Fachverband Finanzdienstleister begrüßt Zahlungsinstitute als neue Mitglieder

Göltl: Öffnung des attraktiven Marktsegments der Zahlungsdienstleistungen ist interessante Berufschance - Fachverband freut sich auf zahlreiche erfolgreiche Mitglieder

Wien (OTS/PWK342) - Mit Inkrafttreten des
Zahlungsdienstegesetzes per 1.11.2009 wurde die Erbringung von Zahlungsdienstleistungen durch Umsetzung der EU-Payment Services Directive rechtlich neu geregelt und die Berufsgruppe der Zahlungsinstitute neu geschaffen. Ziel der europäischen Richtlinie ist insbesondere eine Entkoppelung der Zahlungsdienste von Bankengeschäften, um damit ein größeres Angebot und stärkeren Wettbewerb zu gewährleisten, sowie eine Belebung und Beschleunigung grenzüberschreitender Zahlungsdienstleistungen.

Mehr Wettbewerb für interessante Wachstumsbranche

Zahlungsinstitute sind berechtigt, konzessionspflichtige Zahlungsdienstleistungen wie Überweisungen, Kreditkartenzahlungen sowie Kreditkartenabrechnungen, aber auch digitalisierte Zahlungsgeschäfte wie Parkschein- oder Kinokartenkauf per Mobiltelefon zu erbringen. Damit sind sie in einem zukunftsreichen Marktsegment tätig, das in Österreich trotz Wirtschaftskrise satte Zuwächse verzeichnen konnte und aufgrund der Marktentwicklung mit einem weiteren Anstieg rechnen kann: Allein von 2008 auf 2009 nahm die Anzahl der Transaktionen per Kreditkarte um 12,9 Prozent (2009:
75,8 Millionen Transaktionen) zu, der Gesamtwert der Zahlungen sogar um 14 Prozent (2009: Euro 8,4 Milliarden).

Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich, freut sich, dass dieses bisher den Banken vorbehaltene, attraktive Marktsegment nun auch den Zahlungsinstituten offen steht: "Wir sind sicher, dass zahlreiche Unternehmer die Chance zur Tätigkeit in dieser boomenden Branche erfolgreich wahrnehmen werden."

Zu strengem Verbraucherschutz verpflichtet

Waren Zahlungsdienstleistungen wie insbesondere Überweisungen, Kreditkartenzahlungen und Zahlungen mit dem Mobiltelefon bisher nur in Grundzügen oder gar nicht geregelt, so unterliegen diese nun im Sinne der Verbraucher genauen Vorschriften. Für Konsumenten gelten besondere Schutzbestimmungen: So können die umfangreichen Informationspflichten sowie die Bestimmungen über Autorisierung und Ausführung von Zahlungsvorgängen und die Haftungsbestimmungen nur zu Gunsten des Verbrauchers abgeändert werden, nicht aber zu deren Nachteil.

Das Zahlungsdienstegesetz bringt für Konsumenten einige klare Vorteile mit sich: Unter anderem sind elektronisch eingeleitete Überweisungen in Euro ab 2012 spätestens am nächsten Arbeitstag abzuwickeln und überwiesene Beträge dem Empfänger auf dessen Konto unverzüglich Wert zu stellen. Darüber hinaus gewährleistet das Gesetz eine hohe Kostentransparenz.

Bestehen und Umfang der für die Zahlungsinstitute erforderlichen Konzession der Finanzmarktaufsicht (FMA) können über das Zahlungsinstitutsregisters auf der FMA-Website www.fma.gv.at abgefragt werden. Nähere Informationen zur neuen Berufsgruppe finden Sie in einem eigenem Artikel zum Zahlungsdienstegesetz auf der Homepage des Fachverbandes wko.at/finanzdienstleister. (AC)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Finanzdienstleister
Mag. Philipp H. Bohrn, Mag. Sandra Siemaszko
Tel.: 05 90 900-4818
E-Mail: finanzdienstleister@wko.at
Internet: http://wko.at/finanzdienstleister

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001