminuten (inklusive Mobilkommunikationsminuten) fiel von 16,0% im 1. Qu. 09 auf 13,6% im 1. Qu. 10.

Die Anzahl der entbündelten Leitungen reduzierte sich auf 283.000 per Ende März 2010 im Vergleich zu 295.700 per Ende März 2009.
Die Festnetz-Umsatzerlöse sanken im 1. Qu. 10 um 3,7% auf 452,1 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse aus Anschlüssen, Sprache und Breitband sowie aus Daten. Die Erlöse aus Anschlüssen, Sprache und Breitband gingen um 5,2% auf 237,0 Mio. EUR aufgrund niedrigerer Sprachvolumina und der geringeren Anzahl der Anschlussleitungen zurück. Die Erlöse aus Daten fielen um 5,9% auf 91,7 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund der Migration von Mietleitungen zu günstigeren xDSL-basierenden Geschäftsleitungen sowie des Trends in Richtung einheitliche Technologielösungen.

Die Umsatzerlöse im Bereich Wholesale-Sprachtelefonie & Internet sanken um 1,9% auf 88,3 Mio. EUR, wobei höhere Erlöse im Bereich internationale Wholesale-Sprachtelefonie die niedrigeren Entbündelungstarife und den Einmaleffekt aus Universaldienstleistungen in der Höhe von 5,6 Mio. EUR im 1. Qu. 09 teilweise kompensieren konnten.

Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen um 9,7% auf 35,1 Mio. EUR aufgrund höherer Erlöse aus interaktiven TV-Formaten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 91,7% auf 20,7 Mio. EUR aufgrund eines Einmaleffekts in der Höhe von 5,7 Mio. EUR aus der Veräußerung von Immobilien.

Die gesamten betrieblichen Aufwendungen blieben im 1. Qu. 10 mit 326,4 Mio. EUR im Vergleich zu 322,5 Mio. EUR im 1. Qu. 09 beinahe stabil.

Das EBITDA verringerte sich um 7,2% auf 146,4 Mio. EUR im 1. Qu. 10 im Vergleich zu 157,8 Mio. EUR im 1. Qu. 09.

Das Betriebsergebnis fiel um 12,2% von 45,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 39,5 Mio. EUR im 1. Qu. 10.

Mobilkommunikation

Mobilkommunikation in Mio. EUR 1. Qu 10 1. Qu 09 Veränderung in % Umsatzerlöse 734,2 790,3 -7,1% EBITDA 286,2 306,3 -6,6% Betriebsergebnis 133,3 144,1 -7,5%

Die Gesamtanzahl der Kunden im Segment Mobilkommunikation wuchs per 31. März 2010 um 6,0% auf 19,0 Mio. Kunden. Das Wachstum war vor allem von einem Anstieg der Vertragskundenbasis in fast allen Mobilfunkgesellschaften getrieben.

Die Umsatzerlöse im Segment Mobilkommunikation fielen um 7,1% auf 734,2 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse in Österreich und Bulgarien sowie negativer Währungsumrechnungseffekte in der Höhe von 7,8 Mio. EUR vor allem in Weißrussland und in der Republik Serbien.

Die Senkung der betrieblichen Aufwendungen konnte den niedrigeren Umsatzerlösen teilweise entgegenwirken und den Rückgang des EBITDA um 6,6% auf 286,2 Mio. EUR im 1. Qu. 10 dämpfen. Der negative Effekt aus der Währungsumrechnung auf das EBITDA betrug 3,2 Mio. EUR.

Das Betriebsergebnis sank auf 133,3 Mio. EUR im 1. Qu. 10 im Vergleich zu 144,1 Mio. EUR im 1. Qu. 09.

mobilkom austria

Die Kundenbasis von mobilkom austria, dem führenden Mobilkommunikationsanbieter in Österreich, wuchs um 6,8% auf 4,9 Mio. Kunden per Ende März 2010. Dieser Anstieg wurde vor allem von mobilem Breitband getrieben.

