- 11.05.2010, 16:06:11
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Western von gestern"
Die stramm Rechten in der FPÖ haben Strache die Regie durchkreuzt.
Wien (OTS) - Nach dem Flop mit der rechtslastigen
Bundespräsidentschafts-Kandidatin wollte Heinz-Christian Strache das
freiheitliche Drehbuch ändern. Ihm war klar, dass er mit
Protagonisten wie Barbara Rosenkranz bei den kommenden Wahlen keinen
Publikumserfolg einfahren wird: Nicht 15, sondern 30 Prozent
Reichweite peilt er an.
Und so sollten blaue Nebendarsteller ins Rampenlicht rücken.
"Glorreiche Sieben" schwebten dem FPÖ-Helden vor, frei nach einem
Western von gestern.
Rechtsverbinder wie Martin Graf und Andreas Mölzer standen nicht
auf Straches Besetzungsliste. Die Generalsekretäre, sein
Stellvertreter und einige Landeschefs waren darauf.
Die Ultra-Nationalen wollen sich allerdings nicht zu Statisten
degradieren lassen; schließlich stellen sie einen Gutteil der blauen
Crew. Sie haben die Regie durchkreuzt; die Rollenverteilung ist
aufgeschoben. Strache nennt nun auch den schlagenden Burschenschafter
Harald Stefan als möglichen Pistolero. Graf und Rosenkranz hätten
ebenfalls "einen fixen Platz".
Den internen High Noon hat der Parteiobmann mit diesen
Zugeständnissen verhindert, Quotenknüller wird er damit aber keinen
landen.
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
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