- 30.04.2010, 11:00:26
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ÖH WU Umfrage: Studierende sehen Zugangsbeschränkungen als kleineres Übel
Bei ihrer heutigen Pressekonferenz präsentierte die ÖH WU eine Umfrage des Hajek Instituts zu möglichen Zugangsbeschränkungen für die Bachelorstudien der WU Wien
Wien (OTS) - Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im Cafe
Landtmann präsentierte der Vorsitzende der Hochschülerinnen- und
Hochschülerschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien (ÖH WU), Stefan
Kilga, eine von der ÖH WU in Auftrag gegebene Umfrage zum Thema
Zugangsregelungen. Diese wurde vom renommierten
Meinungsforschungsinstitut Hajek durchgeführt. Im Rahmen dieser
Umfrage wurde eine repräsentative Stichprobe von 1000 WU-Studierenden
zum Thema Zugangsregelungen und Studienbedingungen befragt.
Am meisten plagen die WU Studierenden ressourcenbedingte Probleme, so
beschweren sich mehr als 70 Prozent der befragten Studierenden über
überfüllte Hörsäle und zu wenig individuelle Betreuung.
In Summe sprechen sich auch knapp 50 Prozent für eine Aufstockung der
Lehrkapazitäten sowie der finanziellen Mittel aus. Weitere 30 Prozent
sehen Zugangsbeschränkungen als mögliche Option die vorhandenen
Probleme zu lösen.
Auf die Frage wie sie Zugangsbeschränkungen grundsätzlich
gegenüberstehen, sprachen sich 60 Prozent der Befragten für und 32
Prozent gegen solche Beschränkungen aus.
Gefragt danach welcher Art von Aufnahmeverfahren sie am ehesten
zustimmen würden, sprachen sich 64 Prozent gegen die momentane
Studieneingangsphase mit Knock-Out-Prüfungen als Auswahlkriterium
aus. Die höchste Zustimmungsrate hatte, mit 52 Prozent, eine dem EMS
ähnliche Studienbefähigungsprüfung vor Studienbeginn.
Rund 74 Prozent der Befragten erwarten sich durch
Zugangsbeschränkungen Verbesserungen bei den Studienbedingungen.
Stefan Kilga, ÖH WU Vorsitzender, kritisiert vehement die momentanen
Studienbedingungen: "Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die
Studierenden mit dem Status Quo, der aus Knock-Out-Prüfungen
bestehenden Studieneingangsphase an der WU sehr unzufrieden sind. An
allen Ecken und Enden wird selektiert und herausgeprüft, weil vorne
und hinten der Platz und die Lehrressourcen fehlen. Es ist keine
große Überraschung, dass die WU Studierenden das langsam satt haben."
"So werden Zugangsregelungen zwar nicht grundsätzlich gut geheißen,
aber neben der Option bis in alle Ewigkeit auf mehr Geld für die Unis
zu warten, scheinen sie durchaus an Akzeptanz zu gewinnen.", betont
Kilga.
Abschließend fordert Kilga die Politik auf, umgehend die notwendigen
Schritte zu setzen:"Die Politik muss endlich handeln, denn die WU
Studierenden sind es leid, immer wieder mit leeren Versprechungen
vertröstet zu werden. Sie erwarten sich grundlegende Änderungen zur
Verbesserung der Studienbedingungen an der WU. Die Aufforderung ist
klar, es muss entweder deutlich mehr Ressourcen oder eine Neuregelung
des Zugangs geben."
Die Unterlagen zur Pressekonferenz sind auf www.oeh-wu.at/presse
abrufbar.
Rückfragehinweis:
Robert Nemeth, Öffentlichkeitsreferent
Telefon: 0699/19141918
E-Mail: [email protected]
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