Telekom Austria Group: Strikte Kostenkontrolle kompensiert Umsatzdruck und dämpft EBITDA Rückgang im ersten Quartal 2010

Wien (OTS) - - Stabilisierung der Kundenbasis im Segment Festnetz mit einem Rückgang der Anschlüsse um nur 0,8%

- Weiteres Kundenwachstum in der Mobilkommunikation um 6,0% auf 19,0 Mio. Kunden

- 5,9% Umsatzrückgang auf 1.126,0 Mio. EUR vor allem aufgrund von geringeren Erlösen aus dem Heimmarkt sowie Bulgarien

- Umsatzdruck durch Kostensenkung teilweise kompensiert und EBITDA- Rückgang auf 6,4% gedämpft

- Anstieg des Free-Cashflows um beinahe 26% auf 165,7 Mio. EUR

- Ausblick für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt; ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten

- Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie für den Zeitraum 2010- 2012 bestätigt

Veränd. in in Mio EUR 1.Qu 10 1.Qu 09 % Umsatzerlöse 1.126,0 1.197,1 -5,9% EBITA 425,9 454,8 -6,4% Betriebsergebnis 166,3 180,1 -7,7% Nettoüberschuss 91,2 85,3 6,9% Gewinn je Aktie (in EUR) 0,21 0,19 6,7% Free Cashflow je Aktie (in EUR) 0,37 0,30 25,8% Anlagenzugänge 136,4 116,0 17,6% 31.März 31.Dez. in Mio. EUR 10 09 Nettoverschuldung 3.450,2 3.614,8 -4,6% Nettoverschuldung/EBITDA (12 Monate) 2,0x 2,0x

Anmerkung: Alle Finanzzahlen nach IFRS; wenn nicht anders angegeben, werden diese im Jahresvergleich dargestellt. Das EBITDA ist als Nettoüberschuss exklusive Finanzergebnis, Steuern vom Einkommen und Abschreibungen dargestellt. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Konzernübersicht

Die Telekom Austria Group (VSE: TKA, OTC US: TKAGY) verlautbarte heute das Ergebnis für das 1. Quartal 2010 mit Ende 31. März 2010.

"Die Ergebnisse des ersten Quartals 2010 zeigen, dass die ergriffenen Maßnahmen in den Segmenten Festnetz und Mobilkommunikation bereits zu spürbaren Resultaten geführt haben und sowohl dem Wettbewerbsdruck als auch einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich entgegenwirken konnten. Im Festnetz Segment setzt sich der bisherige Trend fort, die Mobilkommunikation ist durch weiteres Wachstum auf insgesamt 19 Mio. Kunden gekennzeichnet. Außerdem bin ich erfreut, dass die Zusammenführung der heimischen Geschäftstätigkeiten im Festnetz und Mobilfunk zum konvergenten Marktplayer A1 TA nach Plan verläuft. Wir haben konzernweit unsere strikte Kostenkontrolle erneut unter Beweis gestellt und dadurch konnten wir die Entwicklung der EBITDA Marge stabil halten. Daher sind wir zuversichtlich und können eine Dividendenuntergrenze von 0,75 EUR je Aktie weiterhin bestätigen" kommentiert Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender Telekom Austria Group, die Performance des Unternehmens.

Zusammenfassung

Im 1. Quartal 2010 sanken die Umsatzerlöse um 5,9% auf 1.126,0 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse aus den heimischen Geschäftstätigkeiten und Bulgarien. Kostensenkungsmaßnahmen im Segment Mobilkommunikation konnten die Auswirkungen der niedrigen Umsatzerlöse zur Hälfte dämpfen und den EBITDA-Rückgang auf 6,4% reduzieren. Das EBITDA betrug 425,9 Mio. EUR im 1. Qu. 10. Das Betriebsergebnis ging um 7,7% auf 166,3 Mio. EUR zurück. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 6,9% von 85,3 Mio. EUR auf 91,2 Mio. EUR vor allem aufgrund niedrigerer Abschreibungen sowie geringeren Zinsaufwendungen. Während die laufende Verlangsamung des Anschlussrückgangs zu einer Stabilisierung des operativen Trends im Segment Festnetz führte, ist die Mobilkommunikation nach wie vor durch verschärften Wettbewerb und einschneidende regulatorische Eingriffe geprägt.

Die Anlagenzugänge stiegen im 1. Qu. 10 auf 136,4 Mio. EUR im Vergleich zu einem ungewöhnlich geringen Wert von 116,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 vor allem aufgrund von Investitionen in das Kernnetz des Segments Festnetz. Die Nettoverschuldung sank um 4,6% auf 3.450,2 Mio. EUR per Ende März 2010 gegenüber 3.614,8 Mio. EUR per Jahresende 2009. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) betrug 2,0x.

Marktumfeld

Die Telekom Austria Group agiert in einem hart umkämpften Marktumfeld sowohl im Segment Festnetz als auch in den Mobilkommunikationsmärkten. Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Preisstrukturen werden durch regulatorische Eingriffe in beiden Segmenten zusätzlich verschärft. Eine laufende Überprüfung der Kostenstrukturen sowie stetige Verbesserungen der Produktivität und der operativen Effizienz sind daher für den Erfolg der Telekom Austria Group unabdingbar.

Während im Segment Festnetz seit mehreren Jahren die anhaltende Substitution der Festnetz- Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation die größte Herausforderung darstellt, gewinnt nun auch mobiles Breitband kontinuierlich Marktanteile bei Internetverbindungen. Durch die Einführung von attraktiven Produktbündeln konnte jedoch eine signifikante Verlangsamung der Anschlussrückgänge in den vergangenen Quartalen bewirkt werden. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Segment Festnetz weiterhin die Absicherung des Cashflows. Marktkonforme Produkte sollen dies ebenso sicherstellen wie eine attraktive Preisgestaltung und ein umfangreiches Kosteneinsparungsprogramm. Der Erfolg innovativer Produkte wie aonTV und attraktiver Produktbündel wie aonKombi und aonSuperkombi konnte weiterhin fortgesetzt werden.