mobilkom austria konnte die Marktführerschaft mit einem stabilen Marktanteil von 42,4% per Ende des 1. Qu. 10 weiterhin behaupten. Die Penetrationsrate in Österreich stieg auf 137,4% per Ende März 2010 im Vergleich zu 129,1% im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf die zunehmende Anzahl der Kunden zurückzuführen, die zusätzlich zu ihren SIM-Karten für Sprachdienstleistungen auch SIM-Karten für mobiles Breitband verwenden.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden (ARPU) verringerte sich um 12,9% auf 22,2 EUR vor allem aufgrund niedrigerer Tarife für Sprache und Datendienste sowie geringerer Roaming- und Zusammenschaltungsentgelte. Zusätzlich trug ein höherer Anteil von no-frills-Kunden zu diesem Trend bei. Der Daten-ARPU fiel um 4,2% auf 6,9 EUR. Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunde sanken im 1. Qu. 10 um 5,1% auf 159,8 Minuten aufgrund einer Verwässerung durch mobiles Breitband. mobilkom austria konnte die Anzahl der mobilen Breitband-Kunden um 33,8% erhöhen und zählte per Ende März 2010 590.100 mobile Breitband-Kunden im Vergleich zu 440.900 mobilen Breitband-Kunden per Ende März 2009. Der Datenanteil an Gesprächs- und Datenpaketumsätzen stieg von 37,4% im 1. Qu. 09 auf 41,3% im 1. Qu. 10.

Die Umsatzerlöse von mobilkom austria sanken um 9,5% auf 365,2 Mio. EUR im Vergleich zum 1. Qu. 09 aufgrund geringerer Erlöse aus Verbindungsentgelten als Folge niedrigerer Preise für Sprach- und Datendienste sowie geringerer Roaming- und Zusammenschaltungserlöse. Die Roaming-Erlöse wurden durch Tarifsenkungen belastet.

Die Aufwendungen für Kundengewinnung wurden von 14,3 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 7,2 Mio. EUR im 1. Qu. 10 aufgrund einer höheren Anzahl an no-frills-Kunden halbiert.

Im 1. Qu. 10 gelang mobilkom austria die Senkung der betrieblichen Aufwendungen um 9,3% bzw. um 23,5 Mio. EUR im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Das EBITDA von mobilkom austria fiel auf 144,4 Mio. EUR im Vergleich zu 160,7 Mio. EUR im 1. Qu. 09 als Folge geringerer Umsatzerlöse. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 14,6% auf 87,1 Mio. EUR im 1. Qu. 10.

Mobiltel

Mit 5,3 Mio. Kunden konnte Mobiltel, der führende Mobilfunkanbieter in Bulgarien, die Kundenbasis per Ende März 2010 im Vergleich zu Ende März 2009 stabil halten. Die Anzahl der Vertragskunden stieg im Vergleich zum 1. Qu. 09 um 12,7%. Die mobile Breitbandkundenbasis erhöhte sich um 130,6% auf 66.680 Kunden. Der Marktanteil von Mobiltel blieb mit 50,1% per Ende des 1. Qu. 10 im Vergleich zu 50,0% per Ende des 1. Qu. 09 beinahe unverändert. Die Mobilfunk-Penetrationsrate blieb in Bulgarien mit 139,0% im Vergleich zu Ende März 2009 stabil.

Der Rückgang des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde (ARPU) verringerte sich um 8,0% auf 8,0 EUR gegenüber 8,7 EUR im 1. Qu. 09 aufgrund von niedrigeren Tarifen für Sprachtelefonie und geringeren Zusammenschaltungsentgelten.

Die Umsatzerlöse von Mobiltel fielen von 150,1 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 135,5 Mio. EUR im 1. Qu. 10 aufgrund geringerer Erlöse aus Zusammenschaltungs- sowie Grund- und Verbindungsentgelten.

Die Senkung der betrieblichen Aufwendungen um 13,8% konnte den Umsatzrückgang mildern und führte zu einer Steigerung der EBITDA-Marge von 51,0% im Vorjahr auf 53,5% im 1. Qu. 10. Das EBITDA hingegen fiel von 76,6 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 72,5 Mio. EUR im 1. Qu. 10.

Das Betriebsergebnis von Mobiltel fiel von 31,6 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 30,5 Mio. EUR im 1. Qu. 10.

