Marek: Gemeinnütziger Wohnbau hat viele positive Aspekte

Staatssekretärin Marek beim Verbandstag der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft

Wien (OTS/BMWFJ) - "Das Modell der österreichischen Wohnungsgemeinnützigkeit müsste man erfinden, wenn es dieses noch nicht gäbe", betonte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Donnerstag, in ihrem Statement zur Eröffnung des Verbandstags der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft im Wiener Austria Center. "Es ist von den genossenschaftlichen Wurzeln her und auch aktuell ein quasi sozialpartnerschaftliches Integrationsmodell, das scheinbare oder tatsächliche Gegensätze - wie zum Beispiel zwischen Markt und Staat, zwischen Hausherren und Mietern oder auch zwischen Miete und Eigentum - zu überbrücken sucht."

Für Marek haben die Gemeinnützigen viel dazu beigetragen, dass die wohnungspolitischen Kernindikatoren in Österreich mit dem hohen Prozentsatz an Kategorie-A-Wohnungen stimmig seien und es trotzdem zu einer im internationalen Vergleich niedrigen Wohnkostenbelastung im Ausmaß von durchschnittlich 21 Prozent des privaten Konsums komme. Dazu trage bei, dass der Wohnkostenaufwand für gemeinnützige Mietwohnungen im Schnitt um 15 Prozent niedriger liege als bei privaten. "Moderate Gewinne bei der Bewirtschaftung des Wohnungsbestandes und Stärkung der Eigenkapitalbasis der gemeinnützigen Unternehmen zugunsten wohnkostensenkender Reinvestitionsmöglichkeiten für neue, junge Wohnungsnachfrager und Familien liegen mir als für Familien- und Jugendpolitik verantwortliches Regierungsmitglied besonders am Herzen", betonte die Staatssekretärin.

Marek verwies weiters auf die wirtschaftspolitische Bedeutung der Gemeinnützigkeit: Laut WIFO gehe vom österreichischen System der Wohnungspolitik mit den Elementen Wohnbauförderung, Wohnungsgemeinnützigkeit, Wohnbaubanken und Bausparkassen nachweislich eine stabilisierende Wirkung auf die Gesamtwirtschaft aus. Wohnbauinvestitionen hätten eine hohe Beschäftigungsintensität und einen hohen Anteil an inländischer Wertschöpfung. Die über 190 gemeinnützigen Bauvereinigungen seien dabei nicht nur kompetente Partner der Kommunen sondern wegen ihrer hohen Zahlungsmoral auch begehrte Partner der klein- und mittelständischen Wirtschaft. Nicht zuletzt sei auch die jährliche Sanierungsrate im gemeinnützigen Wohnungsbestand dreimal so hoch wie im österreichischen Durchschnitt. "Alles in allem gesehen legt die gemeinnützige Wohnungswirtschaft eine überaus positive Leistungsbilanz vor, und ich bin überzeugt, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird", schloss Marek.

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