Das Segment Mobilkommunikation verzeichnet weiterhin ein Kundenwachstum. Der Mobilkommunikationsmarkt Österreich gilt als hoch entwickelter Markt, der durch starken Wettbewerb und anhaltenden Preisdruck gekennzeichnet ist. Bei internationalen Geschäftstätigkeiten gelang den Greenfield-Unternehmen Vip operator und Vip mobile im 1. Qu. 10 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres die Verbesserung des EBITDA und die Steigerung des ARPUs trotz des schwierigen Marktumfelds in Osteuropa. Jedoch führten der starke Wettbewerb und die schwache Konjunkturentwicklung in diesen Märkten zu Preisreduktionen und sinkenden ARPUs auf Segment-ebene. Zusammenfassend wird sich das schwierige und hart umkämpfte Marktumfeld wie oben erwähnt in allen Ländern, in denen die Telekom Austria Group tätig ist, fortsetzen. Dabei wird die Regulierung in allen Geschäftsmärkten der Gruppe weiterhin einen wichtigen belastenden Faktor aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Roaming-Tarife und Terminierungsentgelte darstellen.

Ausblick 2010: Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie bis 2012 bestätigt

Die Telekom Austria Group erwartet, dass sich die schwierigen Marktbedingungen auch 2010 fortsetzen werden. Dieses Marktumfeld ist durch das Zusammentreffen einiger negativer externer Einflussfaktoren mit den Auswirkungen der schwachen Konjunktur gekennzeichnet. Die negativen externen Effekte umfassen in erster Linie die anhaltende Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation in Österreich, den weiteren Preisdruck in allen wichtigen Märkten der Gruppe sowie die Auswirkungen der regulierungsbedingten Reduktion der Roaming-Tarife und der Zusammenschaltungsentgelte in Österreich, Bulgarien, Kroatien und Slowenien. Darüber hinaus stellt die Einführung einer Abgabe für bestimmte Mobilfunkdienste in Kroatien und der Republik Serbien eine zusätzliche Belastung dar.

Für das Geschäftsjahr 2010 werden Umsatzerlöse in der Höhe von rund 4,7 Mrd. EUR erwartet. Das Unternehmen hat bereits umfassende Kosteneinsparungsprogramme zur Reduktion der Personal- und Sachaufwendungen in beiden Segmenten begonnen, um den negativen Auswirkungen der geringeren Erlöse entgegenzuwirken. Unter Berücksichtigung dieser Kostensenkungsmaßnahmen sollte sich das EBITDA auf rund 1,6 Mrd. EUR belaufen. Abhängig vom Umfang der Investitionen im Segment Festnetz für die Migration zu einem All-IP-Netzwerk geht die Telekom Austria Group von Anlagezugängen in der Höhe von bis zu 800 Mio. EUR aus. Diese Summe berücksichtigt keine Investitionen für einen umfangreichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur dessen Beginn nicht für 2010 geplant ist.

Der primäre Fokus des Managements liegt nach wie vor auf dem operativen Free Cashflow, der sich auf rund 800 Mio. EUR belaufen wird. Die Telekom Austria Group bestätigt ihre Absicht, Dividenden in der Höhe von 65% des Jahresüberschusses, zumindest aber 0,75 EUR je Aktie, bis 2012 auszuschütten. Der Vorstand hält weiterhin an der Mittelverwendungsstrategie inklusive Aktienrück-käufen zur Ausschüttung nicht benötigter liquider Mittel an die Aktionäre fest. Voraussetzung dafür sind jedoch eine ausgewogene Bilanzstruktur mit einer Nettoverschuldung von 1,8x-2,0x EBITDA sowie die Stabilität der ausländischen Währungen in den wesentlichen Märkten. Vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds ist jedoch nicht mit einem Beginn des Aktienrückkaufs im Jahr 2010 zu rechnen.

In diesem Ausblick, der von einer konstanten Währungsbasis ausgeht, sind die Auswirkungen der angekündigten Integration der österreichischen Geschäftstätigkeiten vom Segment Festnetz und Mobilkommunikation noch nicht berücksichtigt.

Ausblick 2010* Ausblick 2010* per 12. Mai per 24. Feb. Telekom Austria Group Umsatzerlöse rd 4,7 Mrd.EUR rd 4,7 Mrd.EUR EBITA rd 1,6 Mrd.EUR rd 1,6 Mrd.EUR Anlagenzugänge rd 0,8 Mrd.EUR rd 0,8 Mrd.EUR Operativer Free Cashflow rd 0,8 Mrd.EUR rd 0,8 Mrd.EUR 65% des 65% des Jahresüberschusses, Jahresüberschusses, Dividende je Aktie Dividende je Aktie von mind. 75 von mind. 75 Dividende Cent Cent

*ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten

Weitere Informationen

Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für das erste Quartal 2010 finden Sie im entsprechenden Bericht auf der Telekom Austria Group Website unter:
http://www.telekomaustria.com/zwischenberichte

Zukunftsbezogene Aussagen:
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können aufgrund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass aufgrund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.

Rückfragen & Kontakt:

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Investor Relations
Telekom Austria Group
Tel.: +43 (0) 590591-19001
E-Mail: peter.zydek@telekom.at

Mag. Elisabeth Mattes
Konzernsprecherin
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E-Mail: elisabeth.mattes@telekom.at

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