Velcom

Per Ende März 2010 konnte Velcom, der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Weißrussland, die Kundenbasis um 9,4% auf 4,1 Mio. Kunden im Vergleich zu 3,8 Mio. Kunden per Ende März 2009 erhöhen. Der Marktanteil von Velcom sank leicht auf 41,2% aufgrund eines aggressiven Mitbewerbers, der Marktanteile gewann. Die Penetrationsrate in Weißrussland stieg per Ende März 2010 auf 105,3% im Vergleich zu 88,8% per Ende März 2009.

Der ARPU betrug im 1. Qu. 10 5,5 EUR inklusive eines negativen Währungsumrechnungseffektes in der Höhe von -0,6 EUR gegenüber 6,2 EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse stiegen um 1,0% von 72,8 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 73,5 Mio. EUR im 1. Qu.10 aufgrund höherer Erlöse aus Zusammenschaltungsentgelten und Endgeräten. Die Währungsumrechnungsdifferenzen aufgrund der Abwertung des weißrussischen Rubels beeinflussten die Umsatzerlöse negativ um 8,4 Mio. EUR. Auf lokaler Währungsbasis betrug das Umsatzwachstum 12,5%.

Das EBITDA fiel im 1. Qu. 10 um 5,2% auf 34,8 Mio. EUR im Vergleich zu 36,7 Mio. EUR im 1. Qu. 09. Auf lokaler Währungsbasis stieg das EBITDA um 5,5%.

Das Betriebsergebnis von Velcom verringerte sich im 1. Qu. 10 um 9,9% auf 16,4 Mio. EUR im Vergleich zu 18,2 Mio. EUR im 1. Qu. 09 vor allem aufgrund der Auswirkung der Währungsumrechnung.

Vipnet

Vipnet, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Kroatien, steigerte die Kundenbasis per Ende März 2010 um 5,2% auf 2,6 Mio. Kunden. Die mobile Breitband-Kundenbasis von Vipnet erhöhte sich um 75,0% auf 145.700 Kunden.

Per Ende des 1. Quartals 2010 betrug die Penetrationsrate in Kroatien 136,7% im Vergleich zu 136,9% per Ende des 1. Qu. 09. Der Marktanteil von Vipnet stieg von 41,4% im 1. Qu. 09 auf 43,7% im 1. Qu. 10 aufgrund von besonders attraktiven Produktangeboten.

Der ARPU sank im 1. Qu. 10 um 9,1% auf 11,0 EUR gegenüber 12,1 EUR im 1. Qu. 09 aufgrund von niedrigeren Zusammenschaltungsentgelten als Folge geringerer mobiler Terminierungsraten sowie geringeren Preisen pro Kunden.

Die Umsatzerlöse von Vipnet fielen im 1. Qu. 10 um 4,8% auf 100,3 Mio. EUR im Vergleich zu 105,4 Mio. EUR im 1. Qu. 09 aufgrund geringerer Zusammenschaltungs- und Visitor-Roaming-Erlöse.

Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden verringerten sich um 17,7% auf 68,5 Minuten aufgrund der geringeren Konsumausgaben bedingt durch die schwache Konjunktur.

Die betrieblichen Aufwendungen inklusive der Mobilfunksteuer konnten durch effektive Kostensenkungsmaßnahmen um 2,6% auf 71,7 Mio. EUR im 1. Qu. 10 herabgesetzt werden.

Das EBITDA sank im 1. Qu. 10 um 11,7% auf 28,8 Mio. EUR vor allem aufgrund geringerer Umsatzerlöse und der Einführung einer 6%igen Mobilfunksteuer am 1. August 2009.

Das Betriebsergebnis von Vipnet verringerte sich im 1. Qu. 10 um 17,8% auf 12,0 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Si.mobil

Si.mobil, der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Slowenien, erhöhte mit Ende März 2010 die
Kundenbasis um 1,5% auf 591.300 Kunden.

Si.mobil steigerte den Marktanteil leicht von 28,0% im Vorjahr auf 28,2% im Quartalsvergleich. Die Mobilfunk-Penetrationsrate in Slowenien betrug per Ende des 1. Qu. 10 101,7% gegenüber 102,7% per Ende des 1. Qu. 09.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden (ARPU) sank um 10,6% auf 19,4 EUR, getrieben durch geringere Preise für Sprachtelefonie und niedrigeren Zusammenschaltungstarifen. Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden stiegen um 9,9% auf 153,4 Minuten. Dieser Anstieg ist auf einen höheren Anteil der Vertragskunden an der gesamten Kundenbasis und auf neue Tarife zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse fielen im 1. Qu. 10 um 13,6% auf 39,5 Mio. EUR vor allem als Folge geringerer Erlöse aus Verbindungs- und Zusammenschaltungsentgelten sowie dem Verkauf von Endgeräten. Die Erlöse aus Grundentgelten stiegen aufgrund eines höheren Vertragskundenanteils.

