- 30.04.2010, 12:15:42
- /
- OTS0212 OTW0212
Seniorenbund zum 1.Mai: Ältere Menschen künftig am Arbeitsmarkt dringend benötigt
Aubauer: Seniorenbund-Belohnungsmodell rasch einführen! Frauen-Pensionsalter überdenken!
Wien (OTS) - "Schlagzeilen von wegen Frühpensionskaisern und
Älteren, die allesamt nicht arbeiten wollen, gehören der
Vergangenheit an. Wir wissen, dass 2015 erstmals mehr Menschen in
Pension gehen können, als Junge in den Arbeitsmarkt nachkommen. Wenn
wir diese Lücke im Arbeitskräftebedarf schließen wollen, müssen das
Potential all jener Menschen ausschöpfen, die gerne länger arbeiten
WOLLEN - und die Zahl dieser Menschen steigt", erklärt Mag. Gertrude
Aubauer, Khol's Bundesobmann-Stellvertreterin im Seniorenbund und
ÖVP-Seniorensprecherin. "Viele Senioren wollen ihre besten Jahre im
Job verbringen nach dem Motto: Business-Park statt Beserlpark!"
"Mit dem Seniorenbund-Belohnungsmodell legen wir ein Modell vor,
das die öffentliche Hand keinen Cent kostet - sogar Mehreinnahmen
bringt - und das einen stärkeren Anreiz bieten soll, auch nach dem
Erreichen des gesetzlichen Pensionsantrittsalters im Erwerbsleben zu
bleiben! 6 % Pensionszuschlag pro länger gearbeitetem Jahr - bis zu
30 % mehr im Geldbörserl!"
Im Auftrag des Österreichischen Seniorenbundes hatte GfK-Austria
in der Studie "Generation 60plus" die Einstellung der Senioren zum
Arbeitsmarkt abgefragt. Die Leiterin der Abteilung für Sozial- und
Organisationsforschung, Studienautorin Dr. Angelika Kofler, fasste
die wichtigsten Erkenntnisse zusammen:
"Einerseits haben 89 % das Gefühl, Menschen ihres Alters seien am
Arbeitsmarkt nicht gewollt und 64 % gaben an, dass ältere Menschen
regelrecht gedrängt werden, in Pension zu gehen", betont Kofler zur
negativen Seite der Medaille und verweist zugleich auf die positiven
Aspekte:
"Andererseits sagten nur 30 %, dass sie lieber in Frühpension
gehen würden, als länger zu arbeiten. Und 20 % gaben an, sie
persönlich würden sogar lieber über das gesetzliche
Pensionsantrittsalter hinaus beruflich tätig sein. 60 % der Befragten
erwiesen sich als kühle Rechner: Sie meinten, die Frage ob und wann
man in Pension geht, hänge davon ab, wie man finanziell am besten
abschneidet."
"Genau an diese kühlen Rechner richten wir uns mit dem
Seniorenbund-Belohnungsmodell. Wenn die Menschen so genau abwägen,
sollte man ihnen eben ein lukratives Angebot unterbreiten, das einen
echten Anreiz darstellt. Und wenn nur 20 % das
Seniorenbund-Belohnungsmodell nutzen würden, wäre das schon ein
riesiger Gewinn - für den öffentlichen Haushalt, für Arbeitsmarkt und
Gesellschaft ebenso wie für jede/n einzelne/n Betroffene/n", sieht
sich Aubauer durch die Studienergebnisse bestätigt.
Als weitere Forderung des Österreichischen Seniorenbundes nannte
Aubauer "Die Abschaffung der ungerechten Ruhens- und
Wegfallensbestimmungen. Alle Pensionisten sollten zu ihrer Pension
unbeschränkt dazuverdienen dürfen."
Abschließend regte Aubauer an, über die raschere Anpassung der
Frauen-Pensionsantrittsalter an jene der Männer zu diskutieren:
"Es gibt immer mehr Frauen, die das frühere Antrittsalter nicht
als Privileg empfinden, sondern als Hemmnis im Job. Hier sollten wir
rasch einen Weg finden, dass diese Frauen länger im Job bleiben
dürfen. Auch hier natürlich ausschließlich auf freiwilliger Basis!"
Alle Studienergebnisse, alle Details zum
"Seniorenbund-Belohnungsmodell" sowie ein "Fact-sheet" zur Situation
der älteren Arbeitnehmer finden Sie auf www.seniorenbund.at !
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
Mobil: 0650-581-78-82, mailto:skofler@seniorenbund.at
www.seniorenbund.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN