"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Western von gestern"

Die stramm Rechten in der FPÖ haben Strache die Regie durchkreuzt.

Wien (OTS) - Nach dem Flop mit der rechtslastigen Bundespräsidentschafts-Kandidatin wollte Heinz-Christian Strache das freiheitliche Drehbuch ändern. Ihm war klar, dass er mit Protagonisten wie Barbara Rosenkranz bei den kommenden Wahlen keinen Publikumserfolg einfahren wird: Nicht 15, sondern 30 Prozent Reichweite peilt er an.
Und so sollten blaue Nebendarsteller ins Rampenlicht rücken. "Glorreiche Sieben" schwebten dem FPÖ-Helden vor, frei nach einem Western von gestern.
Rechtsverbinder wie Martin Graf und Andreas Mölzer standen nicht auf Straches Besetzungsliste. Die Generalsekretäre, sein Stellvertreter und einige Landeschefs waren darauf.
Die Ultra-Nationalen wollen sich allerdings nicht zu Statisten degradieren lassen; schließlich stellen sie einen Gutteil der blauen Crew. Sie haben die Regie durchkreuzt; die Rollenverteilung ist aufgeschoben. Strache nennt nun auch den schlagenden Burschenschafter Harald Stefan als möglichen Pistolero. Graf und Rosenkranz hätten ebenfalls "einen fixen Platz".
Den internen High Noon hat der Parteiobmann mit diesen Zugeständnissen verhindert, Quotenknüller wird er damit aber keinen landen.

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