Die betrieblichen Aufwendungen konnten durch striktes Kostenmanagement um 23,8% reduziert werden.

Das EBITDA stieg im 1. Qu. 10 um 11,7% auf 11,5 Mio. EUR als Folge niedrigerer Materialaufwendungen und Marketingkosten, die wiederum die niedrigeren Umsatzerlöse mehr als ausgleichen konnten.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich von 4,6 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 6,3 Mio. EUR im 1. Qu. 10.

Vip mobile

Vip mobile, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Serbien, steigerte die Kundenbasis per Ende März 2010 um 16,2% auf 1,2 Mio. Kunden gegenüber dem 1. Qu. 09. Der Marktanteil betrug per Ende 1. Qu. 10 12,2% im Vergleich zu 10,2% per Ende des 1. Qu. 09.

Die Penetrationsrate in der Republik Serbien betrug per Ende des 1. Qu. 10 128,4% im Vergleich zu 130,8% per Ende des 1. Qu. 09 vor allem aufgrund der Bereinigung inaktiver Kunden von der Kundenbasis des ehemaligen Monopolisten.

Im 1. Qu. 10 konnten die Umsatzerlöse um 50,6% auf 23,2 Mio. EUR im Vergleich zu 15,4 Mio. EUR im 1. Qu. 09 erhöht werden, hauptsächlich getrieben von höheren Erlösen aus Grund- und Verbindungsentgelten aufgrund einer größeren Kundenbasis. Der negative Währungsumrechnungseffekt betrug im 1. Qu. 10 1,3 Mio. EUR. Auf lokaler Währungsbasis stiegen die Umsatzerlöse um 58,9%.

Das EBITDA verbesserte sich um 1,8 Mio. EUR von -6,8 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf -5,0 Mio. EUR im 1. Qu. 10. Der Betriebsverlust wurde von 21,4 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 16,2 Mio. EUR im 1. Qu. 10 reduziert. Auf lokaler Währungsbasis verbesserte sich das EBITDA um 23,3%.

Vip operator

Vip operator, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Mazedonien, zählte 333.300 Kunden im 1. Qu. 10 im Vergleich zu 213.000 Kunden im 1. Qu. 09. Der Marktanteil von Vip operator betrug im 1. Qu. 10 16,4% im Vergleich zu 9,3% im 1. Qu. 09. Die Penetrationsrate in der Republik Mazedonien lag Ende März 2010 bei 99,8%.

Vip operator konnte die Umsatzerlöse um 76,9% auf 6,9 Mio. EUR im 1. Qu. 10 im Vergleich zu 3,9 Mio. EUR im 1. Qu. 09 steigern. Dies ist auf höhere Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten zurückzuführen, die von einem starken Anstieg der Kundenbasis und des Gesprächsvolumens getrieben wurden.

Das EBITDA des Unternehmens verbesserte sich aufgrund einer kontinuierlichen Steigerung der operativen Performance von -4,3 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf -1,5 Mio. EUR im 1. Qu. 10.

Der Betriebsverlust wurde auf 3,7 Mio. EUR im 1. Qu. 10 im Vergleich zu einem Verlust von 6,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 reduziert.

Konsolidierter Jahresüberschuss

Im 1. Qu. 10 fiel die Summe der netto Zinsaufwendungen von 59,1 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 49,3 Mio. EUR vor allem aufgrund niedrigerer verzinslicher Verbindlichkeiten und geringerer Zinssätze.

Die Fremdwährungsanpassungen im Finanzergebnis verbesserten sich von einem Verlust von 13,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf einen Verlust von 0,2 Mio. EUR im 1. Qu. 10 vor allem aufgrund einer stabileren Entwicklung des weißrussischen Rubels.

