• 30.04.2010, 19:07:34
  • /
  • OTS0362 OTW0362

Strache nennt im ÖSTERREICH-Interview Namen für neue FPÖ

Stefan, Hofer, Kickl, Vilimsky, Kappl, Scheuch und Haimbuchner sollen FPÖ prägen. Strache: "FPÖ keine Vergangenheitspartei"

Wien (OTS) - Im Interview für die morgige Feiertag-Ausgabe der
Tageszeitung ÖSTERREICH nennt FPÖ-Parteichef Heinz Christian Strache
jene Namen, die er in der FPÖ künftig "sichtbarer machen" will.
Strache: "Das ist ein Harald Stefan, ein Norbert Hofer, mein
Generalsekretär Kickl, ein Harald Vilimsky, eine Barbara Kappl, ein
Landesparteiobmann Haimbuchner oder unser Kooperationspartner Uwe
Scheuch - das sind Leute, die in Zukunft neben mir das Gesicht der
FPÖ verstärkt prägen werden."

Über die Zukunft von Barbara Rosenkranz und Martin Graf in seiner
Partei wollte sich Strache nicht explizit äußern - nur so viel: "Wir
sind kein Geschichtsverein und keine Vergangenheitspartei."

Sein eigenes Potenzial und das der FPÖ schätzt Strache sowohl in
Wien als auch in ganz Österreich auf 30 Prozent ein. Aus dem
enttäuschenden Abschneiden bei der Präsidentenwahl dürfe man keine
Schlüsse ziehen. Strache: "Das war Rosenkranz, nicht Strache." Und
weiter: "Ich garantiere Ihnen: Sie werden in Wien einen völlig
anderen Wahlausgang erleben. Wir haben hier eine Situation, wo bei
Fischer 58 % nicht mehr wählen gegangen sind. Wir leben in einer
Stadt, die die SPÖ voll Arroganz und Präpotenz seit Jahren
heruntergewirtschaftet hat, wo nur noch Korruption und
Freunderlwirtschaft regieren."

Sein kurzfristiges Ziel für Wien sei ein Ergebnis über 20 Prozent.
Dass er damit nicht Bürgermeister werde, sei ihm klar. Strache:
"Natürlich ist das längst paktiert - die Herrschaften wollen dann ihr
erfolgloses rot-schwarzes Modell der Bundesregierung für Wien
fortsetzen - für Wien wäre das eine Katastrophe. Aber wenn ich
deutlich über 20 % komme, dann wird es noch am Wahltag in der ganzen
SPÖ ein Erdbeben geben. Dann wird der Bürgermeister Häupl Geschichte
sein und die Stadträtin Brauner wird Bürgermeisterin werden, unter
Garantie - und dann wird es auch keinen Kanzler Faymann mehr geben,
sondern Hundstorfer wird ihn als Kanzler ablösen."

Langfristig sei sein Vorbild Kärnten. Strache: "Mein Vorbild ist
Kärnten. Dort hat die SPÖ wie in Wien mit absoluter Allmacht regiert
und heute ist sie in Bedeutungslosigkeit versunken, und die FPÖ ist
stimmenstärkste Partei."

In der Griechenland-Frage spricht sich Strache gegen eine
österreichische Hilfe in der Höhe von zwei Milliarden Euro aus.
Strache: "Da ist jeder vernünftige Mensch dagegen. Das ist ein
verstecktes zweites Bankenpaket. Die zwei Milliarden wären
hundertprozentig verloren. Deshalb müssen wir ehrlich sagen: Es wäre
vernünftiger, im Mittelmeerraum die alten Weichwährungen wieder
einzuführen. ... Die Lösung kann nur heißen: Sofortige Verhandlungen
mit Griechenland, dass die Drachme wieder eingeführt wird und wir bis
zur Umstellung Hilfe geben - und danach ist Schluss."

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel