Neue Mittelschulen in OÖ flächendeckend ausbauen

Frais: "Wer bewusst gesetzwidrige Schulversuche beschließt, der handelt nicht redlich"

Linz (OTS) - "Die Neuen Mittelschulen führen die Hauptschulen näher an das Niveau der AHS-Unterstufe heran. Diese höhere Bildungsqualität wollen wir für möglichst viele, auf Perspektive für alle Schülerinnen und Schüler in Oberösterreich erreichen", formuliert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais das bildungspolitische Ziel der Sozialdemokratie. Das Projekt 'OÖ-Schule-Innovativ' sieht der SP-Klubchef nicht in Konkurrenz zur Neuen Mittelschule. "Schulentwicklung ist eine gute Sache und wird auch in Oberösterreich schon jahrelang intensiv praktiziert. Wichtig ist jedoch, dass man die Fakten korrekt darstellt - ein vom Land verliehenes Pickerl kann niemals einen Ersatz für die Neuen Mittelschulen darstellen", so Frais.

Der oberösterreichischen Bildungsdebatte mangelt es derzeit an Sachlichkeit. Populistischer Tiefpunkt der jüngsten Entwicklung war der Beschluss von offenkundig gesetzwidrigen Schulversuchen durch ÖVP und Grüne im Oö. Landesschulratskollegium. "Mit dieser Aktion treiben ÖVP und Grüne ein gefährliches Spiel. Sie versuchen die Schuld für das Scheitern der Schulversuche auf den Bund abzuwälzen. Formell sind die Anträge im Unterrichtsministerium noch nicht entschieden, aber aus Ministeriumskreisen hört man bereits, dass sich die Ablehnung aufgrund von Gesetzwidrigkeiten abzeichnet. Genau diese Gesetzwidrigkeiten haben die Experten des Oö. Landesschulrats schon vor dem Beschluss der Schulversuche im Landesschulratskollegium erkannt und auch darauf hingewiesen. Trotz dieses expliziten Hinweises haben ÖVP und Grün die Anträge unverändert beschlossen", informiert der SP-Klubchef.

Jede zusätzliche Neue Mittelschule ist für den SP-Klubobmann ein Schritt in die richtige Richtung. "Die Neue Mittelschule ist derzeit das beste Schulkonzept, um die Hauptschulen näher an das Niveau der AHS-Unterstufe heranzuführen. Es erscheint befremdlich, wenn sich die ÖVP jetzt von ihrem hochgejubelten Schulmodell Oberösterreich schleichend verabschiedet. Offensichtlich hat Landeshauptmann Pühringer deshalb in der Vergangenheit nur wenig öffentlichen Einsatz für die Neue Mittelschule/Schulmodell Oberösterreich gezeigt - ich ersuche ihn daher nunmehr umso intensiver, die oberösterreichischen Interessen für zusätzliche Neue Mittelschulen bei der Landeshauptleutekonferenz am 20. Mai 2010 mit Nachdruck zu vertreten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, möglichst viele weitere Neue Mittelschulen für Oberösterreich zu bekommen. Unabhängig davon ist es ja sogar gesetzlicher Auftrag die Schulentwicklung generell voranzutreiben", stellt Frais klar.

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