Der Einkommensteueraufwand erhöhte sich von 24,2 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 26,0 Mio. EUR aufgrund eines höheren Einkommens vor Steuern im 1. Qu. 10. Der Effektivsteuersatz blieb mit 22,2% fast unverändert.

Der Nettoüberschuss betrug im 1. Qu. 10 91,2 Mio. EUR nach einem Nettoüberschuss von 85,3 Mio. EUR im 1. Qu. 09 aufgrund von niedrigeren Abschreibungen sowie geringeren Zinsaufwendungen. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,21 EUR im 1. Qu. 10 gegenüber 0,19 EUR im 1. Qu. 09.

Bilanz und Nettoverschuldung

Die Bilanzsumme der Telekom Austria Group sank von 8.498,7 Mio. EUR per 31. Dezember 2009 auf 7.853,3 Mio. EUR per 31. März 2010 vor allem aufgrund der Rückzahlung langfristiger Verbindlichkeiten.

Während des 1. Quartals 2010 sanken die kurzfristigen Aktiva um 511,2 Mio. EUR auf 1.512,6 Mio. EUR aufgrund der Verwandlung liquider Mittel zur Rückzahlung der 500 Mio. EUR Anleihe. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich durch höhere Abschreibungen gegenüber Zugängen von 1.900,3 Mio. EUR auf 1.851,7 Mio. EUR per Ende März 2010. Die Sachanlagen verringerten sich ebenfalls aufgrund von höheren Abschreibungen im Vergleich zu den Zugängen um 2,8% auf 2.599,9 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken im Wesentlichen aufgrund der Tilgung der 500 Mio. EUR Anleihe sowie der Rückzahlung von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von 2.679,5 Mio. EUR per Ende Dezember 2009 auf 1.951,6 Mio. EUR per Ende März 2010. Die langfristigen Verbindlichkeiten fielen von 4.205,1 Mio. EUR auf 4.191,7 Mio. EUR.

Das Eigenkapital stieg von 1.614,1 Mio. EUR per 31. Dezember 2009 auf 1.710,0 Mio. EUR per 31. März 2010 vor allem aufgrund von einbehaltenen Gewinnen im 1. Qu. 10.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich von 3.614,8 Mio. EUR auf 3.450,2 Mio. EUR per 31. März 2010, da die Cashflow-Generierung zur Verringerung der Nettoverschuldung eingesetzt wurde. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) blieb mit 2,0x stabil.

Cashflow und Anlagenzugänge

Nettoverschuldung in Mio. EUR 1. Qu. 10 1. Qu. 09 Veränd. in % Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 302,1 247,7 22,0% Cashflow aus Investitionstätigkeit -97,8 -209,0 -53,2% Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -700,5 392,3 n.a. Auswirkung von Wechselkursschwankungen -2,2 31,6 n.a. Vänderungen der liquiden Mittel -498.4 462.6 n.a.

in Mio. EUR 31. März 10 31. Dez. 09 Veränd. in % Nettoverschuldung 3.450,2 3.614,8 -4,6% Nettoverschuldung/ EBITDA (12 Monate) 2,0x 2,0x

Anlagenzugänge in Mio. EUR 1. Qu. 10 1. Qu. 09 Veränd. in % Festnetz 65,2 33,5 94,6% Mobilkommunikation 71,2 82,5 -13,7% Gesamte Anlagenzugänge 136,4 116,0 17,6% davon Sachanlagen 95,2 81,0 17,5% davon immaterielle Vermögenswerte 41,2 35,0 17,7%

Im 1. Qu. 10 erhöhte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 22,0% auf 302,1 Mio. EUR vor allem aufgrund des wesentlich niedrigeren Mittelabflusses durch Working Capital Veränderungen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit fiel von 209,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf 97,8 Mio. EUR im 1. Qu. 10 aufgrund von hohen Erlösen aus dem Abgang von kurzfristigen Finanzanlagen.

Im 1. Qu. 10 stiegen die Anlagenzugänge um 17,6% auf 136,4 Mio. EUR gegenüber einem ungewöhnlich geringen Wert im 1. Qu. 09. Die Sachanlagenzugänge erhöhten sich um 17,5% auf 95,2 Mio. EUR und die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten um 17,7% auf 41,2 Mio. EUR.

