SPÖ fordert offensive Geschäftsstrategie der Post

Frais: "Die Post hat sich schon viel zu lange nur aufs Zusperren konzentriert"

Linz (OTS) - Mehr als halbiert hat sich die Zahl der Postämter in Oberösterreich seit dem Jahr 2000. "Heute sind nur noch 175 Postämter übrig. Auch die als Ersatz versprochenen Postpartner haben sich vielfach nicht als nachhaltige Alternativen erwiesen", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Die SPO wird in der kommenden Landtagssitzung eine Resolution für die Sicherung der Postversorgung in Oberösterreich einbringen. Kern dieser Resolution: Abkehr vom Zusperrprinzip und dafür neue Geschäftsfelder erschließen. "Das Post-Management muss endlich begreifen, dass das Filialnetz mitsamt der regionalen Präsenz und dem öffentlichen Vertrauen zu den Postämtern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gerade in Zeiten der Liberalisierung darstellt. Auf dieser Stärke gilt es aufzubauen, anstatt weiter zuzusperren!", appelliert Frais.

Weiterer Schwerpunkt im SP-Initiativantrag ist die Dividendenpolitik der Post AG. Diese besteht - untechnisch gesprochen - seit Jahren darin, den Eigentümern deutlich mehr Geld zu geben als das Unternehmen verdient hat. "Der öffentliche Mehrheitseigentümer ist für diese Entwicklung ganz klar verantwortlich. Schließlich liegt es an ihm, einen Dividendenbeschluss in der Hauptversammlung mitzutragen oder abzulehnen", ist der SP-Klubchef deutlich. Auf lange Sicht kann es für ein Unternehmen nicht wirtschaftlich sinnvoll sein, mehr Geld an die Aktionäre in Form von Dividenden auszuzahlen als erwirtschaftet wurde. Völlig unhaltbar ist, dass mit dieser überzogenen Aktionärsbedienung der weitere Kahlschlag von Postämtern begründet wird.

Zuletzt hat sich der Oö. Landtag im März 2009 gegen weitere Einsparungsmaßnahmen auf Kosten der Postversorgung in Oberösterreich ausgesprochen. "Angesichts der aktuell drohenden Schließungen ist es notwendig erneut ein deutliches Signal an das Post-Management und die Bundesregierung zu senden. Es wäre wichtig, dass wir - so wie im März 2009 - einen einstimmigen Beschluss im Landtag zustande bringen", lädt Frais alle anderen Landtagsfraktionen zur Mitunterzeichnung des Initiativantrags ein. Schon heute wurde der Initiativantrag an alle anderen Fraktionen übermittelt, um diesen genügend Zeit für innerparteiliche Beratungen zu geben.

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