- 08.05.2010, 10:04:10
- /
- OTS0020 OTW0020
ÖVP Wien: Griff der Wien Holding nach Journalistenausbildung ist abzulehnen
Fachhochschullehrgang für Film-, Medien- und TV Produktion kann nicht neues Geschäftsfeld der Wien Holding sein
Wien (OTS) - "Dotation an die Wien Holding zur Gründung einer
Trägerstruktur für die Strukturierung eines
Medienausbildungsprogrammes und als Steuerungs- und
Koordinierungs-Plattform", so lautet der sperrige Titel eine
Aktenstücks, das am gestrigen Freitag im Wiener Finanzausschuss zur
Debatte stand. Die SPÖ in Wien verfolgt damit eine klare Absicht: Die
Stadt Wien will Medien und Journalisten in den Griff bekommen. Die
Wien Holding GesmbH soll die Medieninitiative der Stadt Wien um das
Thema Ausbildung, Weiterbildung und Programmproduktion erweitern.
Allein die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten für das neue
Geschäftsfeld der Wien Holding lässt sich die Stadt Wien 6,4
Millionen Euro an Steuergeldern kosten. Denn zusätzlich zu ihren
bisherigen Aufgabenbereichen versucht nun die Wien Holding mit Hilfe
der Stadt Wien ein neues Gebiet zu erobern und ein Monopol für TV
Produktion und Journalismusausbildung aufzubauen.
Wien Holding als eierlegende Wollmilchsau
"Die Wien Holding entwickelt sich immer mehr zur eierlegenden
Wollmilchsau. Neben Immobilienentwicklung, Umwelt-, Kultur- und
Veranstaltungsmanagement sowie dem Geschäftsbereich Logistik wird nun
ein komplett neuer Geschäftszweig eröffnet, den sich die Holding auch
gleich von der Stadt finanzieren lässt. Die ÖVP hat sich strikt gegen
dieses Vorhaben ausgesprochen", hält ÖVP Wien Klubobmann LAbg.
Matthias Tschirf fest.
Dieses Projekt richtet sich frontal gegen die entsprechenden
Einrichtungen der Fachhochschulen Wien, St. Pölten, Eisenstadt, gegen
Lehrgänge der Donauuniversität Krems sowie eine Reihe privater
Ausbildungseinrichtungen im Bereich Journalismus, Film und Werbung
sowie die Medienstudienzweige der Wiener Universität.
Statt neue Strukturen schaffen - vorhandene besser
unterstützen
"Statt viel Geld in den Aufbau neuer Strukturen zu investieren sollte
die Stadt gerade in Zeiten der Krise die bereits vorhandenen
Ausbildungsstätten finanziell besser unterstützen. Das wäre
wesentlich zielführender", so Tschirf weiter.
"Aber offenbar träumt Renate Brauner davon, mit Hilfe der Wien
Holding eine Medienhochschule in St. Marx zu etablieren, wo Aus- und
Weiterbildung angeboten und gleichzeitig Programm produziert wird,
das dann über Homepage und Kabel TV ausgestrahlt und dabei die
Errungenschaften des roten Wiens verherrlichen soll. Das Ziel ist
anscheinend der SPÖ zertifizierte PID Journalist, der die
Holding-Akademie absolviert hat", so ÖVP Wien Mediensprecher LAbg.
Franz Ferdinand Wolf abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR






