- 04.05.2010, 13:49:06
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Heuer mehr Lawinentote
Der schneearme Winter brachte zahlreiche Lawinenabgänge und Todesopfer. Träger des ABS Lawinenairbags haben die besten Überlebenschancen.

Gräfelfing (TP/OTS) - "In unseren Breiten haben wir heuer einen
schneearmen Winter erlebt, wodurch der Schneedeckenaufbau ein
katastrophaler war", so Walter Würtl, Lawinen-Experte und
Ausbildungsleiter beim OEAV-Österreichischer Alpenverein, in einem
ersten Resümee zum Lawinenwinter 2009/10. "Es gingen deutlich mehr
Lawinen ab als in den vergangenen Jahren." Bereits vor dem
offiziellen Ende der aktuellen Wintersaison hat es in Österreich mit
35 Lawinentoten (Stand 5. April) mehr Opfer gegeben als in der
gesamten Saison zuvor.
LVS, Sonde, Schaufel und Airbag ein Muss
Allerdings konnte Walter Würtl einen weiteren Umstand beobachten,
den er als äußerst besorgniserregend einstuft. "Heuer fiel auf, wie
schlecht die Lawinenopfer ausgerüstet waren", erzählt er. Auch sehr
erfahrene Skitourengeher seien heuer wieder unter den Opfern gewesen,
was auf traurige Art und Weise wieder bestätige, dass in den Bergen
einfach immer ein Restrisiko besteht. Es könne immer und jedem
passieren, die weiße Gefahr falsch einzuschätzen. " Deswegen werde
ich auch nicht müde zu sagen, dass LVS, Schaufel, Sonde und
Lawinenairbag bei jeder Tour unbedingt mit dabei sein sollten", so
der Lawinen-Experte. Es stimmt Würtl positiv, dass immer mehr
Wintersportbegeisterte zum Lawinenairbag greifen: "Dieser kann im
Gegensatz zu all den anderen Notfallausrüstungen eine komplette
Verschüttung verhindern, wodurch die Überlebenschancen beträchtlich
steigen." Auch im vergangenen Winter sind zahlreiche Unfälle mit dem
ABS Airbag passiert - in den meisten Fällen sind sie für den Träger
des Lawinenrucksackes glimpflich verlaufen. Von 226 vom unabhängigen
Schweizer Lawineninstitut (SLF) dokumentierten und bekannten
Lawinenunfällen mit dem ABS Airbag haben 223 Personen überlebt, drei
nicht.
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