- 07.05.2010, 11:38:54
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APA-OTS Politikanalyse: Rettungspaket für Griechenland dominiert Medienberichterstattung
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (30. April bis 06.
Mai 2010) positioniert sich Vizekanzler Josef Pröll auf Platz eins.
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache belegt Platz zwei, dahinter folgt
Bundeskanzler Werner Faymann auf dem dritten Rang.
In einer vom BZÖ anberaumten Sondersitzung des Nationalrats
verteidigt Finanzminister Josef Pröll (Rang eins, 537 Nennungen) die
Finanzhilfe für Griechenland. Nur so könne ein Dominoeffekt auf
andere Länder wie Italien, Spanien oder Portugal verhindert werden.
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache (Rang zwei, 328 Nennungen) fordert
Griechenland dazu auf, aus der Währungsunion auszusteigen. Er geht
davon aus, dass Griechenland nur so seine Finanzen sanieren und der
Euro "gerettet" werden kann. Bundeskanzler Werner Faymann (Rang drei,
316 Nennungen), ist sich nicht sicher, ob der beschlossene
Höchstbetrag von 2,3 Milliarden Euro Finanzhilfe ausreichen wird, um
Griechenland vor dem Staatsbankrott zu retten. Faymann hält es für
möglich, dass das Rettungspaket weiter aufgestockt werden muss.
Die drastisch gestiegenen Studentenzahlen im Studienfach
Publizistik haben Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (Rang vier,
170 Nennungen) dazu veranlasst im Ministerrat, einen Antrag auf
Zugangsbeschränkungen für dieses Studienfach einzubringen. Dieser
beschließt daraufhin die Zahl der Studienanfänger für Publizistik ab
dem Semester 2010/2011 auf 1529 zu reduzieren. Die
Wissenschaftsministerin kündigt an die Studieneingangsphase bis
Sommer neu zu gestalten und weitere Platzbeschränkungen in
"Massenfächern" ermöglichen zu wollen.
FPK-Obmann Uwe Scheuch (ebenfalls Rang vier, 170 Nennungen) wehrt
sich gegen Vorwürfe, er habe zu Unrecht EU-Förderungen für seinen
Bauernhof erhalten. Die Grünen werfen ihm vor seine Bezüge nicht
ordnungsgemäß an den Unvereinbarkeitsausschuss weitergeleitet zu
haben. Scheuch rechtfertigt sich damit, dass die
Unvereinbarkeitsregel nicht für Land- und Forstwirtschaft gelte.
Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Claudia
Schmied, SPÖ (Rang acht, 116 Nennungen); Michael Häupl, SPÖ (Rang
neun, 114 Nennungen); Hans Niessl, SPÖ (Rang zwölf, 96 Nennungen);
Christoph Leitl, WKÖ (Rang 14, 95 Nennungen); Michael Spindelegger,
ÖVP (Rang 19, 72 Nennungen); Alois Stöger, SPÖ (Rang 21, 67
Nennungen); Rudolf Hundstorfer, SPÖ (Rang 21, 67 Nennungen); Gabi
Burgstaller, SPÖ (Rang 24, 62 Nennungen); Josef Ackerl, SPÖ (Rang 26,
58 Nennungen); Laura Rudas, SPÖ (Rang 26, 58 Nennungen); Kurt
Gartlehner, SPÖ (Rang 29, 56 Nennungen).
Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking 13 Politikerinnen und
Politiker der SPÖ und neun der ÖVP. Jeweils zwei Vertreter können die
FPÖ, die FPK und das BZÖ im Ranking positionieren. Außerdem unter den
Top-30: Bundespräsident Heinz Fischer und der Präsident der
Österreichischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.
MediaWatch-Report Politik
Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und
-politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen
Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem
umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation
Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25
TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.
Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
[email protected] bezogen werden.
Rückfragehinweis:
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