• 11.05.2010, 09:10:16
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ÖAMTC testet elf Fahrradhelme für Kinder: Schon für wenig Geld gibt es sichere Helme (+Fotos, +Grafik, +Video)

Testsieger Giro Rascal mit "gut" beurteilt, Hudora joey Monsun mit "nicht genügend" durchgefallen

Wien (OTS) - Auch wenn die wahren Abenteuer im Kopf sind - bei
Abenteuer, Sport und Freizeitgestaltung sollte man seinen Kopf
schützen. So ist beispielsweise beim Fahrradfahren die
Verletzungsgefahr sehr groß. "15 bis 20 Prozent aller Radunfälle
ziehen eine Kopfverletzung nach sich. Das kann von einer einfachen
Schürfwunde bis hin zum Schädel-Hirn-Trauma reichen", sagt Harald
Hertz, ärztlicher Leiter des Lorenz Böhler Unfallkrankenhauses und
Vizepräsident des ÖAMTC. "Ein guter Fahrradhelm schützt besonders vor
Schädel-Hirn-Verletzungen." Erwachsene sollten daher nicht nur auf
ihre eigene Sicherheit achten, sondern auch dafür Sorge tragen, dass
Kinder optimal geschützt am Rad unterwegs sind. Der ÖAMTC hat jetzt
elf neue Kinder-Fahrradhelme getestet - darunter neun herkömmliche
Fahrradhelme (Preispanne 10 bis 45 Euro) und zwei spezielle
Skatehelme (35 bzw. 60 Euro). Im Testergebnis ist von "gut" bis
"nicht genügend" alles vertreten: Es wurde fünf Mal die Gesamtnote
"gut" vergeben, viermal ein "Befriedigend" sowie jeweils ein
"Genügend" und ein "Nicht genügend".

Note "Gut": Der beste Kinder-Fahrradhelm im Test war der Giro
Rascal (Gesamtnote 1,9 und somit "gut"). Er überzeugt bei der
Sicherheit am meisten von allen Testkandidaten, liegt aber auch bei
der Handhabung - besonders bei den Trageeigenschaften und bei der
Einstellbarkeit - ganz vorne. Auf Platz zwei ex equo findet man die
Helme von uvex Hero und Alpina Firebird Junior, jeweils mit
Gesamtnote 2,0 und ebenfalls mit gut bewertet. Diese drei Modelle
liegen preislich gleich bei 40 Euro. Der nur 20 Euro teure Petit von
Comus landet etwas überraschend bereits auf Platz vier. "Er bietet
bereits für wenig Geld viel Sicherheit", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan
Kerbl. Auf Platz fünf findet sich der Casco Follow Me II.

Ein "Befriedigend" gab es für die Fahrradhelme Abus Chaox, KED
Status Jr. und Walser Sprinter XC sowie den Skaterhelm Alpina Airtime
(Hinweis: Von Walser Sprinter ist mittlerweile ein Nachfolgemodell am
Markt). Als "genügend" war der Skaterhelm KED Freeride einzustufen.
Und schlichtweg "nicht genügend" ist der Hudora joey Monsun
Fahrrad-Helm.

Was ein Fahrradhelm können muss - die wichtigsten
ÖAMTC-Testkriterien

Das Gesamtergebnis im ÖAMTC-Kinder-Fahrradhelm-Test setzt sich zu
65 Prozent aus der Sicherheit und zu 35 Prozent aus der Handhabung
zusammen. Im Kriterium Sicherheit werden beim Kinder-Fahrradhelm-Test
Stoßdämpfung, Abstreifung (durch Hängenbleiben), Trageeinrichtung
(Halt am Kopf) sowie Schutzbereich und Erkennbarkeit (z. B.
Reflektoren) geprüft. Die Gewichtung dieser Teilaspekte ist gemessen
am Gesamtergebnis sehr hoch. "Ein Helm, der nur eine Vorraussetzung
nicht erfüllt, hat keine Chance mehr auf ein gutes Gesamtergebnis",
erklärt der ÖAMTC-Techniker. Der Testverlierer Hudora joey Monsun
beispielsweise lieferte Bestwerte bei der Stoßdämpfungsprüfung,
versagte aber bei der DIN-Abstreifprüfung auf voller Linie. Abus
Chaox, KED Status Jr. und Walser Sprinter XC verfügen nur über eine
ausreichende Stoßdämpfung. Damit ist nicht mehr als ein
"Befriedigend" drinnen. Verbesserungspotenzial haben alle getesteten
Produkte hinsichtlich der Sichtbarkeit. "Entweder sind an den Helmen
zu kleine, zu wenige oder gar keine Reflektoren angebracht",
bemängelt Kerbl. "Hier besteht ein klarer Handlungsbedarf von Seiten
der Hersteller."

Bei der Handhabung fielen einige Helme durch ihr Gewicht auf.
Entweder, weil es relativ hoch war (KED Status jr. und Freeride sowie
Walser Sprinter XC), oder durch eine falsche Gewichtangabe (Alpina
Firebird Junior). Wichtig ist auch die individuelle Einstellbarkeit
des Fahrradhelms durch das gute Zusammenspiel von Kopfband und
Haltegurt. Der Siegerhelm von Giro besticht durch ein neuartiges
Einstellsystem, das mithilfe eines zusätzlichen Gummibandes am
Hinterkopf für die optimale Passform sorgt. "Letztendlich war das
ausschlaggebend für den Testsieg", sagt der ÖAMTC-Techniker.

Der ÖAMTC-Test zeigt, dass man beim Helmkauf viele Aspekte in
Erwägung ziehen muss. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich
im Fachhandel beraten lassen. Wichtig sind nicht nur die
Sicherheitstools, sondern auch, dass der Helm optimal sitzt. Kerbl
empfiehlt, stets einige Helme auszuprobieren und für ein paar Minuten
testweise zu tragen. "Ein Helmkauf ist eine Investition in die eigene
Sicherheit, da sollte man sich schon ein wenig Zeit nehmen", rät der
ÖAMTC-Techniker abschließend.

Aviso an die Redaktionen:

Fotos und eine Grafik zu dieser Aussendung sind im
ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse abrufbar. Videomaterial
zu dieser Aussendung ist bei der ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit unter
Tel. (01) 711 99 21218 erhältlich.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at

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