Strache und die glorreichen sieben (von Markus Kaufmann)

Ausgabe 30. April 2010

Klagenfurt (OTS) - Mit einer "glorreichen" Idee machte gestern FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache von sich reden. Weil er sich nach der Wahlschlappe von Barbara Rosenkranz mit massiver interner Kritik konfrontiert sieht, will er nun die Parteispitze ausbauen und die Führung in die Hände sieben glorreicher Persönlichkeiten legen. Selbst in TV-Diskussionen will er sich in Zukunft von seinen Mitstreitern vertreten lassen. Entweder hat Strache einen extremen Hang zu Western-Klassikern, oder er will sich für kommende Wahlschlappen absichern. Die Schuld könnte er dann auf die anderen glorreichen sechs abschieben. Letzteres wird eher der Fall sein, denn der FPÖ-Chef dürfte das Ende des gleichnamigen Films nie gesehen haben. Trotz des Sieges im letzten Gefecht gegen die Bandoleros bleiben von den glorreichen sieben nur drei am Leben. Und der Held des Films "Chris Adams" zieht in der Schlussszene ein Resümee und sagt: "Wir haben verloren. Wir verlieren immer." Vielleicht hatte Strache bei seiner Wortwahl eine Art Vorahnung.

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