Ke Nako Afrika - Ein Kontinent, viele Perspektiven

M.U.K.A. - "Most United Knowledgeable Artists" - ein Theaterprojekt von Straßenkindern aus Südafrika tourt durch Österreich

Wien (OTS) - Das M.U.K.A.-Projekt wurde 1995 als Theaterprojekt
von Straßenkindern im Johannesburger Stadtteil Hillbrow gegründet. In ihren Theaterproduktionen setzten sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihren Erfahrungen als Straßenkinder auseinander.

Bereits 1996 wurde die M.U.K.A.-Produktion "The Chain" mit vier Preisen beim "Windybrow Arts Festival" ausgezeichnet. Es folgten Einladungen in die USA (1998 mit dem Stück "Gift") und zur EXPO nach Deutschland (2000). Seit 2003 hatte M.U.K.A unter anderem Auftritte in England, Wales und in der Schweiz.

Im Rahmen von "Ke Nako Afrika - Afrika jetzt!" kommt M.U.K.A. nach Österreich. Das Stück "No Dumping" wird an mehreren Terminen aufgeführt. In "No Dumping" setzt sich die Schauspielgruppe mit den Auswirkungen der Fußball-WM auf Jugendliche in Johannesburg auseinander. Außerdem treffen die Mitglieder von M.U.K.A mit österreichischen Jugendlichen zusammen und bereiten Programme vor.

TOURPLAN

13.5., 19:00, Wiesen, Jazzfest
18.5., 19:00, Langenlois, Gartenbausaal
22.5., 13:00, Diersbach/Inntöne, Mukakids & Sauwald kids
23.5., 18:00, Linz, Linzfest Ke Nako Afrika
24.5., 15:00, Tanzworkshop, Linz, Linzfest Ke Nako Afrika
24.5., 17:00, Antigewalttraining, Linz,Linzfest Ke Nako Afrika, 25.5., 19:30, Wien, Dschungel
26.5., 10:00, Wien, Theater des Augenblicks
26.5., 19:30, Wien, Dschungel
27.5., 19:30, Wien, Dschungel

"No Dumping" - darum geht's:

In Hillbrow, dort wo das M.U.K.A.-Projekt in Johannesburg arbeitet, herrscht Armut, Hunger, Gewalt und Analphabetismus. Auch die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft gibt keinen Grund zur Hoffnung. Die Straßen von Hillbrow sind mit Müll gepflastert. Hinzu kommt der unerträgliche Gestank der Exkremente der Obdachlosen. Die Bewohner haben die Hoffnung aufgegeben, dass die Bezirksregierung oder die Stadtverwaltung je eingreifen werden. Der Freizeitpark im Zentrum, war früher ein Spielparadies für Kinder. Heute ist er großteils zerstört. Abends wird der Park zum Schauplatz von Kriminalität und Gewalt.

Mehr zu M.U.K.A.

Im Zuge des M.U.K.A.-Projekts studieren 50 Kinder, 30 Jugendliche und 15 junge Erwachsene in drei Gruppen (Kids, Youth und Seniors) Theaterstücke und Tanzchoreographien ein: Sie machen Musik, organisieren Workshops, trommeln, texten und tanzen.

"Das Ziel des Projekts ist es zu unterhalten und gleichzeitig zu informieren. Wir wollen mit Kunst einen Fluchtweg aus Missbrauch und Kriminalität schaffen. Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben, sollen eine Alternative zu Kriminalität, Drogen und Prostitution kennenlernen", erklärt ein Organisator.

Die M.U.K.A-Kids kommen bis zu dreimal pro Woche im Johannesburger "Hillbrow-Theatre" zusammen. Dort lernen sie ihre Sogen, Ängste und Hoffnungen kreativ um zusetzten. Außerdem engagiert sich M.U.K.A in der Vereinigung für Straßenkinder in Johannesburg und ist Teil des südafrikanischen Netzwerks für Darstellende Künste (PANSA -Performing Arts Network of South Africa).

"Ke Nako Afrika- Afrika jetzt!", eine Initiative für ein vielfältiges Bild Afrikas. Koordiniert vom VIDC und der Afrika-Vernetzungsplattform (AVP) in Zusammenarbeit mit der Austrian Development Agency (ADA).

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