- 30.04.2010, 09:25:12
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Mölzer: Währungsunion ist auf die ehemaligen Hartwährungsländer zu reduzieren
Für Schaffung der Möglichkeit eines Frühwarnsystems und eines Ausscheidens aus Eurozone - Nettozahler wie Österreich dürfen nicht noch einmal zur Kasse gebeten werden
Wien (OTS) - Angesichts der immer dramatischeren Schuldenkrise
Griechenlands forderte der freiheitliche Delegationsleiter im
Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, die Schaffung der Möglichkeit
eines Ausscheidens von Ländern aus der Eurozone. "Griechenland, und
bald schon vielleicht auch Spanien und Portugal ziehen die gesamte
Eurozone immer mehr nach unten, weshalb die Notbremse zu ziehen ist",
so Mölzer weiter.
Insbesondere wäre es sinnvoll, wenn es zu einer Reduktion der
Währungsunion auf die ehemaligen Hartwährungsländer komme, erklärte
der freiheitliche EU-Mandatar. "Daß die Eurozone nicht funktioniert,
wenn in ihr starke und schwache Volkswirtschaften bunt
zusammengewürfelt sind, ist nun hinlänglich bewiesen. Gerade für
Staaten wie Griechenland hat sich die Währungsunion als Sackgasse
erwiesen, die in den Staatsbankrott führt. Wenn nun Länder wie
Griechenland aus der Eurozone ausscheiden, hätten sie es leichter,
ihre Finanzen zu sanieren und in weiterer Folge wirtschaftlich zu
gesunden", betonte Mölzer.
Weiters sprach sich der freiheitliche Europa-Abgeordnete für die
Schaffung eines Frühwarnsystems aus. "Denn die jetzige Krise in der
Eurozone ist ja nicht wie eine Naturgewalt über Nacht
hereingebrochen. Vielmehr gab es seit längerem schon Warnsignale, daß
sich etwas zusammenbraut. Allerdings darf ein Frühwarnsystem nicht
dazu führen, daß es zu Eingriffen in die nationale Budgethoheit
kommt", meinte Mölzer.
Abschließend wies der freiheitliche Europaparlamentarier darauf hin,
daß zu einer Solidarität mit Griechenland kommen müsse. "Aber diese
Solidarität darf nicht bedeuten, daß Nettozahler wie Österreich noch
einmal tief in die Tasche greifen müssen. Statt dessen sollen jene
Mitgliedstaaten einen Beitrag leisten, die bisher von den
EU-Subventionen in besonderer Weise profitiert haben", schloß Mölzer.
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