Neue Kampagne für gesunde Arbeitsplätze: Instandhaltung im Mittelpunkt

Wien (OTS) - Anlässlich des Welttages für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz am 28. April hat die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) ihre neue Kampagne für gesunde Arbeitsplätze 2010-2011 vorgestellt, durch die europaweit die sichere Instandhaltung gefördert werden soll. In manchen europäischen Ländern hängen bis zu 20 Prozent aller Arbeitsunfälle mit Instandhaltung zusammen, in mehreren Branchen sind es mehr als die Hälfte.

Instandhaltung ist unverzichtbar, um Gefährdungen am Arbeitsplatz zu vermeiden, aber auch diese Tätigkeit selbst ist für das Instandhaltungspersonal mit hohen Risiken verbunden. Schätzungen zufolge sind in Europa 10-15 Prozent aller tödlichen Unfälle bei der Arbeit auf Instandhaltungsarbeiten zurückzuführen. Es ist daher unerlässlich, dass Instandhaltung ordnungsgemäß und unter Berück-sichtigung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzbelange der Arbeitnehmer/innen durchgeführt wird.

An der Seite des EU-Kommissars für Beschäftigung, Soziales und Integration - László Andor - umriss Dr. Jukka Takala, Direktor der EU-OSHA, bei der Auftaktveranstaltung zur Kampagne in der Europäischen Kommission in Brüssel die Ziele und die Grundregeln für sichere Instandhaltung als Schlüsselbeitrag für gesunde Arbeitsplätze.

László Andor: "Dass 20 Prozent aller Arbeitsunfälle derzeit mit der Instandhaltung zusammenhängen ist zu viel. Es zeigt, dass dies ein Bereich ist, in dem wir mehr Sensibilisierungsarbeit leisten und unsere Anstrengungen verstärken müssen. Unsere Strategie ist insgesamt darauf ausgerichtet, die Zahl aller arbeitsplatzbezogenen Unfälle in der EU in den nächsten Jahren um 25 Prozent zu senken. Schlechtes Management von Instandhaltungstätigkeiten und -verfahren erhöht das Risiko von - zuweilen tödlichen - Arbeitsunfällen für Arbeitnehmer/innen auf allen Ebenen und in einer Vielzahl von Branchen. Bei einem der schwersten Vorfälle seiner Art in Europa, der Piper Alpha-Katastrophe im Jahr 1988, verwandelte sich die Öl- und Gasplattform in der Nordsee innerhalb von Sekunden in ein brennendes Inferno, in dem 167 Arbeitnehmer/innen den Tod fanden - ein tragisches Beispiel dafür, welche Konsequenzen unzureichende Instandhaltungsverfahren nach sich ziehen können.

Österreichische Arbeitsschutzstrategie

Durch die intensive Zusammenarbeit aller Akteur/innen des Arbeitsschutzes im Rahmen der österreichischen Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 wird ein wertvoller Beitrag zum Erfolg der Kampagne geleistet werden. "Denn nur durch die Bündelung der vorhandenen Ressourcen kann und wird es gelingen, wichtige Akzente und Aktivitäten zum Thema "Sichere Instandhaltung" zu setzen", so Prof.in Dr.in Eva-Elisabeth Szymanski, Sektionschefin im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK).

Mehr Informationen zum Thema Instandhaltung
http://osha.europa.eu/de/topics/maintenance

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