Strasser zu 'Kulturdorf Europa': Aktive EU-Politik beginnt in der Gemeinde

Oberösterreichisches Kirchheim ist Vorzeigeprojekt in ganz Europa

Kirchheim/Brüssel, 11. Mai (OTS) "Kirchheim als erstes Kulturdorf Europas ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was eine kleine Gemeinde für ein zusammenwachsendes Europa tun kann. Es gibt keinen größeren Dienst für eine erfolgreiche Europapolitik, als in der Keimzelle Gemeinde, die am nächsten bei den Bedürfnissen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ist, aktive Europapolitik zu betreiben. Kirchheim zeigt, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld direkt an EU-Themen beteiligen können. Europa braucht diese Ideen und das Engagement aus ihren Regionen", so ÖVP-Europaklubobmann Dr. Ernst Strasser in seiner Rede anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Schuman-Deklaration, der Gründungserklärung der Europäischen Gemeinschaft sowie der 15jährigen EU-Mitgliedschaft Österreichs in Kirchheim im Innkreis. ****

"Das Dorf ist Träger des europäischen Gedankens einer friedlichen Einigung auf Basis der Grundwerte. Kooperation, Solidarität und vor allem Subsidiarität entsteht in den Gemeinden. Deshalb darf Europa nicht von oben verordnet werde. Entscheidungen müssen so nahe wie möglich bei den Menschen getroffen werden. Es geht darum, Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, sich zur EU zu äußern, ihre Meinungen Kund zu tun und ihre Vorschläge über die Gestaltung Europas einzubringen", unterstreicht Strasser die Wichtigkeit des ländlichen Raums. "Dann liegt es an uns Politikern und Entscheidungsträgern auf allen Ebenen, die wir aufmerksam zugehört haben, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Entscheidungen im Sinne der Bevölkerung zu treffen."

Europa bräuchte viele so starke Gemeinden wie Kirchheim, die europaweit vernetzt zusammenarbeiten und ihren Beitrag zur aktiven Europapolitik leisten. "Wo, wenn nicht gerade in kleinen Gemeinden, in den dörflichen Strukturen, in den Vereinen, bei der täglichen Begegnung am Dorfplatz Gemeinde werden Werte wie Solidarität und Zusammenhalt Tag für Tag noch gelebt - und das gilt es nach ganz Europa hinauszutragen," begrüßt Strasser die vielen EU-Vorzeigeprojekte von Kirchheim wie 'Bürger.Nah.Versorgen', 'Jugend in Aktion', 'Erzählkaffee 60 plus' oder die internationale Bürgermeisterkonferenz Ende März.

Das Dorf sei das Rückrat der EU und umgekehrt die EU die Stütze des Dorfes. Seit dem EU-Beitritt Österreichs habe Oberösterreich überproportional von der Union profitiert. Rund 80.000 zusätzliche Arbeitsplätze konnten geschaffen werden und die Anzahl der Unternehmen sei um fast 2/3 gestiegen. "Oberösterreichs Gemeinden haben die EU-Fördergramme genutzt. In den letzten 15 Jahren sind jährlich 230 Millionen Euro nach Oberösterreich geflossen, das ist eine Gesamtsumme von 3,4 Milliarden Euro. Mit diesem Geld konnten wichtige Investitionen im Bereich Forschungs- und Technologieinfrastruktur, in Tourismus,- und Kulturprojekte sowie in unsere Familienbetriebe und in die Landwirtschaft fließen. Das ist ein entscheidender Beitrag der Union um regionale Arbeitsplätze zu schaffen, regionale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und unsere dörflichen Strukturen zu erhalten und zu sichern. Bei der Erstellung der neuen Regionalförderpolitik ab 2014 werden wir erneut sicherstellen, dass diese Strukturfonds auch wieder in die Gemeinden fließen. Wir können auf die volle Unterstützung unseres EU-Regionalkommissars Johannes Hahn bauen. Europa darf kein fernes Projekt von Eliten sein, sondern gehört wieder dort hingerückt wo es hingehört: mitten in das Dorf, mitten unter die Menschen", so Strasser abschließend.

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