• 09.05.2010, 11:08:54
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  • OTS0020 OTW0020

Weitere Untersuchungen nach U-Bahn-Vorfall

Wiener Linien beauftragen Sachverständigen

Wien (OTS) - Nach dem tragischen Vorfall in der U3-Station
Enkplatz am Freitagnachmittag arbeiten die Wiener Linien weiterhin
mit Hochdruck an der Ursachenforschung. Nun wird auch ein gerichtlich
beeideter Sachverständige für Eisenbahnwesen eingesetzt, um das
System der Sicherheitseinrichtungen in der U-Bahn grundsätzlich und
umfassend zu überprüfen. Er wird bereits in den nächsten Tagen seine
Arbeit aufnehmen.

Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag wurden von Seiten der
Wiener Linien die Abfertigungs- und Sicherheitseinrichtungen in der
Station Enkplatz überprüft. Hier wurden keine Mängel an Spiegel,
Lichtanlage, Lautsprechern, Markierungen, Notbremsen oder
Notsprechstellen festgestellt. Der Fahrer gab bei seiner Befragung
an, sich den Vorfall nicht erklären zu können. Er wurde bis auf
weiteres vom Fahrdienst abgezogen. Auch der betroffene Zug wird
aktuell penibel technisch überprüft.

Laut Polizei versuchten Mutter und Kind einzusteigen, obwohl sich die
Türen bereits schlossen. Dabei blieb der Bub mit dem Fuß am Zug
hängen und wurde über den Bahnsteig gezogen. Als der Zug die Station
bereits fast in voller Länge verlassen hatte, haben Fahrgäste im Zug
eine der insgesamt 18 Notbremsen betätigt. Am Bahnsteig selber wurde
keiner der drei vorhandenen Notstopp-Griffe gezogen. Der Zug kam in
der nächsten Station zum Stillstand, da ein Notstopp im Tunnel nicht
erfolgen darf. Diese so genannte "Notbremsüberbrückung" in
Tunnelanlagen ist seit dem Unfall in Kaprun behördlich
vorgeschrieben. Im Falle von notwendigen Rettung- und
Feuerwehreinsätzen kann in einer Station schneller und unmittelbarer
gehandelt werden, als im Tunnel.

Rückfragehinweis:
Wiener Linien GmbH und Co KG
Kommunikation
Tel.: 01/7909/14203 bzw. Journaldienst: 0664/884 82 237
www.wienerlinien.at

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