Im Segment Festnetz stiegen die Anlagenzugänge im 1. Qu. 10 um 94,6% auf 65,2 Mio. EUR nach einem außergewöhnlich niedrigen Wert im 1. Qu. 09 aufgrund einer Verschiebung der Investitionen auf die zweite Jahreshälfte 2009. Im Segment Mobilkommunikation reduzierten sich die Anlagenzugänge im 1. Qu. 10 um 13,7% auf 71,2 Mio. EUR, da geringere Anlagenzugänge in Bulgarien und Österreich höhere Anlagenzugänge in den anderen Auslandsmärkten ausgeglichen haben.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit fiel von einem Mittelzufluss von 392,3 Mio. EUR im 1. Qu. 09 auf einen Mittelabfluss von 700,5 Mio. EUR im 1. Qu. 10 im Wesentlichen aufgrund der Tilgung der 500 Mio. EUR Anleihe und der Zahlung von sonstigen kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Im 1. Qu. 09 wurde eine Anleihe in der Höhe von 750,0 Mio. EUR begeben.

Risiken und Unsicherheiten

Die Telekom Austria Group ist mit diversen Risiken und Unsicherheiten konfrontiert, die sich auf das Ergebnis auswirken könnten. Diese Risiken inkludieren weitere Reduktionen der Preise für Mobilkommunikationsdienste in Österreich und die Beschleunigung der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation, das zu einer weiteren Reduktion der Festnetzanschlüsse sowie einem Rückgang der Festnetzminuten führen könnte. Die Risiken sind jedoch nicht darauf zu beschränken.

Die Telekom Austria Group ist außerdem mit dem Risiko im Zusammenhang mit der geplanten Reduktion der Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Festnetz konfrontiert und unterliegt intensiver Regulierung.

Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa ist die Gruppe auch auf Märkten tätig, die politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen gehabt haben und weiterhin haben werden. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche Umfeld in Ost- und Südosteuropa zum Teil Unsicherheiten, einschließlich steuerlicher Unsicherheiten, mit sich bringt, die in anderen Märkten nicht bestehen.

In den letzten Jahren verzeichnete die Telekom Austria Group Wachstum aufgrund von Expansionen in diversen Märkten in Ost- und Südosteuropa. Allerdings wird weiteres Wachstum von zahlreichen Faktoren beeinflusst, auf die die Telekom Austria Group keinen Einfluss hat. Weiteres organisches Wachstum hängt vom Wachstum der jeweiligen Wirtschaft und von den einzelnen Telekommunikationsmärkten ab, in denen die Telekom Austria Group tätig ist.

Personal

Der Personalstand der Telekom Austria Group sank um 152 auf 16.637 MitarbeiterInnen per Ende März 2010 im Vergleich zur selben Vorjahresperiode.

Im Segment Festnetz konnte die Anzahl der MitarbeiterInnen um 274 auf 7.991 MitarbeiterInnen reduziert werden.

Die Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Mobilkommunikation stieg um 122 auf 8.646 MitarbeiterInnen, vor allem aufgrund eines höheren Personalstands in den Unternehmen in Weißrussland und in der Republik Serbien.

Sonstige Ereignisse

Im Februar 2010 kündigte die Telekom Austria Group die Restrukturierung der zwei österreichischen Geschäftssegmente Festnetz und Mobilkommunikation an. Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG genehmigte den Vorschlag des Vorstandes, die zwei heimischen Tochterunternehmen zusammenzuführen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 16. April 2010 hat die Telekom Austria Group beschlossen, den verbleibenden Anteil von 16,67% an paybox austria GmbH für einen Kaufpreis von etwa 0,6 Mio. EUR zu erwerben. Diese Akquisition bedarf jedoch noch der Zustimmung der österreichischen Wettbewerbsbehörde.

Weitere Informationen

Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für das erste Quartal 2010 finden Sie im entsprechenden Bericht auf der Telekom Austria Group Website unter:
http://www.telekomaustria.com/zwischenberichte

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können aufgrund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass aufgrund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser Meldung" unter http://www.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Peter Zydek
Investor Relations Telekom Austria Group
Tel.: +43 (0) 590591-19001
E-Mail: peter.zydek@telekom.at

Mag. Elisabeth Mattes
Konzernsprecherin
Telekom Austria Group
Tel.: +43 664 331 2730
E-Mail: elisabeth.mattes@telekom.at

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